Adressdaten Verkaufen

Verkaufen Sie Adressdaten

Die Adressdaten stammen von der Firma, von der die Adressdaten stammen. Einwohnerverzeichnis: Kommunen verkaufen Adressdaten und erzielen Millionenbeträge. Nach dem Bilanzrahmengesetz dürfen die Büros diese Anschriften und Bezeichnungen ohne Einwilligung der betreffenden Personen an Gesellschaften verkaufen. Angaben zu Vornamen, Nachnamen, Promotionen und Anschriften können von den Zivilregistern an Gesellschaften und Einzelpersonen erteilt werden. Dies geschieht in Deutschland in großem Stil durch Großstädte und Kommunen.

Mit ihnen werden Betriebe, Einzelpersonen und Einrichtungen wie die GEZ über ihre Bewohner informiert.

In einigen Metropolen wird nicht einmal erfasst, wie viele Daten sie an wen weiterleiten. Im Jahr 2011 haben die 28 befragten Orte mehr als 4,5 Mio. Daten ihrer Bewohner übermittelt. Hochgerechnet auf die Informationsrate pro Kopf in den befragten Orten auf ganz Deutschland, beträgt die Summe der bundesweiten Angaben aus den Bevölkerungsregistern allein 2011 21,1 Mio. Die 28 befragten Gemeinden erhielten 2011 gut 12,1 Mio. EUR aus der Bereitstellung von Registrierungsdaten für Unternehmen und Einzelpersonen (2009 waren es in 25 Gemeinden 12 Mio. EUR und in 26 Gemeinden 11,4 Mio. EUR im Jahr 2010).

Die höchsten Entgelte für einfache Informationen wurden in Hamburg (1,9 Mio. Euro) und Berlin (1,33 Mio. Euro) ausgewiesen. Diese Map stellt die Gesamtübersicht der Absolutbeträge und der bereitgestellten Informationsmengen dar (hier eine Tabellenübersicht für Endgeräte, die keine Flash-Inhalte anzeigen). Hochgerechnet auf 81,8 Mio. Deutsche Bürger ergeben sich aus dem Registrierungshandel im Jahr 2011 bundesweit 56,4 Mio. EUR. 2011 lieferten die Metropolen Karlsruhe, Hannover und Magdeburg, die kleinsten Braunschweig, Nürnberg und Hamburg, die meisten Informationen pro Stadt.

Dieser Datentransfer durch die Gemeinden ist nahezu unbeschränkt möglich. Tatsächlich trifft dieser Prinzip im deutschsprachigen Datenschutz zu: Jeder, der persönliche Angaben bewertet, weitergegeben oder veräußert, muss von den Betreffenden dazu explizit ermächtigt werden. Sie benötigen für die Übermittlung von Adressdaten keine Einwilligung der Staatsbürger, so steht es im berichtsrechtlichen Rahmengesetz. Im Prinzip dürfen Kommunen ihre Informationen veröffentlichen, die Einwohner dürfen dem nur in wenigen Ausnahmefällen wiedersprechen.

Nach dem neuen Recht dürfen Registrierungsstellen Adressdaten verkaufen, auch wenn die Einwohner Einspruch erhoben haben. Dies sollte durch eine Ausnahme möglich sein, wenn die Angaben "ausschließlich zur Überprüfung oder Korrektur bestehender Angaben herangezogen werden". Das Weitergeben von Nutzungsdaten an Privatpersonen ist prinzipiell nicht mehr zulässig, sondern nur, wenn der Nutzer dem explizit zustimmt.

In der Statistik vieler Orte über die Zivilstandsinformationen sind mehr verborgen als sie aufzeigen. Sie verkaufen Daten über ihre Bewohner, halten aber nicht fest, inwieweit sie die Daten an welche Behörden weitergeben: Lediglich acht der 35 befragten Grossstädte geben sogar Aufschluss darüber, wie hoch der Prozentsatz der einfachen Zivilstandsinformationen für Unternehmen und Einzelpersonen ist.

Im Jahr 2011 lagen sie zwischen 81,8 (Kiel), 57 (Dortmund) und 25,4 Prozentpunkten (Freiburg), im Schnitt flossen zwei Dritteln der simplen Informationen an Privatpersonen. In den anderen Gemeinden wird in den Registrierungsunterlagen nicht zwischen Unternehmen, Ämtern und Körperschaften wie der Sammelstelle für die Rundfunkpflichtabgabe GEZ unterschieden. Die erhobenen Entgelte sind hier ein guter Indikator dafür, wie viel an Unternehmen und Privatpersonen weitergegeben wird - Ämter und die GEZ bezahlen keine Entgelte.

In sieben der befragten Städten werden zwar unkomplizierte Bürgerinformationen über ihre Einwohner verkauft, aber nicht erfasst, wie viel damit erwirtschaftet wird und wie viele Daten an Unternehmen gehen. Vollkommen intransparente Orte sind Bremen, Duisburg, Münster, Augsburg, Mönchengladbach, Krefeld und Oberhausen. Lediglich zwei der befragten Orte gaben ihre Meinung darüber ab, welche Unternehmen von ihnen einfachste Informationen aus dem Bürgerregister beziehen:

So fördert beispielsweise der Informationsdienst Einwohnerverzeichnis Bayern so genannte Power-User im Netzwerk - Unternehmen, die regelmässig viele Adressdaten über das Netzwerk gegen Entgelt abfragen. Die Firma garantiert ihren Kundinnen und Verbrauchern den Zugang zu Informationen über mehr als 12,5 Mio. Einwohner, "die täglich aus den örtlichen Bevölkerungsregistern der Gemeinden stammen". Darf der Land überhaupt Bankverbindungen erwerben und wird dafür gelobt, kann es auch mit viel unbedenklicheren Informationen aus dem Einwohnermeldeamt eintauschen.

Darf der Land überhaupt Bankverbindungen erwerben und wird dafür gelobt, kann es auch mit viel unbedenklicheren Informationen aus dem Einwohnermeldeamt eintauschen. Außerdem ärgert es mich, wenn ich in meinem Postfach personalisierte Werbebriefe vorfinde.

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