Krankenpflegeversicherung

Gesundheitsversicherung

Einheitliche und erweiterte obligatorische Krankenversicherung. In Liechtenstein garantiert die obligatorische Krankenversicherung (OKP) den notwendigen Versicherungsschutz bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft. Pflichtversicherung der Krankenkasse In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) werden die Ausgaben für Krankheiten, Unfälle und Schwangerschaften übernommen. Sie sind im KVG geregelt und betreffen alle Krankenkassen. Durch die freiwillige Krankentagegeldversicherung nach dem KVG können Sie wirtschaftliche Liegezeitengpässe bei Erwerbsunfähigkeit aufgrund von Krankheiten, Unfällen oder Müttern ausgleichen.

Nutzen Sie bis zu CHF 600 pro Jahr für gesundheitsförderndes und vorbeugendes Miteinander.

Fundament

Die KVG sieht vor, dass alle in der Schweiz wohnhaften Menschen eine obligatorische Krankenpflegeversicherung (bei einer Krankenkasse) abschließen müssen. Die Arbeitnehmer können sich entweder selbst oder über ihren Arbeitgeber absichern, wenn sie diese Option bereitstellen. Die Wochenarbeitszeit liegt unter 8 Std. (in diesem Falle muss der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter keine Berufsunfallversicherung abschließen). Das Beschäftigungsverhältnis wird gekündigt (der Versicherungsschutz entfällt nach Beendigung des Arbeitsvertrags).

Die Arbeitgeber müssen ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darüber informieren, dass unter den oben genannten Voraussetzungen keine Unfallversicherung vorliegt und dass die Verantwortlichkeit bei den Beschäftigten selbst liegt. Die Mitarbeiter müssen die Krankenkassenprämie bezahlen. Für die Leistungserbringung nach dem KVG ist die Krankenkasse zuständig.

Gesetzliche Krankenversicherung (OKP)

In der Schweiz ansässige Menschen müssen für die Pflege versichert sein. Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) vom 19. Januar 1994 schreibt im Detail vor, welche Dienstleistungen die Krankenversicherungen in der Grundversorgung erbringt: Die Grundversorgung: Dabei handelt es sich um Basisleistungen bei Krankheiten, Unfällen und Mutterschaften, die auch - und in erheblichem Umfang - von Krankenhäusern gewährt werden.

Die KVG wurde seit ihrem Erscheinen am I. Jänner 1996 mehrfach teilweise überarbeitet. Im Jahr 2007 erfolgte die letztmalige große Überarbeitung, die sich vor allem auf die neue Krankenhausfinanzierung (in Kraft getreten seit dem Jahr 2012) bezieht. Steigerung der Transparentheit und QualitÃ?t zwischen den KrankenhÃ?usern, Förderung des Wettbewerbes, Kosteneinsparung (auf lange Sicht).

Anonyme Personendaten für die obligatorische Krankenversicherung (BAGSAN)

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Rechtsgrundlage, die Erfassung und Nutzung von anonymen personenbezogenen Merkmalen, die das BAG im Zuge seiner Tätigkeit von den Versicherungsunternehmen erlangt. Dabei werden die von den Versicherungsunternehmen gesammelten Informationen ausschließlich für die im KVAG und KVG oder deren Durchführungsverordnungen festgelegten Zwecke verwendet.

Die Rechtsgrundlagen für die Erfassung und Verarbeitung personenbezogener Daten durch das BAG sind 35 KVAG und 84 und 84a KVG. Das BAG, für das die anonymisierten Personendaten der Versicherungsnehmer (gem. 35 Abs. 2 BAG) herangezogen werden, lässt sich in fünf Sachgebiete einteilen:

Der BAG überprüft, ob die in Rechnung gestellte Prämie den von ihm bewilligten Prämissen entspricht (Art. 16 KVAG). Er überprüft die Zahlungsfähigkeit der Versicherungsunternehmen (Art. 14 und 34 KVAG) und bewertet die Rückdeckungsverträge (Art. 33 KVAG, 59 KVAV). Im Zusammenhang mit der Beitragsgenehmigung wird auch geprüft, ob die Aufwendungen einer Versicherungsnehmerin in einem abgeschlossenen Vertrag einen solchen Einfluß auf die Beiträge haben, dass von den Anforderungen an die kantonale Kostenübernahme abgewichen werden kann ( "Art. 16 KVAG, 61VG und 91 KVV").

Bei der Bestimmung der Abschläge für Versicherungsmodelle mit begrenzter Wahlmöglichkeit (z.B. HMO- oder Hausarztmodelle) achtet das BAG darauf, dass die Prämiendifferenzen den risikoadjustierten Kostendifferenzen entspricht (Art. 16 KVAG, 101 KVV). Schließlich wird geprüft, ob die Versicherungsunternehmen die Gleichstellung der Versicherungsnehmer garantieren (Art. 61 KVAV). Lediglich die Abschläge für Versicherungsmodelle konnten mit Hilfe von Gruppendaten abgeschätzt werden, was jedoch eine Ad-hoc-Datenerfassung durch die Versicherungsunternehmen erfordern würde.

Anhand dieser Angaben ist nicht klar, ob die Risikokompensation ihre Zielsetzungen erfüllt (z.B. Reduzierung der Incentives zur Risikoselektion). In regelmäßigen Abständen müssen die Anforderungen an die Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung (OKP) geprüft werden (Art. 32 und 52 KVG). Fehlende personenbezogene Angaben zur Beurteilung der Nutzung dieser Dienste und ihrer Qualitäten.

Zur Erkennung der tatsächlichen Kostenauswirkungen von Kollektivverträgen und der Anpassung von Kollektivverhandlungsstrukturen ist es erforderlich zu wissen, welche Dienstleistungen für wie oft und in welcher Zusammenstellung in Anspruch genommen werden. Mit Hilfe von zusammengefassten Informationen ist es oft nicht oder nur ansatzweise möglich, die gestellte Frage zu erörtern. Vor allem sind sie ein unverzichtbares Werkzeug für ein besseres Verständnis der Kosten- und Leistungstrends und für eine schnellere Reaktion als bei einer umständlichen Ad-hoc-Datenerfassung.

Oftmals genügen für diese Auswertungen die zusammengefassten Informationen nicht. Gemäss Art. 28 Abs. 5 KVV ist das BAG dafür zuständig, dass die Vertraulichkeit der Versicherungsnehmer im Zusammenhang mit der Nutzung der im Zuge des Projekts BAGSAN erhobenen Informationen gewährleistet ist. Die vom BAG im Zusammenhang mit der Datenbeschaffung, -nutzung und -auswertung eingeleiteten Verfahren müssen nach dem Bundesdatenschutzgesetz (DSG) die Voraussetzungen im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre und die Gewährleistung der anonymen Kontakte der Versicherungsnehmer erfuellen.

Gemäß dem Verhältnismäßigkeitsprinzip werden nur die einzelnen erforderlichen Angaben gesammelt, deren Auswertung mit Hilfe aggregierter Angaben nicht möglich wäre. In den obigen Beispielen wird gezeigt, welche Arten von Informationen erforderlich sind. Diese Angaben sind fünf Jahre lang aufzubewahren. Es handelt sich dabei um den Zeitraum, in dem eine Versicherungsnehmerin oder ein Versicherter ihre oder seine Rechnung bei ihrem Versicherungsunternehmen gegen Entgelt vorlegen kann.

Eine Lagerung für fünf Jahre soll daher dazu dienen, sich einen Gesamtüberblick über die Ausgaben der Versicherungsnehmer zu verschaffen. Über eine gemeinsame Datenbank werden diese Informationen alljährlich eingelesen. Seit 2014 werden für einzelne Versicherte anonyme Angaben erfasst. Dabei werden keine personenbezogenen Angaben zum gesundheitlichen Zustand der Versicherungsnehmer erfasst, sondern nur anonyme Angaben zu Aufwand und Versicherungsschutz für einen Betrachtungszeitraum von höchstens fünf Jahren.

Derzeit werden die Erhebungsmodalitäten für die Erfassung von Zusatzdaten, wie z.B. die Erbringung von Dienstleistungen nach Leistungsart, Leistungsart oder Vergütungsart (gemäß 28 Abs. 3 KVV), ausgewertet und nach Rücksprache mit dem EDÖB und den Versicherern erörtert und stufenweise definiert. Pro Versicherter werden alljährlich folgende Angaben erhoben: soziodemographische Angaben (Alter, Alter, Alter, Geschlecht, Wohngebiet ), Angaben zu deren Versicherungsschutz (Versicherer und Modell, Ein- oder Ausschluß der Unfall-Versicherung, Konzession, Ein- oder Austrittsdatum) und Angaben zu den Ausgaben der obligatorischen Krankenversicherung (Gesamtkosten für das betreffende Jahr, Kostenbeteiligung).

Hat ein Versicherter die Versicherungspolice, den Kantons oder das Muster geändert, wird ein neues Element angelegt. Das BAG hat pro Versicherter und Jahr durchschnittlich 1,1 Einträge. Die statistischen Auswertungen dieser Angaben werden auch in der Jahresstatistik der gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht (siehe Veröffentlichungen unten).

Mehr zum Thema