Krankenversicherung Beitrag

Der Krankenversicherungsbeitrag

Als Beitragssatz gilt der Prozentsatz, um den die Krankenkassen die Beiträge aus Bruttogehältern oder Löhnen oder bei Selbständigen aus dem Einkommen berechnen. Die Höhe des Monatsbeitrags hängt von der Höhe Ihres Einkommens ab. Zusammensetzung des Beitrags in der privaten Krankenversicherung?

Abgabesatz, allgemein und ermäßigt | B | Wörterbuch

Im GKV hat das Wettbewerbsstärkungsgesetz des GKV zum Stichtag 31.01.2009 einen allgemeinen Beitrag für alle Kassen geschaffen, der vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Bisher hatte jede Krankenversicherung ihren eigenen Beitrag entsprechend ihrer finanziellen Situation ermittelt. Kann eine Krankenversicherung die Zuwendungen der Kasse nicht bewältigen, muss sie von ihren Versicherten einen zusätzlichen Prozentsatz des Beitrags einfordern.

Der generelle Beitrag beträgt seit dem Stichtag 31. Dezember 2015 14,6 Prozentpunkte des Beitragseinkommens. Von diesem Betrag entfallen 7,3 Prozentpunkte auf die Gesellschafter und ihre Auftraggeber. Die Sonderbeiträge der Gesellschafter zwischen 2009 und 2014 in Hoehe von 0,9 Prozentpunkten des zuschusspflichtigen Ergebnisses entfallen. Der reduzierte Beitrag von 14,0 Prozentpunkten bezieht sich auf die freiwilligen Selbstständigen, die auf ihren Anspruch auf Krankengeld verzichtet haben, und auf die Empfänger von ALG II.

Bei Studenten und Praktika gilt ein Beitrag von 7/10 des allgemeinen Tarifs zuzüglich der von der Krankenversicherung zusätzlich zu entrichtenden Kosten. Für Wehrdienstleistende wird der Beitrag in der Regel auf 1/3 oder 1/10 des letzten geleisteten Beitrages ermäßigt. Bei Teilzeitkräften ( "Minijobs") hat der Dienstgeber einen Beitrag nach einem Steuersatz von 13% bzw. fünf% (bei Arbeitnehmern in privaten Haushalten) zu zahlen.

Seit dem Jahr 2017 liegt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenpflegeversicherung bundesweit bei 2,55 vH. Für krankenlose Versicherte ab 23 Jahren fallen zusätzliche 0,25 Sätze an. Von dieser Regel ausgenommen sind die vor dem Stichtag geborenen Versicherten, die Wehr- oder Zivildienstleistenden und die Empfänger des Arbeitslosengeldes II.

Deshalb gibt es dort auch andere Umlagesätze.

Zusammensetzung des Beitrags in der privaten Krankenversicherung?

Für die Förderung der GKV und der PKV gelten ganz andere Grundsätze - neben der Leistungshöhe ist dies ein wichtiger Faktor, warum die Prämienbelastungen in beiden Ländern nicht leicht vergleichbar sind. Hier wird erläutert, wie die Beitragsstruktur in der Krankenkasse und der PKV gestaltet ist.

Im GKV-System wird bei der Beitragsberechnung das so genannte Solidaritätsprinzip angewendet. Der Versichertenkreis übernimmt zusammen das Risiko von Krankheiten und den daraus resultierenden Auslagen. Der Solidaritätsgrundsatz besagt, dass sich die Beitragseinziehung an der entsprechenden Wirtschaftsleistung der Versicherungsnehmer und nicht an dem einzelnen Erkrankungsrisiko orientiert. Je nach Einkommen werden die Beitragszahlungen nur bis zur Einkommensgrenze von aktuell 49.500 EUR pro Jahr und 2016 bis zu 50.850 EUR pro Jahr berechnet.

Einkünfte, die über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, bleiben unentgeltlich. Ein besonderes Merkmal des GKV-Systems ist die so genannte Hausratversicherung, die auch ein Zeichen für das Solidarprinzip ist. Unter bestimmten Bedingungen können auch der Ehegatte und die Kleinkinder eines obligatorischen GKV-Mitglieds kostenlos sozialversichert werden. Im Krankenkassensystem gibt es seit 2009 einen einheitlichen Beitrag, der von der jeweiligen GKV abhängt.

Die Höhe des allgemeinen Beitragssatzes beträgt aktuell 14,6 Prozentpunkte des Einkünften. Im Falle von Mitarbeitern zahlt der Auftraggeber die Hälfe des Beitrags jedes Mitarbeiters. Ein reduzierter Beitrag von 14,0 Prozentpunkten wird für nicht krankenversicherte Personen gewährt (freiwillig versichert Selbständige). Die Kassen haben seit dem Jahr 2015 auch die Option, ihren Versicherten neben dem "normalen" Beitrag einen beitragsabhängigen Zuschlag zur Deckung der Kosten zu berechnen.

Ein Arbeitgeberbeitrag entfällt hier prinzipiell; der Mehrbeitrag ist immer zu hundert Prozentpunkten allein von der Versicherungsnehmerin zu erstatten. Zusätzlich zu diesen Regeltarifen hat die GKV auch so genannte optionale Tarife, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Belieben gestalten können. Wird ein Selbstbehalt vereinbart oder die Beteiligung an besonderen Rentenmodellen vereinbart, bieten diese Tarife oft niedrigere Prämien.

Aufgrund des Solidaritätsprinzips neigen "Besserverdiener" im GKV-System dazu, Versicherungsleistungen zu bezuschussen, während "Geringverdiener" in der Regel mehr Leistungsansprüche haben als sie zum Versicherungssystem beitragen. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung wird in der privaten Krankenversicherung das so genannte Gleichwertigkeitsprinzip angewendet. Somit steht die vereinbarte Dienstleistung in direktem Bezug zu den zu leistenden Einlagen.

Mit zunehmender Höhe des vereinbarten Leistungsniveaus steigen die Beitragszahlungen - und wiederrum. Die Einnahmen hingegen sind für die Bemessung der Beitragszahlungen prinzipiell unerheblich. Dabei wird das Unternehmen wie Mitarbeiter der gesetzlichen Krankenversicherung behandelt. Ein weiterer Ausweg aus dem Äquivalenzprinzip ist, dass personenbezogene Risiken die Höhe der Beitragszahlungen beeinflussen: Dazu zählt auch das jeweilige Erkrankungsrisiko, das auf der Grundlage des Gesundheitszustandes zu Beginn der Versicherungsperiode geschätzt wird.

Im Falle von "kritischen" Erkrankungen werden in der Regel in der privaten Krankenversicherung Risikoaufschläge berechnet; im Extrem besteht gar die Gefahr der Abweisung durch die Krankenkasse; auch das Lebensalter ist von Bedeutung. Weil der Leistungsanspruch mit zunehmendem Lebensalter zunimmt, sind die Beitragszahlungen mit zunehmendem Lebensalter immer größer, je größer Sie bei Ihrem Einstieg in die private Krankenversicherung sind. Demgegenüber wird bei einer vorhandenen Versicherungspolice das "Altersrisiko" durch die Ausbildung von Altersvorsorge absorbiert.

Der Beitrag bleibt dann auch im hohen Lebensalter trotz zunehmender Inanspruchnahme von Leistungen konstant; in der Vergangenheit hat das Gender auch die Höhe der Beitragszahlungen beeinflusst, da sich gezeigt hat, dass Mann und Frau ein unterschiedliches Krankheitsrisiko haben. Bei der EU-Rechtsprechung zur Gleichstellung der Geschlechter entfällt diese Unterscheidung - Stichwort: Unisex-Tarife -; da bei der Beitragsberechnung in der privaten Krankenversicherung immer das Einzelrisiko berücksichtigt wird, kann es hier keine Familie wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt.

Dies bedeutet, dass jedes Mitglied der Familie separat abgesichert ist und die Beiträge dementsprechend zahlen muss. In der Beitragsberechnung der privaten Krankenversicherung werden vor diesem Hintergund folgende Bestandteile berücksichtigt: die wirtschaftliche Deckung des Krankheitsrisikos. Für das Krankheitsrisiko wird die Beitragsberechnung der privaten Krankenversicherung herangezogen. Sie bildet den grössten Teil der Prämien und repräsentiert die tatsächliche Deckungsleistung; die aktuellen Verwaltungs- und Vertriebkosten der Versicherung; die Spargeldleistung für die Altersvorsorge.

Neue Versicherte im Bereich der Altersgruppe der 25- bis 66-Jährigen müssen seit dem Jahr 2000 einen Beitragszuschlag von zehn Prozent zahlen, um für die Deckung weiterer Altersversorgungsleistungen Vorsorge aufbauen zu können. Aus diesen "Systemunterschieden" zwischen Krankenkasse und privater Krankenversicherung folgt, dass es nicht möglich ist, eine Pauschalaussage darüber zu machen, ob die Pflicht- oder Privatversicherung "billiger" oder "teurer" ist.

Stattdessen richtet sich die tatsächliche Last nach der Lebens- und Ertragssituation des Einzelnen und die individuelle Lebensentwurfsplanung ist auch für die zukünftige Entwicklung der Beiträge von Bedeutung. Wenn Sie eine Gastfamilie begründen wollen, müssen Sie anders rechnen als jemand, der allein sein will oder sich gegen das Kinderkriegen ausgesprochen hat. Nur bei einem Gehalt oberhalb der Bemessungsschwelle oder als Selbstständiger und in Einzelfällen auch als Angestellter kann die Wahl zwischen Krankenkasse und privater Krankenversicherung getroffen werden.

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