Brief Dauer

Dauer des Briefes

¿Wie gehen Sie mit Ihren Briefen richtig um? Laufzeit eines Briefes innerhalb Deutschlands. In der Post werden Briefe viel langsamer transportiert, als sie es verspricht.

Geschwindigkeitstest: Die DP ist so schleppend bei der Auslieferung.

Die Zeit des Advents ist die Zeit des Briefes. Ungeachtet von E-Mail, Facebook-Nachrichten, SMS-Gruß und elektronischen Glückwunschkarten wächst der Postberg im Advent immer weiter an und verdoppelt die Zahl der Postkarten und Briefe von rund 70 auf mehr als 140 Mio. pro Tag. Alle wollen, dass ihre Briefe rechtzeitig ankommen, am liebsten am Vortag. Wie von der Deutschen Postbank versprochen.

Aus Berlin, Bremen, Frankfurt und Würzburg wurden 20 Postsendungen an sieben unterschiedliche Adressaten über fünf Tage verschickt. Tags darauf haben die meisten von ihnen die gesuchte Mail sogar in ihren Briefkästen gefunden. Aber von den 100 Buchstaben trafen 24 spätestens einen Tag später ein. Daraus ergibt sich eine Lieferquote von 76 vH.

Angesichts des riesigen Briefaufkommens pro Tag kann von einem Repräsentativtest keine Rede sein. Mit 66 Mio. versendeten Schreiben pro Tag entspricht 20 Testbriefen nur 0,0003 pro Mille. Aber Statistiken oder nicht: Mehr als fünf Prozentpunkte der Schreiben werden als verspätet empfunden. Erst am folgenden Donnerstag fanden ihn seine Abnehmer in seinem Postfach in Berlin.

Auch eine kürzere Route war in unserem Versuch keine Gewähr für eine termingerechte Zustellung: So kam zum Beispiel ein am Donnerstag in Würzburg in den Postfach geschleuderter Prüfbrief in der nur 19 Kilometern entfernt gelegenen Weinstadt Dettelbach erst zwei Tage später bei seinem Adressaten an. Denn die Adressaten hätten ihren Posteingang entleeren können, bevor der Briefträger ankam.

Auf der anderen Seite würde dies nicht erklären, warum ein Brief nicht nur einen Tag, sondern mehrere Tage später als geplant in den Besitz des Adressaten gelangt. Darüber hinaus ist es für die Versender schwer abzuschätzen, bis wann sie einen Brief in das gelb markierte Feld gelegt haben müssen, um sicherzustellen, dass er am folgenden Tag eintrifft.

Bei unserem kleinen Versuch wurden die Schreiben bis 12 Uhr verschickt. Aber auch auf eigene regelmässige Prüfungen mit rund 660'000 Briefen weist die Schweizerische Bundespost hin, die bestätigen, dass im Durchschnitt 95 Prozentpunkte der Briefpost am nÃ? "Es kann verschiedene Gründe dafür geben: z.B. Postsendungen nach dem letzen Leeren der Mailbox oder Verspätungen durch Wetter- oder Verkehrseinflüsse.

"Auf der Website der Schweizerischen Bundespost steht zuversichtlich: "Mit unseren kurzen Laufzeiten für Briefpost werden Sie die hohe Servicequalität am besten spürt. "Die Versprechung: 95 Prozentpunkte aller Schreiben würden ihre Empfänger am nÃ??chsten Arbeitstag eintreffen. Gesetzliche Anforderung ist eine Lieferquote von 80 vH. "Dass der von der Schweizerischen Bundespost genannte Satz von 95 Prozentpunkten höchst fragwürdig ist, zeigen die täglich bei uns eingehenden Einwände.

"Mit einer Lieferquote von 76 Prozentpunkten erfüllt das Unter-nehmen nicht einmal die rechtlichen Anforderungen, bemängelt Müller. Die Universalpostverordnung (PUDLV) sieht nämlich vor, dass "von den an einem Arbeitstag zugestellten Inlandsbriefen am ersten Arbeitstag nach dem Tag der Zustellung und zu 95 v. H. am zweiten Arbeitstag nach dem Tag der Zustellung zugestellt werden" müssen.

Würde sie unter die 80-Prozent-Grenze fallen, wäre sie recht scharf und könnte die Schweizer Luftwaffe kostspielig werden. Hier erfüllt das Unter-nehmen nach Angaben der für die Aufsicht verantwortlichen BNetzA seine Aufgabe. "In den letzten Jahren hat die Schweizerische Bundespost immer über dem erforderlichen Niveau gelegen", sagt sie. "Es gibt jedoch keine unabhängigen Prüfungen seitens der Eidgenössischen Netzagentur - die Autorität stützt sich ausschliesslich auf die Angaben der Schweizerischen Bundespost.

Im Gegenzug hat die Schweizerische Bundespost das Hamburger Quoteninstitut mit der Überprüfung der Lieferqualität beauftrag. Auch das ist TÜV-zertifiziert, betont die Schweizerische Bundespost. Dennoch steckt die Schweizerische Bundespost als Kunde dahinter und legt jedes Jahr ein Umfrageergebnis vor, das die Zustellrate von 95 nachweist. Es ist für DVPT-Vorstand Müller absurd, dass sich die Filiale praktisch selbst aufspürt.

Seltsam ist aus Müller's Blickwinkel jedoch, dass sie erst seit der eigenständigen Überprüfung der Zustellrate durch die Schweizerische Bundespost diese fantastischen 95 prozentigen Werte erreichte - vorher waren es sechs bis acht prozentuale Rückgänge. So lange sich in Berlin Bundesregierung und Widerstand verlangsamen, kann sich die Bundespost aufhalten. Denn sie hat kaum nennenswerten Wettbewerb auf dem Buchhandel.

Jeder, der eine Rechnung oder Privatpost schickt, fällt in der Regel auf das ehemalige Staatsunternehmen zurück. Jetzt will die Schweizerische Bundespost aber zu Jahresbeginn das Entgelt erhöhen: Vor allem, weil die Schweizerische Bundespost in Europa immer noch im mittleren Bereich liegt: So sind beispielsweise die Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich noch ein paar Cents höher - die nordische Zeitung berechnet mehr als das Doppelte.

Höchste Servicequalität? Seit vielen Jahren sind wir das einzige Dienstleistungsunternehmen, das an sechs Tagen in der Welt die landesweite Basispost für alle anbietet", erläuterte Jürgen Gerdes, Vorstandsmitglied der Dt. Pos. für den Geschäftsbereich Brief, in einer Presseerklärung.

"Doch gerade im Zuge der Zunahme der Briefporto insbesondere im nächsten Jahr sehen die Postkunden-Lobbyisten Müller eine Chance: für mehr Konkurrenz. Solange das Traditionsunternehmen aber weiterhin Grosskunden bis zu 38% Rabatt gewähren kann, werden kleine Wettbewerber kaum einen Schritt vor die Haustür setzen können.

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