Kino Werbung

Kinowerbung

Unter Kinowerbung versteht man audiovisuelle Werbung in den Kinos, insbesondere in Form von Kinospots, die vor dem Hauptfilm gezeigt werden. mw-headline" id="Allgemein">Allgemein[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Filmwerbung ist AV-Werbung in den Kinos, vor allem in Gestalt von Vorfilmen. Der Empfang der Filmwerbung unterscheidet sich von dem der TV-Werbung, die sich an einzelne oder eine kleine Personengruppe richtet, die vor dem Fernsehen saß. Filmwerbung dagegen hat mit einem großen Zuschauerkreis in einem Kino zu tun.

Sie rechnet mit einem Spielfilm und setzt die Filmwerbung gegen diese Erwartung an. Die Filmwerbung antwortet auf diese Umstände, indem sie für das Kino besser geeignet ist als die TV-Werbung - optisch gesehen spektakulärer oder filmischer-narrativer. Bei den hauptsächlich in der Filmwerbung inserierten Produkten handelt es sich um alkoholische und tabakhaltige Getränke, sofern es keine diesbezüglichen rechtlichen Werbeschränkungen für den Kinobereich gibt, soweit diese im Fernseher untersagt sind.

Oft ist die Kinoversion der Werbung etwas größer als die jeweilige TV-Version. Die Werbung für die im Kinofoyer zu kaufenden Drinks und Süßwaren, vor allem Eiscreme, ist in der Regelfall ein fixer Teil. Es ist in einigen Filmen durchaus möglich, als letztes Werbemittel vor dem Kinofilm eine Eiswerbung zu schalten und vor dem Kinostart einen Eiskäufer durch das Haus gehen zu lasen.

Einer der Schwerpunkte der Filmwerbung ist die Förderung des Filmprogramms durch die Vorbesichtigung kommender Filmtheater. Dabei wird zwischen Trailern mit einer Länge von rund 90 Sek. und deutlich verkürzten Teelichtern unterschieden, die zum Teil ein Jahr vor dem Kinostart des Films zu sehen sind. Zudem wird in der Nähe des jeweiligen Films auch örtliche Werbung für gewerbliche Erzeugnisse oder Läden geschaltet.

Durch die kostenintensive Herstellung von Kinospot durch Exposition auf 35 mm Kinofilm wird die örtliche Werbung oft in Gestalt von viel billigeren Dias (Kinofolien) dargestellt, der Sound wird von CDs zugeführt. Mit der Reduzierung der Anzahl der Dia-Projektoren in den Einzelkinos (z.B. durch einen Gerätedefekt ohne Kauf eines neuen) wird diese Art der Werbung jedoch zunehmend obsolet, was die Herstellung von simplen Einzelbildern, Diashows und Animationen auf Kleinbildfilmen voraussetzt.

Die digitalisierten Lichtspielhäuser bieten jedoch neue Chancen für die regionale Werbung: Durch den Wegfall der Belichterkosten für Video-Spots oder Flash-Animationen auf 35 Millimeter erlebt der heimische Filmmarkt zurzeit einen Aufbruch. Filmwerbung erfolgt vor dem eigentlichen Kinofilm, so dass der Beginn des Hauptfilmes je nach Filmveranstalter vertagt werden kann.

Fängt ein Spielfilm um 20.00 Uhr nach dem Aushängen an, so fängt die Werbung in solchen Filmthemen um 20.00 Uhr an und der Spielfilm fängt dementsprechend später an. Im Regelfall wird zunächst Werbung für gewerbliche Erzeugnisse geschaltet, gefolgt von Trailern zur Werbung für Filme, die in Zukunft erscheinen werden. Filmwerbung wird vom Spielfilm über einen Beamer übertragen, ebenso wie der Spielfilm.

Im Zuge der zunehmenden Automatisierung der Projektorentechnik im Kino wird auch das Mittel der Filmwerbung digitalisiert. Es gibt in der Übergangsphase einige Lichtspieltheater, die die Titel über den Beamer und die Werbung teilweise über den Digitalkinoprojektor in analoger Weise wiedergeben. Filmwerbung wird von Werbefilm-Produktionen, Filmproduktionsfirmen, die sich auf die Produktion von Werbefilmen spezialisieren, produziert.

Werbeagenturen und Spezialvermittler holen die Kinospot ins Kino. Bei den vor allem in der Filmwerbung inserierten Produkten handelt es sich nicht mehr um alkoholische Getränke und Tabakerzeugnisse aufgrund gesetzlicher Werbeeinschränkungen, z.B. im Jugendstrafrecht, und freiwilliger Selbstverpflichtung der Branche, sondern - neben der Werbung für den lokalen Handel - um die Artikel, die auch im Fernsehruf. angeboten werden.

Werbespots müssen vom FSK begutachtet werden und dürfen nur vor den jeweiligen Filmen vorgeführt werden (Beispiel: Werbespots mit FSK 12 Jahren dürfen nur vor Kinospielfilmen mit FSK 12, 16 oder ohne Jugendversion ausgestrahlt werden). Die Werbung wird in Deutschland zum Kinostart des Films immer vor dem eigentlichen Kinofilm ausgestrahlt.

Zwischen der Werbung und den Trailerkampagnen des Bundesumweltministeriums werden das Gesundheitsministerium oder die GEZ oder GVU dargestellt. Die Kinowerbetreibenden und der Berufsverband FDW Werbung im Kino sorgen dafür, dass Werbung landesweit und flächendeckend platziert werden kann.

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