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Dänisch: Das deutsche Whois wird zur Selbstdeklaration. Mit Wirkung zum Stichtag des Stichtages 31. Dezember 2008 hat das Informationszentrum des Deutschen Netzwerkes (Denic) die Informationspflicht für WHOis-Informationen weitestgehend eingeschränkt. In den letzten Jahren waren diese Daten eine bedeutende Forschungsquelle, nicht zuletzt für Wertpapierforscher und Journalistinnen. Für eine Domain werden zunächst nur der/die Name-Server und zwei nicht personalisierte E-Mail-Adressen ausgegeben.

Eine ist für "allgemeine und fachliche Anfragen" zu verwenden, die zweite zur Meldung von Missbrauch. Nachdem Sie die PLZ des mit der Domain verbundenen Halters eingegeben haben, wird eine E-Mail mit den hinterlassenen Daten an die mit der Anmeldung verbundene E-Mail-Adresse gesendet. Weitere Angaben werden von der Denic nicht veröffentlicht. Es sollte nur dann eine Ausnahme machen, wenn die Behörde diese Daten zum Zweck der strafrechtlichen Verfolgung, der Gefahrenabwendung oder der Vollstreckung von Arrestanordnungen anfordert.

Darüber hinaus können "Inhaber eines Namens oder Markenrechts" ein legitimes Interessen im Sinn der DSGVO geltend machen, um Informationen zu erlangen, wenn z.B. eine Website Schutzrechte missachtet. Die DSGVO legt das berechtigte Recht jedoch als Basis für die Verarbeitung der Daten und nicht als Begründung für Informationsanfragen fest. Selbst bei einem durchsetzbaren Titel, z.B. zur Beschlagnahme einer Domain, können Benutzer Informationen anfordern.

Zur Beurteilung, ob ein "berechtigtes Interesse" besteht, beabsichtigt Denic, "automatisierte und nicht automatisierte Verfahren" einzusetzen. Laut einer Sprecherin der Denic gehören Recherchen von Sicherheitswissenschaftlern und Publizisten in der Regel nicht zu den beschriebenen Ausnahmefällen.

WHOIS-Radikale Domäne'

Das WHOIS-System der DENIC eG, der Registrierungsstelle der Top Level Domain . de, wird umgestellt: Im Sinne der Datenökonomie und des Datenschutzes werden die für eine Domain erhobenen Informationen drastisch gekürzt. Auch wenn noch nicht klar ist, welche konkrete Konsequenzen dies für das etablierte WHOIS-System haben wird, geht die DENIC in die offene Tür.

Zukünftig werden, wie das Register am 18. Januar 2018 bekannt gab, nur noch die Anschrift des Domaininhabers, zwei weitere E-Mail-Adressen als Kontaktmöglichkeiten für missbräuchliche Verwendung sowie generelle und fachliche Fragen und die gebräuchlichen fachlichen Domainangaben erhoben. Für diese beiden E-Mail-Adressen ist der zuständige Domainregistrar verantwortlich; wie die DENIC weiter erklärt, sind es unpersönliche E-Mail-Adressen für generelle und fachliche Fragen ("Allgemeine Anfrage") und für Meldungen über Missbrauch ("Missbrauch").

Bei den beiden E-Mail-Adressen sowie den Leistungsdaten handelt es sich auch um die Mindestangaben, die - neben dem Stand einer Domain - in Zukunft in der WHOIS-Abfrage angezeigt werden. Auch die bekannten Ansprechpartner Tech-C, Zone C und Admin C gehörten der Geschichte an, sie werden nicht mehr im WHOIS registriert und damit auch nicht mehr ausgestellt.

Nach Angaben der DENIC werden auch künftig fachspezifische Informationen wie Name-Server und DNS-Schlüsselinformationen erhoben, da sie für die Etablierung der Funktionalität von Domains aus technischer Sicht notwendig sind. Bei berechtigtem Interessen an diesen Informationen und damit Erfüllung eines Datenschutzkriteriums wird die DENIC diese weiter freigeben. Für die Bearbeitung der mehreren tausend WHOIS-Abfragen pro Tag sollen halbautomatische Verfahren zur Beurteilung des begründeten Nutzens und der nachfolgenden Veröffentlichung der Ergebnisse eingesetzt werden.

DENIC-Chef Dr. Jörg Schweiger macht deutlich, dass die Innovationen die Position der DENIC in der Internet-Community weiter festigen und die DENIC gleichzeitig optimal auf künftige rechtliche Entwicklungen und Interpretationen ausrichten werden. Peter Vergote, Rechtsanwalt bei der . be-Registry DNS Belgien, wies auf der Domain-Pulskonferenz darauf hin, dass das WHOIS-System begrüßenswerte Möglichkeiten zur Löschung biete. Selbst wenn die Administratoren nicht für die unter einer Domain angebotene Offerte haften, haben sie pro-aktiv damit angefangen, (vermutlich) rechtswidrige Seiten zu blockieren.

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