Krankenstand call Center

Call Center für Krankenstände

Die Fehlzeiten pro Mitarbeiter sind in der Regel hoch. Eine gesundheitsfördernde Arbeitsorganisation reduziert Fluktuation und Krankheitsurlaub. Krankheitsurlaub in Call Centern weit über dem Landesdurchschnitt Mit 6,4 Prozentpunkten ist die Krankenquote der Call-Center-Mitarbeiter weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 3,36Prozenten. Dies geht aus dem Gesundheitsbericht der Technikerkasse hervor. Call-Center-Mitarbeiter sind im Durchschnitt 24,2 Tage von der Arbeit abwesend, mehr als Männer, von denen jeder im vergangenen Jahr 21 Tage lang ausfallsicher war.

Allerdings liegt das Geschlecht beiderlei Geschlechts weit über dem nationalen Durchschnitt von 12,3 Tagen. Schon 2004 machte TK auf die Gesundheitsprobleme in der Call-Center-Branche und die damit verbundene überdurchschnittliche Fehlzeit von damals im Durchschnitt 18 Tagen aufmerksam. Im Jahr 2008 warnte die TK auch vor einer Zunahme von psychischem Stress. Dazu Gudrun Ahlers, Expertein für Arbeitsmedizinisches Management bei der TK: "Entgegen dem bundesweiten Trend sind die Abwesenheiten in diesem Bereich weiter stark angestiegen.

Telefonistinnen und Telefonistinnen sind eine Kombination aus vielen gesundheitlichen Risiken: Zu den psychischen Stressbelastungen durch unbefriedigte Kundschaft oder ambitionierte Ziele, Schichtarbeit, kann auch die ungleiche physische Beanspruchung durch lange Sitz- und Sprechzeiten beitragen. In der Call-Center-Branche werden Erkältungskrankheiten dagegen wesentlich öfter mit einer Berufsunfähigkeit in Verbindung gebracht".

Daher ist es notwendig, die Gesundheitsressourcen der Mitarbeiter zu verbessern. Insbesondere die Unternehmer sind hier aufgefordert, die gesundheitliche Situation ihrer Mitarbeiter durch ein bedarfsgerechtes betriebliches Gesundheits-Management zu erörtern. Der TK-Gesundheitsbericht wertet jedes Jahr die Krankheitsdaten der bei der TK versichert gebliebenen Personen aus.

Angestellte, die oft erkranken.

Call-Center-Mitarbeiter werden oft durch psychischen Stress krank. Andererseits sind die Bereiche Abfallwirtschaft und industrielle Gießereien hauptsächlich von Erkrankungen des Bewegungsapparates geprägt. Das belegt eine laufende Fehlzeitenanalyse des Wissenschaftsinstituts der AOK (WIdO). Der Umfang und die Intensität der Abwesenheit sowie die Form der Krankheit hängen wesentlich von der durchgeführten Aktivität ab.

Es gibt große Differenzen zwischen den verschiedenen Fachgruppen. Der Großteil der Abwesenheitstage wird in Arbeitsgruppen in den Sparten Ver- und Entsorgung, Metallbearbeitung, Transporte und Transporte verbracht. Hierbei handelte es sich um Arbeitsgruppen mit hoher körperlicher Belastung und einer überdurchschnittlichen Zahl von Berufsunfällen. Ausschlaggebend für die Abwesenheit sind vor allem Muskel- und Skeletterkrankungen. Im Dienstleistungsbereich bestimmen Geisteskrankheiten häufiger den Krankenstand.

Besonders hervorzuheben sind hier die Berufsgruppen im Bereich des Dialogmarketings, zu denen auch Call-Center-Mitarbeiter zählen, bei denen nahezu jeder fünfte Tag der Abwesenheit (19 Prozent) auf Geisteskrankheiten zurückzuführen ist. Dieser Sektor weist mit 26,4 Ausfalltagen pro Mitarbeiter in der Regel eine hohe Krankenquote auf. Im Jahr 2014 blieb die Gesamtkrankheitsrate der 11 Mio. AOK-Versicherten gegenüber dem Jahr zuvor mit einem Plus von 0,1 Prozentpunkten nahezu unverändert und beträgt nun 5,2 vH.

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