Adresskauf Post

Anschrift Kaufmail

Niemand hat einen besseren Überblick: Die Post als Adresshändlerin In kaum einem Unternehmen oder einer Einrichtung gibt es einen größeren Adressüberblick als in der Post. Für dieses Wissen gibt es viele Unternehmen, die dafür zahlt: Die meisten von ihnen sind in der Schweiz: Egal ob Porsche, ING-DiBa oder die Kinderdörfer von SOS, sie alle haben Zugriff auf die Adressendatenbanken der DPDG. Wer wo lebt, das kennt die Post.

Das Unternehmen hat erklärt, dass es das "komplette Spektrum an Adressmanagementleistungen" anbietet. "Sie hält in der Zeit der Welle unerwünschter Werbeeinnahmen und nachrangiger Verträge", sagt sie in einer Presseerklärung, den umfangreichen Charakter des Adresshandels für "äußerst problematisch". Das Vierfeldergeschäft der Deutschen Post Direct ist kein Geheimnis:

Adressreinigung, Adressveredelung, Adressanalyse und -vermietung. Dazu gehören nicht nur die aktuellen sondern auch die bisherigen Adressangaben, wenn sie sich nach Umzug, Hochzeit oder Ehescheidung verändert haben. Dies ist für Unternehmen von Interesse, die vermeiden wollen, dass ihre Transporte ins Nichts führen. Doch die postalische Referenzdatei kann mehr als nur die Adresse abgleichen: Sie bietet auch Informationen über das jeweilige Lebensumfeld und Geodaten zur Raumlokalisierung.

Diese gehört zum Bereich "Adressverbesserung". Mit Hilfe von Geo-Koordinaten können Unternehmen Anschriften in elektronischen Landkarten anzeigen und lokal zuweisen. Allerdings kann mit Angaben über das jeweilige Lebensumfeld, der sogenannten Mikrogeographie, mehr erreicht werden: Aber reale Erkenntnisse wie die Anzahl der Kinder, das Einkommensniveau oder die Kaufabsicht sind nicht die Grundlage für das Ganze, denn die Post hat sie nicht und wird sie wahrscheinlich nicht nutzen.

Sie stellen im Zuge von Haushaltsbefragungen für den Adressenhandel goldwertige Informationen zur Verfügung. Unter dem wunderschönen Namen "Lifestyle" werden bei der Post Direct rund 6 Mio. solcher Datenbestände gehandelt. Ausgehend von dieser Datenbasis können Unternehmen zielgruppendefinierte Anschriften für den Einzel- oder Mehrfachgebrauch anmieten - ab 5000 Sendungen. Egal ob für das Adressmatching oder die Ansprache von Zielgruppen, das Leistungsspektrum der Post wird umfassend in Anspruch genommen, das Kundenspektrum erstreckt sich vom Automobilhersteller bis zum Zeitschriftenverlag: ING-DiBa verwendet sowohl die Angaben der DPAG als auch Procter & Gamble, Porsche oder die SVKinderdörfer.

Wenn Sie wissen wollen, welche personenbezogenen Angaben die Post speichert und woher sie kommt, können Sie sich gerne an die Firma wende. Das Verbraucherzentrum Schleswig-Holstein hat einen Musterbrief erstellt, mit dem Sie auch der Verwendung Ihrer Angaben Widerspruch einlegen können. Auch bei Werbebriefen, die mit einer persönlichen Ansprache versehen sind, hilft der Sticker wenig.

Ernsthafte Werbetreibende vergleichen ihre Adressbestände mit den in der Robinson-Liste aufgeführten Adressen und entfernen sie aus der Mailingliste.

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