Neue Bühnentechnik im Staatstheater

StaatstheaterZuschauer im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin werden es künftig bequemer haben:  „Das neue und komfortablere Gestühl wird eine größere Beinfreiheit und bessere Akustik bieten“, sagt Baustellen-Betreuer Gerd Marbs. Allerdings fänden im Großen Haus dann nur noch 528 statt bisher 668 Zuschauer Platz. Der Mitarbeiter des Zentralen Gebäude Management (ZGM) begleitete am Montag (14. August 2006) Oberbürgermeister Norbert Claussen, der sich bei einem Rundgang über den Fortgang der seit 1986 umfangreichsten Modernisierung im Staatstheater informierte.

Nachdem OB Claussen bekannte, er wollte „schon immer einmal hinter die Kulissen des Theaters blicken“, ging es auf einer Rüstung hoch hinaus. In 20 Metern Höhe erläuterte Planerin Steffi Jung den Umbau der so genannten Bühnen-Obermaschinerie. „Früher wurden Kulissen,  Beleuchtungstechnik etc. mit Hilfe von 54 Handzuganlagen bewegt. Künftig wird es 48 Maschinenzüge mit Elektromotor-Antrieb geben“, so die Fachfrau, die in zahlreichen Theatern ihre Spuren hinterlassen hat. Deshalb ist sich Steffi Jung sicher: „Anfangs reißen die Theaterleute die Hände hoch und wollen die handgesteuerten Aufzüge behalten. Aber, wenn die Bühnentechniker sich erst einmal mit dem mobilen Steuerpult angefreundet haben, wollen sie das kleine technische Wunder nicht mehr missen.“ Die bisherige Technik datiert übrigens aus dem Jahr 1928 und „entspricht nicht mehr den Sicherheitsstandards“, ergänzte ZGM-Chefin Kerstin Schmidt. Ein Grund, warum das Land allein für diese Arbeiten insgesamt 3,7 Millionen Euro aus dem Landeshauptstadt-Vertrag mit der Stadt beisteuert.

Knapp 2 Millionen Euro Baukosten verschlingen zusätzlich der Einbau des neuen Gestühls inklusive einer neuen Belüftungsanlage, das Verlegen eines Eichenholzbodens im Parkett und auf den Rängen sowie das Renovieren der Zuschauer-Toiletten. Genauso erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister über die Arbeiten im Parkettfoyer. „Hier legen wir schön verzierte Säulen und die ursprüngliche Decke frei“, hatte Baustellen-Betreuer Gerd Marbs zuvor erläutert. Indirekt beleuchtet und mit einer Stuckkante verziert wird sich dieser Bereich den Theaterbesuchern am 30. Oktober ganz neu präsentieren. Bezahlt wird dieser Teil der Renovierung übrigens aus dem Theater-Euro-Fonds. „Den füllten die zahlreichen Zuschauer in den vergangenen zwei Jahren jeweils mit dem Kauf einer Eintrittskarte“, so Norbert Claussen, der für die Idee dem Theater dankt und allen Zuschauern für ihr Zutun.

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin 



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