Adresshandel Datenschutz

Handel mit Adressen Datenschutz

Darf der Adresshandel dennoch nach der Grundverordnung zum Datenschutz erfolgen? Als Teil der zweiten Option versucht der Adresshandel, Daten aus allgemein zugänglichen Quellen zu extrahieren. Adressenhandel Jeden Tag werden wir mit der Werbebranche in Berührung gebracht. Es ist Teil des wirtschaftlichen Lebens und für viele Betriebe unentbehrlich. Zielsetzung der Werbekampagne ist es, die Kundschaft so direkt wie möglich anzusprechen.

Dazu werden ihre Anschriften und andere personenbezogene Angaben erhoben. Auf diese Weise werden die Adressaten selbst zu einem wirtschaftlichen Produkt. Es handelt sich um den sogenannten Adresshandel. Woher erhalten Firmen meine Informationen?

Für den Zugriff auf die werberelevanten Informationen gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Insbesondere ist es möglich, über Wettbewerbe, Gewinnspiele, Lotterien, Gewinnspiele, Informationsereignisse und ähnliches direkt auf die Bürgerdaten zuzugreifen oder diese über Kundenbindungsprogramme und Rabattsysteme zu erfassen. Als Teil der zweiten Option wird beim Adresshandel der Versuch unternommen, Informationen aus allgemeingültigen Datenquellen zu extrahieren.

Hierzu zählen Telefonverzeichnisse, Adreßbücher, Branchenverzeichnisse, Tageszeitungen und Ausstellungskataloge, Abonnentenverzeichnisse, öffentliche Verzeichnisse (Handelsregister, Vereinsregister) sowie Bekanntmachungen (z.B. Stellenanzeigen vom Standesamt, Geburtenbekanntmachungen und dergleichen). Manche Firmen machen die Reklame nicht selbst, sondern geben sie an ein anderes aus. Diese kann entweder die genauen Anschriften für die Anzeige aus dem eigenen Bestand selektieren oder einen sogenannten Adressenhändler bestellen.

Darf Direktmarketing nach der Grundverordnung zum Datenschutz erfolgen? Durch die Grundverordnung zum Datenschutz entfallen alle Detailbestimmungen des früheren BDSG über die Datenverarbeitung zum Zweck des Direktmarketings. Basis für die Bewertung der Zulässigkeit in der Grundverordnung zum Schutz der Privatsphäre bei der Datenverarbeitung für Direktmarketingzwecke ist neben der Zustimmung der betreffenden Personen oder einer vertraglichen Einigung mit dieser Personen ein Interessenausgleich gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f) DS-Gruppenfreistellungsverordnung.

"â??Die Datenverarbeitung persönlicher Angaben zum Zweck des Direktmarketings kann als Datenverarbeitung eines legitimen Interesses angesehen werden. "Die direkte Bewerbung kann daher nach der Grundverordnung zum Datenschutz zugelassen werden. Jeder Betreffende hat jedoch das Recht, dieser Anzeige zu widersetzen und muss auf dieses Widerrufsrecht aufmerksam gemacht werden. Bei der Bewerbung ist neben den Datenschutzbestimmungen immer das Kartellrecht zu berücksichtigen.

Werbeaktionen sind nur dann gesetzeskonform, wenn sie sowohl dem Datenschutz- als auch dem Kartellrecht entsprechen. Eine Werbeaktion kann prinzipiell den Datenschutzbestimmungen entsprechen, aber trotzdem gegen das Kartellrecht verstossen. Nach der Grundverordnung zum Datenschutz ist daher in vielen F�llen f�r das Direktmarketing keine explizite Zustimmung der betroffene Person erforderlich, da sich die Werbetreibenden in der Regel bereits auf ein berechtigstes à ?iges gew�hlt haben.

Wendet sich die Bewerbung an so genannte Marktakteure, d.h. an Menschen, die als Lieferanten oder Verbraucher von Waren oder Leistungen aktiv sind, ist in Einzelfällen eine Zustimmung erforderlich. Nach dieser Bestimmung ist eine kommerzielle Tätigkeit, die einen Betreiber unangemessen schikaniert, inakzeptabel. Das betrifft vor allem die Werbebranche, wobei sich zeigt, dass der betreffende Markteilnehmer eine solche Bewerbung nicht will (§ 7 Abs. 1 UWG).

Allerdings untersteht die Beachtung des Kartellrechts nicht der Aufsicht des nationalen Datenschutzbeauftragten.

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