Cloud tk Anlage

Wolken-Tk-Anlage

Der Klassiker PBX ist out: PBXs aus der Cloud Das Cloud Computing beherrscht die ganze Stadt. Ausgehend von einem innovativen Delivery-Modell in der Softwareindustrie, bei dem Applikationen nicht mehr dezentral im eigenen Netzwerk sondern in der öffentlichen Cloud eingesetzt werden, hat sich der Umgang mit der IT grundlegend gewandelt. In der Zwischenzeit können Geschäftsanwendungen für jede Fachabteilung aus der Cloud bezogen werden.

Nach einer Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) verfügen 91% aller befragten Unternehmungen über eine eigene Telefonie-Lösung. Der Internet-Pionier hat mit Amazon Web Services (AWS) ganze Datenzentren in Betrieben aufgelöst und den Terminus "IaaS" (Infrastructure as a Service) bekannt gemacht. Durch den Einsatz von internetbasierten Softwareentwicklungsplattformen wie Google App Engine, Microsoft Azure, Amazon's Elastic Compute Cloud (EC2) oder Heroku, die den Betrieb eigener Applikationsserver unnötig machen, ist der Terminus "PaaS" (Platform as a Service) geworden.

Dabei werden Faxgeräte im Office immer mehr durch Online-Faxdienste, DVD-Player durch Video-Streaming-Dienste á la Netflix und Audiosysteme und CD durch Cloud-Services wie Spotify oder Simfy durchgesetzt. Das Telefon der Zukünfte heisst "Cloud TK" oder "Hosted PBX" (Private Branch Exchange) oder " IP-Centrex ". Analog-Telefonsysteme und ISDN-Systeme, die sich im Untergeschoss befinden und von den Firmen selbst bedient werden, werden durch die virtuellen Telefonsysteme in der Cloud aufgesetzt.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Alle Funktionalitäten einer Standard-TK-Anlage werden im Rechenzentrum eines Fachdienstleisters gehostet und über das Netz zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung der Anlage geschieht in einer zentralen Webanwendung und bedarf keiner besonderen Kenntnisse. Sie können hier z.B. die Einstellung vornehmen oder die Anrufliste für entgangene oder beantwortete Gespräche einblenden. Ausschlaggebend dabei ist, dass die TK-Anlage die von ISDN-Telefonen gewohnte Sprechqualität bietet und selbst an das konventionelle Fernsprechnetz angebunden ist.

Zu den Hauptvorteilen virtueller PBXs gehören im Wesentlichen diejenigen, die Cloud Computing bei Geschäftsanwendern immer populärer machen: Kosteneinsparungen und Transparenz, Scalierbarkeit, der Verzicht auf teure Hardware-Investitionen, Wartungsfreiheit, hohe Zuverlässigkeit und FlexibilitÃ?t, Zukunftssicherung durch stÃ?ndige Aktualisierungen durch die Provider und die Möglichkeit fÃ?r das Unternehmen, sich durch Outsourcing weniger komplexer Unternehmensprozesse auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Über diese grundlegenden Vorteile hinaus bieten Cloud-TK-Lösungen ein innovatives und breites Spektrum an Dienstleistungen, das weit über die gewohnten Funktionalitäten einer herkömmlichen TK wie Rufumschaltung, Gruppenruf oder Rufumleitung hinausgeht. Beispielsweise können Sie von jedem Punkt aus (im BÃ??ro, Home Office, auf der StraÃ?e oder beim Kunden) und mit verschiedenen EndgerÃ?ten (verkabelte oder auf digitale Telefonie, Computer mit Softphone oder Headset oder Mobiltelefone und Smartphones) auf das zentral gelegene Cloud-System zugreifen.

Das umfassende Leistungsangebot der modernen Cloud-Telekommunikationsdienste umfasst auch spannende "nice-to-have"-Features wie Voicemail, elektronische Faxe (Mail2Fax und Fax2Mail), einzelne Wartemusiken und Queues, Videokonferenzen sowie die Option einer nahtlosen Integration der Telephonie in Geschäftsanwendungen wie ERP- oder CRM-Systeme. Die Fixed Mobile Convergence ist eine der innovativen Features, die viele Cloud-Telekommunikationsanbieter anbieten.

Damit können Firmen die Smart-Phones ihrer Mitarbeitenden in das Cloud-System integrieren und als eigenständige Erweiterung einsetzen. Gerade in der modernen Unternehmenswelt, in der das Thema mobiles Computing und die damit einhergehende Mitarbeitermobilität immer wichtiger werden, können die mit FCM verbundenen Vorzüge für den Nutzung der Cloud-Telefonie entscheidend sein.

Mitarbeitende, die im Heimarbeitsplatz oder beim Auftraggeber tätig sind oder auf Geschäftsreisen sind, sind nicht nur kostenfrei, sondern auch viel besser erreichbar. Kleine und mittlere Unternehmen sowie große Unternehmen mit mehreren tausend Beschäftigten können von einer PBX aus der Cloud zulegen. In der Realität scheint es jedoch noch nicht so, dass die deutschen Unternehmen das Potential von Cloud-basierten Telekommunikationslösungen erkannt haben.

Dies bestätigt eine Studie, die im vergangenen Jahr von Pierre Audoin Consultants (PAC), einem Marktanalyse- und Beratungsunternehmen, unter rund 150 Betrieben mit 20 oder mehr Beschäftigten aus verschiedenen Industrien erstellt wurde. Danach verwenden 91% aller untersuchten Unternehmen ihre Telefonie-Lösung selbstständig. Bei sechs Prozentpunkten der Teilnehmer werden Managed Services und bei zwei Prozentpunkten Hosted Services genutzt, während bisher nur ein Prozentpfeiler der teilnehmenden Anbieter die Lösungen für Cloud-Telefonie nutzt.

Daran wird klar erkennbar, dass der Absatzmarkt für Cloud-Telekommunikationslösungen in Deutschland noch in den Anfängen steckte. In der zweiten Hälfte der fraglichen PAC-Studie - im Auftrage der Münchner Cloud-Telekommunikationsanbieterin mit Sitz in München, der Firma PAC - wurden die Firmen gefragt, warum sie keine Cloud-Telefonie-Lösungen einsetzen. Fast 60 Prozentpunkte der IT-Verantwortlichen geben laut Umfrage an, dass es im Umfeld der Cloud-Telefonie bisher zu wenig Erfahrungen und Hinweise gibt.

Darüber hinaus kennen laut der Untersuchung knapp die Haelfte der Firmen noch nicht die entsprechenden Loesungen und Anbieten. Außerdem hat jeder zweite IT-Manager in der Regel ein niedriges Maß an Sicherheit in Cloud-Lösungen, vor allem aus Sicherheitsgründen. 67 Prozentpunkte der Teilnehmer befürchten, dass der Datenbestand verändert werden könnte oder in die falschen Hände gerät, so die Studien.

Bei weiteren 59 Prozentpunkten ist die Lauschabwehr ein zentrales Anliegen. Datenschutzbedenken und Sicherheitsbedenken sind die häufigste Argumentation gegen die Verwendung einer Telefonie-Lösung aus der Cloud.

Für drei Vierteln der von PAC untersuchten IT-Manager würden solche Befürchtungen jedoch nicht auf soliden Daten, sondern auf einem Gefühl des Bauchgefühls beruhen. Im Gegensatz zu vielen SaaS-Lösungen speichert eine Cloud-basierte Telefonie-Lösung kaum vertrauliche Daten in der Cloud", so die Autoren der Studie. Aber das sind nicht die wenigen Argumente, die gegen die Business-Telefonie aus der Cloud spricht.

Aber gerade Business-Kunden mit vielen mobilen Geräten würden bei Cloud-Angeboten noch viel zu Wünschen übrigbleiben. Die PAC-Studie belegt, dass für 29 Prozentpunkte der Teilnehmer eine geringere Stimmqualität ein wesentliches Gegenargument gegen eine Cloud-basierte Telefonie-Lösung ist. Ungeachtet der Vor- und Nachteile einer Cloud-Lösung sind rund zwei Dritteln der befragten IT-Entscheider und -Führungskräfte mit ihrem derzeitigen Telefonsystem ziemlich unbefriedigt.

Auch für 75 Prozentpunkte der Teilnehmer wird die Telephonie immer mehr zu einem integralen Teil der Geschäftsprozesse und Anwendungen. In diesem Zusammenhang wollen 50-prozentige deutsche Firmen ihre bestehenden Telefonanlagen bis 2016 ausbauen oder umrüsten. Nach Ansicht der PAC-Analysten bedeutet dies, dass in den kommenden Jahren eine große Welle von Investitionen bevorsteht - und viele IT-Entscheider spielen mit einer Telefonie-Lösung aus der Cloud.

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