Bertelsmann Buchclub

Buchclub Bertelsmann

"Keine Aussicht ": Clubmodell im Internetzeitalter hat sich bewährt Der Buchclub der Bertelsmann Direct Group ist gerade dabei, seinen Buchclub zu begraben - auch wenn er zunächst nicht so aussähe. Im Online-Shop gibt es keine Hinweise darauf, dass der Verein zum Ende des Jahres ausläuft. Bestehende Kunden wurden jedoch nun per E-Mail darüber informiert, dass der Verein nach einer "sorgfältigen Wirtschaftsanalyse" bald geschlossen werden würde.

Insbesondere die Gardine wird einen Tag vor dem Weihnachtsfest fallen, denn die Gäste können nur bis zum 24. Februar um 10.00 Uhr beim Verein einkaufen. Die Bertelsmann AG versichert, dass alle Kundinnen und Servicekunden ihre Aufträge noch bis zum Heiligen Abend erhalten werden. Gleichzeitig läuft bereits ein Parallelverkauf, bei dem die Konsumenten lizenzierte Ausgaben von Bänden erwerben können, die ausschließlich für Bertelsmann hergestellt wurden und daher nur über den BookClub erhältlich sind.

Zum Angebot des Vereins gehören auch die gängigen Buchhandlungen, die der Kunde in dieser Weise auch bei anderen Lieferanten beziehen kann. Bertelsmann will seinen Umsatz nicht vor dem Weihnachtsfest auf andere Buchhändlerparaden ausweiten. Es entspricht auch dieser Philosophie, dass Bertelsmann kein weiteres Geschäft mit der Clubmarke oder den Clubkunden machen will.

Da Bertelsmann kein zweites Versandgeschäft unterhält, ist ein weiteres Geschäft innerhalb des Konzerns nicht möglich. Auf diese Weise können die Benutzer die von ihnen im Klub gekauften elektronischen BÃ??cher weiterlesen. Vor anderthalb Jahren hatte Bertelsmann bekannt gegeben, dass der Buchclub Ende 2015 aufgelöst wird. Seither wurden alle 52 Niederlassungen, die im Juli 2014 noch im Rahmen des Buch-Clubs bestehen, stillgelegt.

Bertelsmann hat seine jüngste Niederlassung erst im MÃ??rz 2015 aufgelassen. Bertelsmann hatte sich entschieden, das Unternehmen zu beenden, weil es seit Jahren rückläufig war. Dies habe ergeben, dass es für das Vereinsgeschäftsmodell "keine realisierbare wirtschaftliche Perspektive" gebe. Der Buchclub hatte unter anderem damit zu tun, dass sich die Verbraucher im Internetzeitalter immer weniger an einen einzigen Provider halten.

Aber das war die Grundlage für das Business-Modell des Vereins. Neben den normalen Buchhandlungen konnten die Kundinnen und Kunde auch preiswertere Versionen erwerben, die ausschließlich bei Bertelsmann erhältlich waren. Diejenigen, die eine solche Lizenz-Edition mit eigenem Design und anderem Umschlag wollten, bekamen den vergünstigten Tarif nur, wenn sie dem Buchclub angehören würden. Als Gegenleistung mussten sich die Käufer dazu verpflichtet haben, jährlich mind. vier Exemplare zu erstehen.

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