Datenhandel Preise

Preise für den Datenhandel

Abhängig von den Zusatzinformationen kann der Preis pro Profil auf mehr als zwei Euro steigen. Der ursprüngliche Lieferant dieser Daten hingegen geht mit leeren Händen weg. Um die Gewohnheiten schmackhaft zu machen, werden kleine Preise vergeben.

Es sind also wenig personenbezogene Informationen sinnvoll.

Er staunt über die Leichtsinnigkeit, mit der vor allem Jugendliche ihre Informationen dort verbreiten, die dann vermeintlich "in Packungen zu mehreren tausend und Zehntausend im strafrechtlichen Underground" verkauft werden. Zum einen die Offenlegungsbereitschaft der eigenen Informationen, zum Beispiel im sozialen Netzwerk Facebook, zum anderen die durch Malware-Angriffe gestohlenen und in relevanten Fachkreisen gehandelten Kreditkarteninformationen. Allerdings erfolgt der Austausch mit personenbezogenen Informationen vorwiegend nicht unter der Erde, sondern über Tage.

Sie gedeiht nicht im Geheimen, und die Festpreise sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Names und E-Mail-Adressen werden in den Unternehmensdatenbanken mit Einkaufsvorlieben, politischer Einstellung, sozialen Netzwerkaktivitäten und mehr verknüpft. RapLeafs Dienstleistungen werden auch von US-Politikern genutzt, um potentielle Wahlberechtigte im Rahmen von Wahlkämpfen zu erreichen.

Die Start-up-Firma in San Francisco gibt an, dass sie eine Million E-Mail-Adressen hinterlegt hat. Über sogenannte Cookie, die auf zahlreichen Webseiten, darunter dem Beratungsportal About, abgelegt werden, erhebt das Traditionsunternehmen fortlaufend weitere Informationen. Wie in der Branche üblich, verkauft RapLeaf keine Firmennamen, E-Mail-Adressen oder personenbezogenen Informationen für Online-Werbezwecke. RapLeaf-CEO Kenneth Hoffman betont, dass alles zum Wohle der Konsumenten ist: "Das Bestreben von RapLeaf ist es vor allem, eine für den Menschen personalisierbarere Lebenswelt zu gestalten.

Eine personalisiertere Gesellschaft ist eine verbesserte Gesellschaft. "Die Preise für zum Teil sehr personenbezogene Angaben scheinen erstaunlich niedrig zu sein. Für je einen US-Cent werden Haushalt-Einkommen und Familienstand addiert, ebenso wie etwaige bestehende Söhne, der Wohnwert des Wohnhauses oder das Verhältnis der Kredite zum eigenen Vermögens.

Je ein zusätzlicher Cento kostet die Information über bestehende Kredit- oder Fahrzeugkarten im Haus. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ein Handy hat, wird bereits auf drei Cents geschätzt, während Beschäftigung und Training nur je 2 Cents ausmachen. Einige Cents mehr kosteten auch monetäre Zinsen und das Verhalten des Benutzers. Egal, ob er gern in Büchern oder Magazinen lest, gemeinnützig spendet, als Blogschreiber arbeitet oder sich für Outdoor-Aktivitäten begeistern lässt, qualitativ hochstehende Brands bevorzugen, gern reist oder kochst, an aktuellen News Interesse hat oder sogar als Power-Shopper angesehen wird - für jede dieser Infos sind weitere drei Cents ausstehend.

Wenn du bei RapLeaf geschäftliche Angaben erwerben möchtest, musst du bereits über eine E-Mail-Adresse verfügen und kannst personenbezogene Angaben dazu anfordern. Legt ein Interessent des Datenlieferanten z.B. 1000 Emailadressen vor, kann er für diese Anschriften die für ihn relevanten Attribute zu den angegebenen Tarifen herausfinden. Für die Zugriffe auf die Anfragen zahlt er - wenn 500 "wahrscheinliche Smartphone-Nutzer" zu seinen Anschriften gehören, das sind zum Beispiel 15 US-Dollar.

"Ich will der Datendetektiv sein."

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