Adresshandel Preis Pro Adresse

Anschrift Handelspreis Pro Adresse

Viele Anbieter berechnen einen Zuschlag pro zusätzlichem Kriterium. Sind die Adressen der Händler leicht zugänglich? Der Durchschnittspreis pro Adresse beträgt acht Euro. Der Adresshandel = Handel mit Postanschriften.

Adresshandel: 1,64 EUR für eine Adresse

Unangenehme Abrechnungen, gelegentlich eine Karte von befreundeten Personen mit zu viel freier Zeit - ansonsten hat sich der Postfach inzwischen zu einer Sammelstelle für Werbezwecke entwickelt. Wie bei der massgeschneiderten Onlinewerbung auf Google und Google gelangt die Werbebotschaft oft nicht aus Versehen in unsere Briefkästen. Zu wenigen Cents können Anschriften und Zusatzinformationen über die Lebenssituation, die Einkaufsmacht und die Belange der Einheimischen an jedermann verkauft werden.

Mit so genannten Adressverkäufern können Agenturen und Handelsunternehmen gegen einen kleinen Aufpreis auch die entsprechende Rufnummer erwerben, und zwar anscheinend ganz rechtmäßig. Es gibt in Deutschland mehrere dieser Adressenhändler, einer davon ist die Schober Direct Media mit Hauptsitz in Deutschland. Im Internet inseriert sie, dass sie in ihrer Datenbasis deutschsprachige Niederlassungen mit mehr als 300 zusätzlichen Features für je mehr als 30 Mio. Personen hat.

Die Schober - "the future of targeting" - stellt diese Informationen zum Kauf bereit, Mindestbestellmenge: 50 Adr. Durch Anklicken des Warenkorb-Symbols können Sie aus unterschiedlichen Alters- und Interessensgruppen sowie der gewünschten Gegend, der individuellen Einkaufskraft oder der Lebenssituation der Zielgruppen auswählen. Durch einen weiteren Mausklick können die 30 Mio. Anschriften nach den Details gefiltert und in den Einkaufswagen gelegt werden.

Die Dortmunder 18-30-Jährigen finden bei Schober 2.320 private Adressen, die für 1.415,20 EUR direkt zum Download angeboten werden. Bei Mengenrabatten sind das 61 Cents pro Adresse, bei der minimalen Bestellmenge kommt man zu einem einheitlichen Adresspreis von 1,64 EUR. Laut Schober verknüpft er Adress- und Einkaufsdaten der Otto Group mit mehr als 19 Mio. Gebäudeinformationen aus seinen eigenen bundesweiten "Einzelhausbewertungen".

Die Beschaffenheit einer Frontfassade und die vor der Haustür parkende Fahrzeugmarke fungieren als indische Ärzte für die hinter einer Adresse verborgene Nachfragemacht. Auf der Website von Schober Direct Media wird erklärt, dass all dies den Datenschutzbestimmungen entspricht. Derjenige, der sich in seiner Datenbasis befindet, hat der Verwendung seiner Adresse für werbliche Zwecke zugestimmt.

Darüber hinaus nutzen Adresskaufleute das Listprivileg, eine Ausnahme im BDSG. Dementsprechend können personen- und listenbezogene Informationen ohne Zustimmung der betroffene Personen bearbeitet, verwendet und weitergeleitet werden. Neben dem Nachnamen und der Adresse beinhalten die Listdaten auch viele andere Eigenschaften, die eine Personen als zu einer Personengruppe gehörig identifizieren, wie z.B. Golfer oder Kaffee-Trinker.

Sie können von Werbeunternehmen unter den verschiedensten Kontaktpunkten gekauft oder gemietet werden. Wenn Sie z.B. einem Hundehalterverband angehören, kann Ihr eigener Verband die Mitgliedsdaten an einen Adressenhändler verleihen, der sie dann an Werbeunternehmen und Handelsunternehmen weiterleiten kann. Letztendlich landen viele Werbungen im Postfach, das Hundehalter als Zielgruppen hat. So lange die Ausnahme in Geltung ist, kann der Adresshandel vollständig rechtmäßig abgewickelt werden, heisst es in einer BroschÃ?re des Staatsbeauftragten fÃ?r den Bereich Datensicherheit und Auskunftserteilung NRW (LDI).

"â??Da die grundsÃ?tzliche Zustimmung zur Datenweitergabe sehr eingeschrÃ?nkt ist, stellt dies nur eine geringe Basis fÃ?r den Adresshandel dar. Die rechtmäßige Veräußerung von Adressen zu Werbezwecken erfolgt nahezu ausschliesslich um das Listenprivileg", erläutert Nils Schröder, Pressesprecher des LDI. Auf eine telefonische Stellungnahme des Adresshändlers Schober Media Direct zu diesem Thema wurde verzichtet.

Der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens schrieb nur per E-Mail: "Informationen über die Verarbeitung von personenbezogenen Informationen werden immer nur auf dem postalischen Weg erteilt. Zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten stellen die Adresse Händler dann die betreffenden Profillinien auf Eiskanal. Diese sollen die Konsumenten vor unerwünschter Reklame schützen und die Händler vor Rechtsstreitigkeiten schützen.

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