Lange Zeit stand er mehr oder weniger unbeachtet
inmitten von Neubauten im Mueßer Holz, ehemals Dreesch 3.
Nichts war mehr übrig vom Glanz des einst so beliebten Ausflugsortes,
der seit 1964 Scharen von Besuchern und Einwohnern Schwerins anzog.
Von der rund und einhundert Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform
hatte man einen atemberaubenden Blick über die Stadt und
die umliegenden Gebiete. An besonders schönen Tagen konnte
man sogar die Kräne der Wismarer Werft sehen. Noch vor der
Wende wurde der Turm aufgrund maroder Aufzüge für Besucher
gesperrt.
Der spätere Eigentümer, die Deutsche Telekom, war
vorerst nicht bereit, den Turm zu sanieren, und damit den Besuch
im Turmcafé wieder zu ermöglichen. Man sah es zu
Recht als dringlicher an, das Telefonnetz auszubauen um die
Bürger mit einem Telefonanschluss zu versorgen.
Dann wurde doch die Fassade des 138 Meter hohen Turms renoviert
und 1998 kamen erstmals wieder Gespräche über eine
Wiedereröffnung auf. Baudezernent Axel Höhne hatte
auch schon konkrete Pläne in petto und fortan wurden Gastronomen
gesucht, die das Turmcafé und das Foyer betreiben sollten.