Datensätze Verkaufen

Verkaufsunterlagen

Datenfairplay: Verkaufen Sie Ihre Dateien selbst. Data Fairplay's Unternehmensidee ist die Souveränität über die eigenen Informationen. Die in Hamburg ansässige Firma unterstützt ihre Kundinnen und Servicekunden dabei, ihre eigenen Informationen zu erheben und selbst gewerblich zu nutzen. "Irgendjemand will meine Akten verkaufen - warum kann ich dafür nicht bezahlt werden? "bittet eine Dame in einer Anzeige auf der Data Fairplay-Website.

Das Start-up gibt die Antwort: "Weil Interessenten sie nicht gleich bei Ihnen erwerben können. "Das ist es, was das kürzlich gegründete hamburgische Konzernunternehmen vorhat. "â??Wir verstehen uns nicht als DatenhÃ?ndlerâ??, sagt MitbegrÃ?nder und Kreativdirektor Albert von TruchseÃ?. "Vielmehr verstehen wir uns als Community von Datenbesitzern und stellen dafür eine Grundlage zur Verfügung.

Die Thematik beider Firmen - die Souveränität über die eigenen Angaben - belegt auch Bestseller-Autoren. Davon werden nicht die Menschen und die großen Konzerne am meisten in den Genuss kommen. In Deutschland ist Data Fairplay mit dieser Initiative gerade gestartet. "Die Hamburger Beauftragte für den Schutz personenbezogener Daten und für die Freiheit von Informationen erklärt: "Aus Datenschutzsicht gibt es im Grunde nichts, was gegen diese Unternehmensidee sprechen könnte.

"â??Wir wollen die Ideen zunÃ?chst fördern, damit wir dann zu den Firmen mit der jeweiligen GröÃ?e gehen können. Für jede verkaufte Platte sollte der größte Teil des Umsatzes an den Benutzer gehen. Die Aufmerksamkeit der Firmen ist "sehr hoch", sagt der Firmengründer, auch wenn er noch keine offizielle Partnerschaft nannte.

Andere Firmen haben sich der Website seit ihrem Start im Internet meldet. Aber was wären die Firmen überhaupt gewillt, für die Informationen zu bezahlen? "â??Es gibt immer noch keinen offenen Handelsplatz und keinen offenen Handelswert fÃ?r Datenâ??, sagt von Truchsess. Ein detaillierter Datenbestand würde laut der Studie des Start-up bisher rund 30 EUR kosten.

"â??Wir können uns gut ausmalen, dass ein Datenbesitzer, wenn er sein Anforderungsprofil wirklich mit Engagement aufrechterhÃ??lt und mit einem bestimmten Detaillierungsgrad eintrÃ? "Firmen können bereits gezielte Datensätze von Konsumenten erwerben, die Angaben wie z. B. über Lebensalter, Gehalt, Wohnort und Bildungsabschluss beinhalten.

Zu den großen Anbietern in Deutschland gehört die Firma Shober. Die Datensätze, die Shober bietet, befinden sich jedoch selten in den Hände der Benutzer. Einen großen Nutzen in der eigenen Souveränität über die Angaben erkennt von Truchsess auch darin, dass die Benutzer selbst bestimmen können, an welchen Offerten sie überhaupt Interesse haben.

Nur auf Wunsch sollten die Informationen an ein befreundetes Untenehmen auf der Handelsplattform weitergegeben werden - und zwar nur für einen bestimmten Zeitabschnitt, z.B. den Bereich, in dem ein Verbraucher Informationen über einen Fahrzeugkauf erhält. Unternehemen befassen sich verstärkt mit Compliance-Fragen im Bereich des Datenschutzes. "â??Wir sind auch seit vielen Jahren in Firmen tÃ?tig und wissen, wo der Standort ist und welche Art von GesprÃ?chen es gibt.

"Welche Art von Markt bekommen wir tatsächlich von diesen Informationen, wenn wir sie bekommen - welche Art von grauen Markt sind das? Wie glaubhaft ist es, wenn wir dann mit unseren Auftraggebern Kontakt aufnehmen, die nicht einmal wissen, wie wir sie gefunden haben? "â??Ein Ãrgernis fÃ?r die TÃ?tigkeit der TÃ?tigkeit könnten gefÃ?lschte Profile sein â?" Benutzer, die sich mit geÃ?nderten DatensÃ?tzen einloggen und auf der Website nach allen angebotenen Diensten suchen, nur um das entsprechende Gegenwert zu bekommen.

Solche User, die immer nur Zinsen zeigten, es aber nie zu einem Geschäft kommen ließen, würden "früher oder später" keine Offerten mehr erhalten, sagt von Truchsess. Bei Data Fairplay sind die Anleger nicht dabei - das Start-up wurde vollständig aus eigenen Ressourcen mitfinanziert. Der vorliegende Beitrag wurde erstmals vom "Wall Street Journal Deutschland" unter dem Namen "Data Fairplay will den Verbraucher zum Händler seiner eigenen Informationen machen" veröffentlicht.

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