Krankenkassenbeiträge 2015

Beiträge zur Krankenversicherung 2015

Die Krankenkasse selbst kann den Zusatzbeitrag der Mitarbeiter anhand ihres Einkommens ermitteln. Krankenversicherungsbeitrag 2015 Der Gesamtbeitragssatz der GKV beträgt seit Jänner 2009 für alle Kassen bundesweit 15,5 vH. Dieser Beitrag beinhaltet den Spezialbeitrag von 0,9 Prozentpunkten, der allein vom Versicherungsnehmer zu zahlen ist. GKV-FQWG (GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz) wird den allgemeinen Beitrag ( 241 SGB V) zum 1. Jänner 2015 auf 14,6 Prozentpunkte senken.

So wird der reduzierte Steuersatz ( 243 SGB V) von 14,9 auf 14,0 beibehalten. Aufgrund der Reduzierung des allgemeinen und des reduzierten Steuersatzes fällt der Spezialbeitrag von 0,9 Prozentpunkten ab Jänner 2015 weg. Zu diesem Zweck wird ein erfolgsabhängiger Zuschlag angelegt. Mit dem Wegfall des Sonderbeitrags wird der Anteil des allgemeinen oder des reduzierten Tarifs ab 2015 wieder gemeinsam von den Versicherungsnehmern und den Unternehmern (je zur Hälfte) übernommen.

Der gesetzliche Beitragssatz von 14,6 bzw. 14,0 Prozentpunkten fällt noch nicht in die gesetzliche Autonomie der Krankenversicherungen, so dass diese nur durch den Versicherer abänderbar sind. Reicht das Prämienaufkommen einer Krankenversicherung aus den ermäßigten Tarifen nicht mehr aus, müssen die zusätzlichen Beiträge eingezogen werden. Gleichzeitig können die Kassen ab 2015 keine Beiträge mehr an ihre Versicherten zahlen, wenn die Zuwendungen der Kassen nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen werden.

Im Durchschnitt beträgt der zusätzliche Beitrag seit der Einleitung des Steuerfinanzierungsverfahrens immer 0,00 EUR, so dass er in der Realität nie verwendet wurde (weitere Details siehe: Ergänzungsbeiträge und Sozialausgleich). Mit dem neuen einkommensabhängigen Zuschlag erhalten die Kassen ein Mittel, um durch zu geringe Zuwendungen der Krankenkasse einen erhöhten Finanzierungsbedarf zu erzeugen.

Der zusätzliche Beitrag - dieser wird von den Versicherten allein übernommen - muss jede individuelle Krankenversicherung nach 194 Abs. 1 Nr. 4 SGB V in ihrer Gesetzgebung einzeln regelwerk. Eine Zusatzleistung ist ein Ursprungsbestandteil des Krankenversicherungsbeitrags. Das bedeutet, dass für den zusätzlichen Beitrag in Bezug auf Laufzeit und Auszahlung die gleiche Regelung gilt wie für den allgemeinen oder reduzierten Beteiligungssatz.

Wird ein zusätzlicher Beitrag erhoben, so ist dies auch für alle Angehörigen dieser Krankenversicherung gültig; keine speziellen Personengemeinschaften sind von der Zahlungspflicht befreit. Werden die Beitragszahlungen jedoch regelmässig von Dritten erbracht, wird anstelle des individuellen Zusatzbeitrags der mittlere Mehrbeitrag verwendet. Auch wenn eine Krankenversicherung keinen zusätzlichen Beitrag erhebt, entfällt dieser Durchschnittszuschlag.

Beispiele für Personengemeinschaften, für die der Durchschnittszuschlag geleistet wird, d.h. bei denen die Beträge regelmässig von Dritten übernommen werden, sind Empfänger von Arbeitslosenunterstützung II, Leistungsempfänger für die Teilnahme am Erwerbsleben, Praktikanten in einer externen Institution im Zuge eines Berufsbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz und Pflichtversicherte, die nach 192 Abs. 1 Nr. 3 SGB V weiterhin Mitglied sind, weil sie von einer Rehabilitationseinrichtung Schaden oder Überbrückungsgeld erhalten.

Müssen Krankenversicherungen einen zusätzlichen Beitrag verlangen, so ist die Pflicht zur frühzeitigen Benachrichtigung der Versicherten gegeben. 242 Abs. 5 SGB V verlangt von den Kassen, den laufenden Zuschlag an den GKV-Spitzenverband zu überweisen. Der Mitarbeiter bekommt einen monatlichen Bruttolohn von 2.800,00 EUR. Die Zusatzversicherung seiner Krankenversicherung beträgt 0,8 Prozentpunkte, der generelle Beitrag (nach § 241 SGB V) 14,6 Prozentpunkte.

Kalkulation: Der Auftraggeber muss 204,40 EUR vom Bruttogehalt erheben, der Mitarbeiter zahlt einen Gesamtbeitrag von 226,80 EUR (inkl. Zuschlag), so dass ein Gesamtbetrag von 431,20 EUR (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag) bezahlt werden muss. Außerdem müssen die Pensionäre einen zusätzlichen Beitragssatz von ihren Pensionären erheben, der von der zustÃ??ndigen Kasse erhoben wird. Dabei werden die aus der Pension zu zahlenden Zuschläge vom zustÃ??ndigen RentenversicherungstrÃ?ger eingezogen und mit den anderen KrankenversicherungsbeitrÃ?gen nach den Rechtsvorschriften des  255 Abs. 1 sÃ??tz 1 SGB V gezahlt. Die ZuschlÃ?ge werden nach § 255 Abs. 1 S. 1 SGB V gezahlt. Der RentenversicherungstrÃ?ger hat das Recht, die ZuschlÃ?ge von der Rentenversicherung zu verlangen.

Dies bedeutet, dass der zusätzliche Beitrag oder neue zusätzliche Beitrag erst ab dem ersten Tag des zweiten auf die Änderung folgenden Monats gültig ist. Die Schätzer der GKV haben am 15. Oktober 2014 die erwartete finanzielle Entwicklung der Krankenkasse bis Ende 2015 abgeschätzt. Für die GKV wurden wie jedes Jahr im Hochsommer 2014 die erwarteten Erträge und Aufwendungen des aktuellen und des Folgejahres geschätz.

Auf Basis dieser Einschätzung wird der "durchschnittliche Zusatzbeitrag" unter anderem vom Gesundheitsministerium ermittelt. Aufgrund des Wegfalls des bisher üblichen Sonderbeitrags von 0,9 Prozentpunkten und der Senkung des Beitragssatzes von 15,5 Prozentpunkten auf 14,6 Prozentpunkte werden den GKV im Jahr 2015 rund 11 Mrd. EUR fehlen. Im Jahr 2015 werden es den GKVs mangeln. Weil mit steigenden Aufwendungen von 4,1 Prozentpunkten gerechnet wird, werden den Kassen rund 11,2 Mrd. EUR fehlen. Für die Zukunft ist mit einem Anstieg der Kosten zu rechnen.

Zusätzlich zu diesem Fehlbetrag wird ein Vergleich der erwarteten Einnahmen von 198,3 Mrd. EUR vorgenommen, darunter der Bundeszuschuss von 11,5 Mrd. EUR und die erwarteten Aufwendungen von 209,5 Mrd. EUR. Das bedeutet, dass rein mathematisch ein zusätzlicher Beitrag von durchschnittlich 0,9 Prozentpunkten errechnet wird. Die Gruppe der Schätzer weist jedoch darauf hin, dass die Versicherungsnehmer trotzdem mit einer Beitragssenkung gerechnet werden können, da die Kassen ab 2015 den zusätzlichen Beitrag erneut selbst bestimmen müssen und dieser je nach ihrer Finanzlage unter den Schwellenwert fallen wird.

Bereits jetzt haben einige Krankenversicherungen angekuendigt, einen Zuschlag von weniger als 0,9 Prozentpunkten zu erhoehen. Das liegt zum einen an den erwarteten Kostenerhöhungen und zum anderen an der gesetzlich vorgeschriebenen Festlegung des Arbeitgeberbeitrags.

Mehr zum Thema