Definition Controlling

Begriffsüberprüfung

Begriffsbestimmung des Controllings anhand mehrerer Beispiele, Abgrenzung von Auditierung und Interner Revision. Der Begriff Controlling kommt aus dem Englischen. Aber eindeutig zu wenig, Controlling ist weit mehr als Kontrolle. Bis heute gibt es keine feste und allgemein akzeptierte Steuerungsdefinition.

Das ist Controlling? Festlegung und Konzept des Controllings

Die Berufsbeschreibung eines Kontrolleurs in Deutschland erschien bis Ende der 1960er Jahre ausschließlich in den deutschsprachigen Niederlassungen von amerikanischen Unternehmen. In den frühen 1970er Jahren wurden erst Controller-Positionen in dt. Unternehmen aufgebaut, auch wenn sie nicht immer unter dem Namen zunächst bekannt waren. Der Bedarf an einer sparsameren Ressourcennutzung, der in Deutschland erst mit verstärkt in den 80er Jahren wirksam wurde, führte zu einem explosiven Anstieg der Reglerpositionen, die dann ausdrücklich als solche gekennzeichnet wurden.

Das Konzept des Controllings ist auch heute noch ein deutscher Wort. Dagegen wird in den USA in der Regel der Ausdruck "Controlling" oder "Management Accounting" verwendet. Ein einheitliches, verbindliches Konzept für Controlling existiert noch nicht und wird es wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit nicht geben, da die Wissenschaft hier andere Schwerpunkte legt und die Ausgestaltung der Praxen in den Unter- nehmen maßgeblich von den Bedingungen in diesen Unten- menhmen abhängt für

Allerdings gibt es eine Vielzahl von Einrichtungen und Einzelpersonen, die sich entschieden haben, eine Form von Konzeption oder Mission Statement für das Controlling unter bemüht zu erarbeiten. Bisher lag der Fokus auf einer funktionsorientierten Sicht des Controllings mit den Funktionalitäten Planen, Steuern und Erfassen von Informationen. Auch Darüber gehörte schon immer zur Struktur der Controllinginstrumente zu den Aufgabenbereichen des Controllings.

Unter üblicherweise werden die Controllinginstrumente je nach Betrachtungsdauer und der Frage, ob die Information mengenmäßig oder qualitativ erfasst werden kann, in operative oder in strategische Messinstrumente unterteilt. Das etablierte System des Controllings umfasst neben vielen anderen die (interne) Gewinn- und Verlustrechnung, die Deckungsbeitragsrechnung und die Liquiditätsrechnung, aber auch die Anlagekalkulation, die Balanced Scorecard und die Portfolio und Szenariotechnik.

Mit dem englischen Begriff "to control" wird im Wesentlichen "control" gemeint, der Kontrolleur wird daher auch häufig als Navigator genannt, das "Kapitän" des Konzerns in seiner Entscheidung "nur" unterstützt. Das Controlling wird somit auf den zweiten Rang bezogen, indem es die Entscheidungsvorbereitung vornimmt, aber nicht beschließt und damit auch die Ergebnistransparenz Verantwortung trägt, nicht aber die Ergebnishaftung.

Während Controller dabei häufig nicht genügend am Entscheidungsprozess fühlen, Führungskräfte bemängeln, dass sie zu wenig Einfluß auf die Zielsetzung und Disposition haben hätten. Das Controlling agiert unter dem Schlagwort "Business Partner" zunehmend mit dem Führungskreis auf Augenhöhe und ist unmittelbar in den Entscheidungsprozess eingebunden, auch im Hinblick auf die Konsequenzen dieser Entscheide.

Das Controlling unter verstärkt ist ebenfalls unter für mitverantwortlich für das Projektergebnis. Aus diesem Kontext wurde in jüngster Zeit die reine funktionale Sicht des Controllings und die Vorstellung des Homo oeconomicus als rationell entscheidendes Lebewesen herausgelöst und die Verhaltensperspektive in die Definition einbezogen. Es geht um: die Gestaltung von Bedingungen für Rationelle Entscheide, die Sicherheitseinrichtung von Rationalität in Entscheidungsabläufen, und die Reduzierung der schädlichen Wirkungen von Rationalitätsdefiziten Das Wissen um die Tatsache, dass wirtschaftliche Entscheide vom Menschen meist auf der Grundlage von Analyse und Eingebung getroffen werden, führt zur Erkenntnis, dass Entscheibungsverfahren in hohem Maße intuitive Einflüsse enthalten dürfen und zugleich jedoch eine Verträglichkeit von begründbaren mit einer rationalen Grundeinstellung von ständiger stattfinden muss.

Daß die Weiterentwicklung im IT-Bereich das Controlling zum mittelfristigen überflüssig machen könnte, ist jedoch wohl ein unbegründetes überflÃ. Das Anforderungsprofil der Steuerung wird sich jedoch weiter ändern. Dafür und weil die Vervielfältigung auch in den anderen Unternehmensbereichen voranschreitet, wird IT-Fähigkeiten für zum Verantwortlichen immer nötiger, ohne das Controlling in den nächsten Jahren werden die IT-Funktionen vollständig erfüllen müssen müssen und ohne das Controlling funktioniert vollständig aus der IT-Abteilung übernommen.

Das Controlling wird in Hinkunft immer stärker sein, um unter müssen an der Entwicklung von Systemen und Normen, die mit Unterstützung von IT-Tools auf Veränderungen im Umland flexibler und schneller agieren können.

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