Briefkastenfirma im Ausland

Offshore-Gesellschaft

Hat eine Briefkastenfirma ihren Sitz im Ausland, wird oft das Synonym des Steueroasen verwendet. Was glaubst du, warum die Elite ihr Geld anonym ins Ausland bringen wird? Ich will eine Scheinfirma gründen: Das gilt nicht nur für Milliardäre.

Die Gründung einer Briefkastenfirma, auch Offshore-Firma oder Offshore Company oder Offshore Company genannt, ist viel einfach. Sie werden nur als Zwischenhändler verwendet, damit das schmutzige Business nicht auf das eigene Haus abfällt. Sie müssen nur drei simple Arbeitsschritte ausführen: Schnellsuche bei Google nach "offshore company" Herzlichen Glückwunsch, Sie besitzen jetzt Ihre ganz eigene offshore company!

Jeder, der meint, dass die Errichtung einer Briefkastenfirma nur für Milliardäre und Großunternehmen ist, hat einen großen Fehler gemacht. Der Aufwand für die Errichtung und Wartung einer Offshore-Gesellschaft liegt zwischen 2000-3000 EUR (ca. 2000 EUR für die Errichtung einer Gesellschaft und ca. 500 EUR für die Instandhaltung). Am Ende der ersten 12 Monaten zahlen Sie ca. 1000 Verwaltungskosten pro Jahr zuzüglich 500 EUR Wartung.

Wenn Sie also kein Milliardär sein müssen, für wen zahlt sich das Business weit weg von der Staatskasse aus? Der Währungsinselurlaub macht sich für alle bezahlt, die jedes Jahr mehr als 1.500 EUR an Abgaben an den Heimatstaat zahlen müssen: Firmen, Nachkommen und andere Freundinnen und Bekannte des steuerfreien Berufslebens ließen hier ihr Glück: Es gibt keine Warenversicherung.

Eine erfahrene Versicherungsexpertin erläutert, welche davon für Ihr Business wirklich wichtig sind. Das Gründen und Besitzen eines Briefkastenunternehmens ist sicher nicht gesetzlich ahndbar. Trotzdem stellt sich die Frage, warum ein Betrieb auf der 15000 Einwohner zählenden Insel Antiquilla ein eigenes Betrieb gründen würde. Aus den jüngsten Enthüllungen aus Panama haben wir einige Industrien und namhafte Firmen gesammelt, die auf den steuerbegünstigten Inselchen ein Marktpotenzial zu sehen scheinen:

Die Panama Papiere: Was ist eine Mantelgesellschaft?

Die Panama Papiere Was ist überhaupt eine Mantelgesellschaft? In Panama sorgt die Enthüllung über Postfachfirmen für Aufregung. Aber was für eine Art von Unternehmen sind das? Postfachfirma - was ist das denn schon? Grundsätzlich sind Postfachunternehmen nur Umschläge mit einem amtlichen Registrierungsdatum und Unternehmensnamen, hinter denen keine oder nur eine begrenzte Geschäftstätigkeit besteht.

Letztendlich haben sie nur die Funktion, Vermögenswerte zu managen. Sie befinden sich sehr oft in entlegenen Gebieten in so genannten Steuerparadiesen wie den Bahamas oder den British Virgin Islands, weshalb sie auch als "Offshore Companies" bezeichnet werden. Postfachfirmen haben manchmal einen "Dummy Director", der im Zweifelsfall nur ein einfacher Reiniger sein kann und mit seinem Name und seiner Signatur für dieses Unternehmen steht - aber nur oberflächlich das Schicksal des eigenen Hauses mitbestimmt.

Oft sind es sogar die Zwischenhändler, Vertrauenspersonen, Consultants oder Rechtsanwälte einer Personen oder eines Unternehmens selbst, die für die Unternehmensgründung verantwortlich sind. Häufig wird ein ganzes Netzwerk anderer Unternehmen um nur eine einzelne Briefkastenfirma herum gebildet, die sich aber nur auf eine einzelne Personen oder Unternehmen zurückführen lässt.

Mit dieser Aufgabe betraute Firmen wie die jetzt im Rampenlicht stehende Moskauer Fonseca-Gruppe (MF) in Panama gründeten im Auftrag der Kundschaft solche fiktiven Einheiten und berechnen dafür Honorare. Dabei hatte es sich die Firma zur Aufgabe gemacht, im Vorfeld mehrere tausend Briefkastenfirmen zu errichten und diese dann zu potenziellen Mandanten zu bringen und unterschiedliche Tarnmodelle zu entwickeln.

Bereits vor einem Jahr meldete die Sueddeutsche Zeitungen, dass die Firma auch ihren Mandanten Gründungsmodelle anbietet, bei denen auch Dummy-Direktoren ueber ein grosses Vermoegen verfuegen und oberzueglich eine Non-Profit-Organisation als Beguenstigte des Stiftungsvermoegens in Anspruch nehmen. Welche Ziele werden bei der Gründung von Mailbox-Unternehmen verfolgt? Inhaber von Postfachfirmen können berechtigte Vorlieben haben: Sie müssen sich an die Regeln halten:

Allerdings sind viele Gründe für die Gründung einer Briefkastenfirma unzulässig. Ein Herrscher kann zum Beispiel ein besonderes Anliegen haben, sein eigentliches Glück geheimzuhalten, wenn es aus dubiosen Transaktionen kommt oder wenn er befürchtet, zu Hause durch Umsturz oder Aufstand der Macht beraubt zu werden und seinen Besitz zu verlier. Ähnlich kann ein Chef der Mafia ein Briefkastenunternehmen kaufen, um seine rechtswidrig erworbenen Vermögenswerte zu "waschen", zum Beispiel durch Drogen- oder Waffenhandel. In diesem Fall kann es sich um einen Briefkastenfirma handeln.

Derartige Postfachfirmen können auch terroristischen Organisationen zuarbeiten. Allein die Errichtung einer Briefkastenfirma ist nicht rechtswidrig. Ein Privatmann, der sein Kapital in Deutschland besteuert und dann ein Unternehmen in Panama kaufen will, begangen kein Vergehen. Es ist auch möglich, Wohnort und Vermögenswerte ins Ausland zu verlagern und dann von vorteilhafteren Steuersätzen mitzunehmen.

Verbleibt der Sitz jedoch in Deutschland, muss der Eigentümer eines Briefkastenunternehmens dort Vermögenswerte und Erträge wie jeder andere Steuerpflichtige offen legen und Steuern abführen. Trifft er dies nicht und überweist sein geheimes Kapital ins Ausland, macht er sich wegen Veruntreuung wegen Veruntreuung zur Rechenschaft verpflichtet. So kann beispielsweise eine Hausbank, die über eine ausländische Tochtergesellschaft eine Briefkastenfirma in Panama für ihre Kundschaft arrangiert, in Einzelfällen auch wegen Hilfeleistung und Anstiftung verfolgt werden.

Briefkastenstrukturen können strafrechtlichen Handlungsträgern als "Schattenspender" fungieren und dazu beitragen, unbemerkt illegale Mittel zu bewegen und so vor Verfolgung zu schützen. Das Verhalten solcher Mailbox-Unternehmen wurde bereits durch eine Vielzahl von früheren Offenbarungen hervorgehoben. Darunter die so genannten Offshore-Lecks, die 2013 unter anderem aus zwei der weltgrößten Treuhandanbieter die Daten von Kunden in Steuerparadiesen öffentlich machten.

Zu diesem Zeitpunkt betrafen die Angaben 130.000 Personen, die ihr Kapital steuerlich effizient und diskret in Steuerparadiesen abgestellt hatten. Auch die deutschen Kreditinstitute waren in den letzten Jahren in die Medien gekommen, weil sie vermögende Privatkunden über ausländische Niederlassungen wie die HSH Standardbank oder die Commerzbank in Steuerparadiese gebracht hatten.

Mehr zum Thema