Sanierung Pfaffenteichufer abgeschlossen

Rechtzeitig vor Beginn der Internationalen NDR Drachenboottage am 18. August wurde am heutigen Donnerstag (3. August 2006) die Uferkante am Ostufer des Pfaffenteiches - zwischen Schliemannterrasse und E-Werk – offiziell übergeben. Knapp 780.000 Euro haben die zehnmonatigen Arbeiten gekostet, finanziert aus Städtebaufördergeldern des Bundes, des Landes und der Stadt.

Bauminister Helmut Holter, Schwerins Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff, Nahverkehrschef Norbert Klatt und der Werkleiter der für die Maßnahme zuständigen Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS), Hugo Klöbzig, begutachteten die neue Uferkante von Bord der Petermännchenfähre aus. „Die bisherige Holzunterkonstruktion hatte ihre Schuldigkeit getan", sagt Hugo Klöbzig. „Nach mehr als 100 Jahren war sie bereits derart marode, dass einzelne Teile abzubrechen drohten."

Aufgrund der insgesamt fehlenden Standsicherheit war die komplette Erneuerung der Uferbefestigung erforderlich. Diese sollte eigentlich bereits Ende Mai abgeschlossen sein, aber: „Der extrem kalte Winter mit Temperaturen bis minus 16 Grad Celsius und die daraus resultierende Eisschicht auf dem Pfaffenteich führten zu Verzögerungen", so SDS-Werkleiter Klöbzig. Der schlechte, morastige Baugrund erforderte von den Mitarbeitern der ausführenden Baufirma, die Bautaucherei und Bergungsbetrieb Barth GmbH, eine so genannte Tiefengründung. Dabei wurden zwölf Meter lange Pfähle im Abstand von fünf Metern in den Boden gebohrt. Als Unterkonstruktion dienen sechs Meter lange Stahlbetonplatten, an der Oberfläche sichtbar sind jedoch nur die historischen Granitsteine, die, so Hugo Klöbzig, noch sehr gut intakt sind und daher wiederverwendet werden konnten. Die Arbeiten erfolgten zum größten Teil von der Wasserseite aus, Straßensperrungen konnten dadurch so gering wie möglich gehalten werden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Uferstreifen wurde verbreitert und an die vorhandene Böschung angebunden, der verlegte Rollrasen sorgt für eine schnelle Begehbarkeit und auch die Fähranleger erhielten neue Tragpfähle und einen neuen Bohlenbelag. Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff dankte Bund und Land für die zur Verfügung gestellten Fördergelder: „Der Pfaffenteich ist eine Visitenkarte der Landeshauptstadt. Ich freue mich, dass mit der Sanierung die Innenstadt noch attraktiver geworden ist."

Am meisten dürften sich die Schweriner jedoch über den Wegfall des Maschendrahtzaunes entlang des Pfaffenteich-Ostufers freuen. Der hatte im vergangenen Jahr für großen Unmut in der Bevölkerung gesorgt, war allerdings aus Sicherheitsgründen erforderlich. Weniger erfreulich dagegen ist das, was die Taucher der Baufirma vom Grund des Gewässers ans Tageslicht förderten: Papierkörbe, Fahrräder, Kinderwagen und jede Menge Glasflaschen – „manche benutzen den Pfaffenteich leider als Müllabladeplatz", bedauert Klöbzig.

Bereits im Oktober werden die Arbeiten an „Schwerins Binnenalster“ fortgeführt. Dann nehmen SDS und Partner die Sanierung des 520 Meter langen Westufers in Angriff.



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