Arbeiten im Callcenter

Im Call Center arbeiten

Ganz zu schweigen von den Jungs, die dort arbeiten und Anrufe von verzweifelten Kunden entgegennehmen. Arbeit in der Hölle des Großraums In der Call-Center-Branche wachsen die Rahmenbedingungen und damit die nutzenbringenden Arbeitsumgebungen. Der Lohn ist niedrig, Monitoring, Geräusche und Streß sind gratis. Die Call-Center-Agentin Vermena muss das Gelächter ersticken, aber vorsorglich hebt sie ihr Headset-Mikrofon an. "Die 35-Jährige sagt: "Manchmal macht die Beschäftigung auch Spaß".

Doch vor allem ist sie reiner Streß. Pro Arbeitsschicht muss sie 350 bis 400 Kundenanrufe bearbeiten.

Das ist der tägliche Arbeitsalltag von landesweit rund um die Uhr tätigen Call-Center-Agenten, die im Namen großer Versicherungsgesellschaften, Kaufhäuser oder Reiseportale für ihre Kundschaft tätig sind. In kaum einer anderen Industrie ist der Dauerstress so ausgeprägt wie in dieser. Hohe Belastungen, ständige Kontrollen und schwache Löhne sind in der Industrie weit verbreitet. Es sind vor allem in erster Linie Menschen, von denen man verlangt, dass sie geduldig, einfühlsam und kommunikativ am Ende sind.

Abhängig vom Unternehmen repräsentieren 50 bis 95 Prozentpunkte der Mitarbeiter auf der niedrigsten Hierarchiestufe. Die Tatsache, dass die Call Center auch an Sonn- und Feiertagen zugänglich sein müssen, wird von den Damen genutzt, die sich am Wochende nicht um die Betreuung der Kinder bemühen müssen. Laut CCV-Vorstand generiert die Industrie an Sonn- und Feiertagen einen Teil des Gesamtjahresumsatzes, der in jüngster Zeit 21 Mrd. anstieg.

"Es kann nicht angehen, dass man am Sonntag arbeiten will. Der ausgebildete Ergotherapeut ist erfreut, überhaupt einen Job zu haben. Sei einfach nicht erwerbslos, solange du keinen Hartz 4 hast. Aber seit sie für das Call Center arbeitet, hat sie nach der Arbeitsschicht keinen Familiencharakter mehr. Das liegt an einem Berufsalltag, der viel zu bieten hat:

Sobald die Verschiebung beginnt, muss sie mit voller Kraft erfolgen. "Unabhängig davon, was der Auftraggeber will, ob er eine Order aufgibt oder sich beschwert, muss sie gemeistert werden. Aber auch das Konsumentengespräch - "nicht jeder ist sympathisch oder hat simple Wünsche" - ist nur ein Teil der Tat. Sie kennen keine Unterbrechungen, auch keine gesetzlichen Bildschirmunterbrechungen (zehn Stundenminuten).

Die Arbeit findet unter einer Leuchtstoffröhre statt, der Fußboden ist mit Teppichen bedeckt und die Konversationen der anderen Call Center Agents bekommt sie auch. Bereits jetzt wisse die Gewerkschaft ver.di etwas, habe aber Schwierigkeiten, den wachsenden Sektor zu managen. Im ganzen Land gibt es etwa 70000 Call Center. Die Mitarbeiter arbeiten in vielen Unternehmen bis zu 14 Arbeitsstunden pro Tag.

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