Arbeit

funktionieren

Auch die Freizeitgestaltung ist Teil der Arbeit. Psychenarbeitsprogramm der Joint German Occupational Health and Safety Strategy (GASP) Freizeit ist auch Teil der Arbeit. Genesung bedeutet also nicht immer, "nichts zu tun". Freizeit wird in der modernen Welt mit ihrer sich ständig weiterentwickelnden Berufswelt immer wichtiger. Einerseits, weil die Möglichkeiten dafür immer mehr abnehmen - sei es zum Beispiel durch zunehmende Arbeitskonzentration, erhöhte Mobilitätsbedürfnisse, die ständige Kommunikationsmöglichkeit oder Konflikte um die Vereinbarkeit mit privatwirtschaftlichen Dingen.

Andererseits, weil die Zeit für die Freizeit zu einem knappen Gut wird und manchmal auch hier Effizienzstrategien erforderlich sind. Ein aktuelles Recovery-Defizit kann idealerweise am Folgetag, längstens am Wochende, kompensiert werden. Der daraus resultierende "Forderungseinzug" kann zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit mit sich bringen, die durch eine übliche Eintreibungsphase abends oder am Wochende nicht mehr kompensiert werden kann und sich summiert.

Damit unter solchen Bedingungen die übliche Arbeit geleistet werden kann, muss der eigene Aufwand erheblich erhöht werden, was das Genesungsdefizit weiter erhöht, da Müdigkeit und Abgeschlagenheit explosionsartig zunehmen.

im Gange

Das Bundesamt für Antidiskriminierung hat Ende 2010 ein Gutachten zur Diskriminierung von Trans*-Personen, vor allem im Berufsleben, veröffentlicht. Betrachtet man die Ergebnisse internationaler Untersuchungen, so stellt man fest, dass 30-40% der Transgender aufgrund ihrer trans*-Existenz nicht in der Bewerbung berücksichtigt werden, 15-30% der Transgender aufgrund ihrer trans*-Existenz ihren Arbeitsplatz verliert und Transgender mehr als der Durchschnitt von Erwerbslosigkeit befallen sind - bis zu 50% im Gegensatz zu 5-10% der Gesamtpopulation.

Über die Hälfe aller Teilnehmer erklärten, dass sie im Laufe eines jeden Jahrs zumindest eine Benachteiligung aufgrund ihrer geschlechtsspezifischen Identität erfahren haben. Häufige Erfahrungen mit Diskriminierungen können einer der Gründe dafür sein, dass 47% der Teilnehmer von Transgender-Personen am Arbeitplatz nie offen mit ihrer Tranidentität umzugehen haben. Außerdem lebt nur 21% der Teilnehmer ihre Transzidentität am Arbeitplatz offen aus.

Fast alle Teilnehmer - über 90% - erklären aber auch, dass sich ihre Lebensumstände bessern würden, wenn sich entweder Menschen aus dem Öffentlichen Dienst wie z. B. in den Bereichen Forschung, Industrie, etc. oder staatliche Einrichtungen für die Förderung von Trans*people aussprachen. Das Ergebnis ist beunruhigend und zeigt, dass Transgender auf dem Arbeitsleben vor ganz besonders großen Schwierigkeiten gestellt werden.

Hier setzt das Vorhaben "Trans* in Arbeit" an, das mit einer finanziellen Förderung aus dem PROGRESS-Programm der EU Massnahmen zur Verbesserung der Lage von Transgender in Arbeit und Beschäftigung durchgesetzt hat. Hauptziel des Projekts war es, die Lage von Transgendern im Arbeits- und Berufsbereich zu verbessert und die Diskriminierung aufgrund von Geschlechteridentität oder Geschlechterexpression zu reduzieren.

Hauptzielgruppe des Projektes waren Key People aus den Sparten Arbeit und Ausgestaltung. Hierzu gehören z. B. Personalleiter und leitende Angestellte in Betrieben, Mitglieder des Betriebsrats oder des Betriebsrats, Vertreter der Agentur für Arbeit und der Tarifpartner, LGBT-Mitarbeiternetzwerke, Vertreter öffentlicher Verwaltungen in Europa, Bund und Ländern sowie Transgender und Intersexuelle und deren Partner. Es wurde mit Mitteln aus dem PROGRESS-Programm der EU finanziert.

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