Keine Werbung im Internet mehr

Schluss mit Werbung im Internet

zumindest bekommst du keine Werbung durch Datendiebstahl "Gewinnspiele" und n*tten und so weiter. Es gibt keine kommerziellen Blocker für Chrome Android. Das will der Springer-Verlag nicht mehr akzeptieren.

Browserblockiert lästige Werbung

Die Werbung im Internet kann sehr ärgerlich sein - das ist auch Google bekannt, denn sie verdient viel damit. Googles Chrome-Browser wird von allen Browsern aus ab heute, Dienstag, allzu lästige Werbung blockieren und so als gemäßigter Werbeblocker wirken. Zum Beispiel löscht der Spamfilter große Werbe-Popups mit kleinen, engen Symbolen und unterbindet Video-Clips, die im Handumdrehen erklingen.

Nebenbetreiber müssen Formen der Werbung ersetzt werden, die als nicht zulässig erachtet werden, um einen Umsatzverlust zu vermeiden. Wenn eine Website aufgerufen wird, überprüft Chrome zunächst, ob sie bereits gegen die Better Ads-Standards verstößt. Falls ja, überprüft der Webbrowser die Netzwerkanforderungen der Website, z.B. für Grafiken und in JavaScript. Wenn es eine Übereinstimmungen gibt, sperrt Chrome die Anforderung - die Anzeige ist nicht mehr sichtbar.

Wenn es sie mehrfach missachtet, filtriert Chrome alle Werbeanzeigen der betreffenden Website - einschließlich der Google-Werbung. Die Chrome-Benutzer erhalten eine Nachricht, wenn der Webbrowser ein störendes Werbebanner gesperrt hat. Die Werbung auf der aufgerufenen Website kann auf Kundenwunsch mit einem Mausklick vollständig freigegeben werden. Über den "Ad Experience Report" in der "Google Search Console" können die Betreiber den Stand ihrer Website nachlesen.

Es mag überraschen, dass Google gerade in seinem Webbrowser einen solchen Fehlerfilter installiert hat. In der Tat "ziehen wir daraus keinen Nutzen", räumt Google-Manager Michael Todd ein. Jedenfalls nicht kurzfristig: Auf lange Sicht wird Google wahrscheinlich darauf angewiesen sein, dass weniger Chrome-Nutzer einen Werbeblocker installiert und aktiviert haben - denn der Webbrowser sorgt nun für lästige Werbung.

Googles Hinweis darauf, dass konventionelle Werbeträger auch Seitenbetreibern schaden, die keine "lästige" Werbung enthalten. Laut dem PageFair-Gesamtbericht Adblock s wurden bereits vor einem Jahr 615 Mio. Geräte mit Adblockern ausgestattet - das sind 11% der Internetnutzung weltweit. Adblockers sind jetzt in allen Altersstufen weit verbreitet, schreibt den Bewerten.

Ob die Popularität der Werbeblocker abnehmen wird, ist also noch offen. Kritikern zufolge ist die Markmacht von Google ein großes Problem: Das Unter-nehmen ist nicht nur Marktführer im Online-Werbegeschäft, sondern hat auch Chrome, den am weitesten verbreiteten Webbrowser in seinem Angebot. Nach Angaben von Statista nutzen 60 Prozentpunkte der weltweiten Internet-Nutzer es. Es wird immer mehr.)

Googles Argument ist, dass das Unternehmen nicht allein entscheidet, welche Werbung der Browsereinsatz von Chrome herausfiltert. Zu diesem Branchenverband zählen neben Google und Facebook auch der Axel Springer Verlag, Unilver und seit kurzem auch Microsoft. Es sollte Google oder einem anderen Browsthersteller nicht erlaubt sein, allein zu bestimmen, welche Formen der Werbung blockiert werden. Sie soll eine Gewähr dafür bieten, dass Webbrowser keine Werbung herausfiltern, die den Regeln von Better Ads entspricht.

Anscheinend war Google von den Anforderungen überrumpelt, aber in der Zwischenzeit haben die involvierten Parteien einen ersten brauchbaren Kompromiß in Sicht. Eine Aussage besagt: "Durch die Filtration der "schlechten Anzeigen" wird der Pförtner noch mehr zu einem Entscheidungsträger darüber, wer welche Werbung platzieren darf und wie viel Gewinn er mit ihnen erzielt". Chrom ist ein "sehr wichtiger Bestandteil der Googleschen Werbestrategie, um die Anzeigenmärkte zu dominieren".

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