Technisches Landesmuseum zieht nach Wismar

Das Technische Landesmuseum zieht nach Wismar um. Dort soll dann auch das neue Ausstellungskonzept "Phantechnikum" umgesetzt werden. "Das Konzept ist überzeugend und eine langfristige Nutzung gesichert", sagte Bauminister Dr. Ebnet. "Außerdem bietet Wismar als Weltkulturerbestadt ideale Randbedingungen für ein solches Museum."

Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt sollen im Herbst 2007 beginnen und Ende 2008 abgeschlossen sein. Mit der Gesamtfertigstellung des Phantechnikums ist, wenn auch die Finanzierung des zweiten Bauabschnittes gesichert ist, im Jahre 2010 zu rechnen. Bisher ist das Technische Landesmuseum im Marstallgebäude in Schwerin untergebracht.

Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt des Projekts betragen knapp sieben Millionen Euro, die aus Städtebauförderungsmitteln des Landes, einem Eigenanteil der Hansestadt Wismar und von der Hochschule Wismar finanziert werden. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt liegen voraussichtlich bei etwa fünf Millionen Euro.

Das Museum wird in das ehemalige Stabsgebäude einer Kasernenanlage aus den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts einziehen. Das Stabsgebäude steht nicht unter Denkmalschutz, genießt jedoch als zentrales und bedeutendstes Bauwerk dieser ehemaligen Kasernenanlage auf dem Gelände der Lübschen Burg einen besonderen historischen Stellenwert.

Wismars Altstadt ist als UNESCO-Welterbe ein einzigartiger Anziehungspunkt für tausende Touristen. Durch Industrieansiedlungen auf dem Hafffeld und die Weiterentwicklung der Aker-Werft hat die Stadt eine hohe Industriedichte erreicht, was einem Technischen Museum den nötigen Hintergrund und Berechtigung verleiht. Bildungs- und Kultureinrichtungen, wie Hochschule und Technologiezentrum sprechen außerdem für Wismar als Standort des Technischen Landesmuseums, aber auch die gute Erreichbarkeit über A 1, A 20, A 14, B 105 und per Bahn.

Mit den dargestellten Elementen Luft, Wasser, Feuer und Erde wird das "Phantechnikum" für die Tourismusbranche sowie für Bildung und Freizeit ein attraktives Angebot unterbreiten. "Das Technische Landesmuseum spiegelt nicht zuletzt die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern wider", sagte Ebnet. "Und da haben wir von Flugzeug- und Schiffbau bis zu moderner Medizintechnik und Biotechnologie einiges zu bieten."

Teilbereiche des Daches wurden bereits 2003/2004 saniert. Ein gläserner Neubauteil wird den Eingangsbereich bilden. Neben großzügig und modern gestalteten Ausstellungsflächen wird es im Dachgeschoss einen zusätzlichen Bereich für Sonderausstellungen geben.

Quelle: Landesregierung MV



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