Briefkastenfirma Berlin

Postfachfirma Berlin

Ist eine Briefkastenfirma keine echte Firma? Doch wie funktioniert eine Mantelgesellschaft? Bürgerservice Das große Geschäft mit Protz-Adressen in Berlin.

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So genannte Brieffachgesellschaften (auch bekannt als Brieffachunternehmen oder Briefkastenfirmen) gibt es, wenn ein Betrieb nur eine Postanschrift am Firmensitz hat und durch einen Dummy Director repräsentiert wird, das eigentliche Management- und operativgeschäft aber an einem anderen Standort erfolgt - oft in einem anderen Land.

Die offiziellen Firmensitze befinden sich oft in Offshore-Finanzzentren oder angeblichen Steuerparadiesen. Das Gründen einer Briefkastenfirma ist nicht verboten. Weil Postfachfirmen oft dazu benutzt werden, Vermögenswerte zu verschleiern, Unternehmen zu verstecken und Abgaben zu hintergehen, werden sie zunehmend von Staatsanwälten und Finanzbehörden angegriffen. 11,5 Mio. Belege zu 214.000 Postfachunternehmen - das ist die beeindruckende Datenmenge, die aus einer anonymen Quellenangabe an die Süddeutsche Tageszeitung weitergegeben wurde.

Offensichtlich wurden die Postfachfirmen in Panama weitgehend von der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama begründet, deren Dateien geknackt wurden. Sie hatte den Vorwurf, bei der Bekämpfung von Steuerschwindel und Geldwäscherei zu helfen, zurÃ??ckgewiesen. Schliesslich sind die Unternehmen nur rechtlich an der Entstehung der Unternehmen interessiert und werden dann an Vermittler verkauft.

Panama bemüht sich unter dem Einfluss der OECD und vor allem der USA darum, sein Image von einer Steuerparadiese zu einem ernstzunehmenden Finanzzentrum zu verändern. Die Bundesregierung hatte als Antwort auf die Panama-Papiere auch im Juli 2017 die Einrichtung eines Transparenzregisters für Unternehmen in Deutschland entschieden. Durch das Umsetzungsgesetz zur Vierten Geldwäscherichtlinie der EU, die EU-Geldtransferverordnung und die Neuordnung der Zentrale für Finanztransaktionsbeschaffung wurde das Geldwäschereigesetz überarbeitet und die Transparenzstelle in Deutschland aufgesetzt.

Der Transparenzkataster beinhaltet Informationen über den "wirtschaftlichen Eigentümer" in gewissen Aufteilungen. Begünstigte sind in der Regel natürliche Persönlichkeiten, die - direkt oder indirekt - mehr als 25 Prozent der Gesellschaftsanteile oder mehr als 25 Prozent der Stimmen haben. Im Bedarfsfall kann der Rechtsvertreter oder der Geschäftsführer auch der wirtschaftliche Eigentümer sein.

Die Gründung von geheimen Postfachfirmen auf Bundesebene ist daher wesentlich schwieriger. Der durch die Panama-Papiere verursachte Luftdruck auf so genannte Steuerparadiese wird auch im internationalen Bereich hoch bleiben. Für die Zukunft ist mit einem hohen Tempo zu rechnen. ROSE & PARTNER's Anwälte sind alle sowohl Steuerrechtsspezialisten als auch -berater und haben Erfahrungen in der strafrechtlichen Betreuung von Mandanten im Rahmen von Unternehmen in Panama und anderen Steuerparadiesen.

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