Gmbh Gewinn

Gewinn der Gmbh

Die GmbH ist eine Körperschaft, die selbst der Einkommensteuer unterliegt. Das Ergebnis einer GmbH wird zunächst auf der Ebene der GmbH besteuert. Wenn ein Gesellschafter seine GmbH-Anteile im Privatvermögen hält, stellt sich in der Praxis die Frage der Besteuerung.

Gewinnausschüttungen einer GmbH - im Steuerberater erläutert

Die GmbH ist eine Körperschaft, die selbst der Einkommensteuer unterliegt. Im Gegensatz zum Gewinn des einzelnen Unternehmens wird der Gewinn der GmbH nicht mit der Einkommenssteuererklärung der Aktionäre (Gesellschafter) besteuert, sondern die GmbH gibt eine Körperschaftssteuererklärung ab. Der Gewinn wird dann darüber besteuert. Allerdings ist die Kalkulation des Körperschaftsteuergewinns fast gleich mit der Kalkulation des Ertragsteuergewinns.

Der Gesellschafter kann der GmbH nicht ohne weiteres einen Gewinn entziehen, wie es z.B. ein Alleingesellschafter tun kann. Oft sind die Gesellschafter auch geschäftsführende Gesellschafter ihrer GmbH. Die Besteuerung des Gehalts erfolgt dann über die Einkommenssteuererklärung des Gesellschafters oder im Voraus über den Einkommenssteuerabzug. Zugleich reduziert das Entgelt als Betriebsaufwand den Gewinn der GmbH.

Soll ein Gewinn ausgezahlt werden, müssen die Aktionäre über die auszuschüttende Summe entscheiden. Die Verteilung der Aktien wird in der Regelfall im gleichen Umfang wie die Aktien vorgenommen. So erhalten bei einer Auszahlung von 100.000 EUR der Aktionär A mit 25%iger Beteiligung eine Gewinnausschüttung von EUR 24.000 und der Aktionär B mit 75%iger Beteiligung eine Gewinnausschüttung von EUR 75.000.

Der Ausschüttungsbetrag bei der GmbH ist steuerlich neutral. Die Gewinnabführung aus einer Einzelunternehmung ist ebenfalls aus steuerlicher Sicht neutral. Der Aktionär ist verpflichtet, die Gewinnverteilung als Ertrag aus dem Anlagevermögen zu unterlegen. Dementsprechend musste der Aktionär bei einer Auszahlung von 100.000 EUR lediglich eine Steuer von EUR 5.000,- zahlen. Die Abgeltungsteuer von 25% wird seit 2009 in der Regel auf Beteiligungserträge, d.h. auch auf Ausschüttungen, erhoben.

Bei den Aktionären besteht jedoch die Wahlmöglichkeit, sich für das so genannte Teilgewinnungsverfahren zu entscheiden. Wenn der Aktionär eine Beteiligung von mind. 25% oder mind. 1% hält und für die Firma handelt (z.B. als Geschäftsführer), ist die Wahl möglich. Dies bedeutet, dass 60% der Ausschüttungen in der Einkommenssteuererklärung des Gesellschafters steuerpflichtig sind und 60% der ertragsabhängigen Aufwendungen abzugsfähig sind.

Im Falle dieser Ausschüttungen wird kein Beschluß über die Gewinnverteilung berücksichtigt. Dabei ist die Verteilung verborgen, d.h. in der Regel vorerst unentdeckt. Erwirbt der geschäftsführende Gesellschafter ein unverhältnismäßig hohes Entgelt, ist nur der entsprechende Teil des Entgelts und damit die Betriebskosten der GmbH zu veranschlagen. Es ist also eine versteckte Gewinnverteilung.

Die Ausschüttungen werden in der Regelfall durch Steuerprüfungen ermittelt. Die Aktionäre müssen dann auf die Ausschüttung Steuern zahlen.

Mehr zum Thema