Kundendaten Verkaufen

Verkaufs-Kundendaten

Fahrzeuge direkt, über eine Tochtergesellschaft verkaufen oder. die Kundendaten mitnehmen und den bestmöglichen Verkauf für ein praktisch identisches Produkt ermöglichen. Achtung beim Vertrieb von Kundendaten Werden Kundendaten von einem Konzern im Zuge eines Unternehmensverkaufes im Zuge eines "Asset Deals" oder aus anderen GrÃ?nden verkauft, sind die Datenschutzbestimmungen zurÃ? Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Angaben für den Auftraggeber nicht nutzbar sind und beide Seiten eine erhebliche Geldstrafe (bis zu 300.

000 EUR) zahlen müssen.

Werden bei einem Anlagengeschäft Einzelwerte eines Betriebes, wie z.B. Grundstück, Maschine oder Kundendaten, verkauft und nicht das Gesamtunternehmen (oder ein Teil des Betriebes), so ist die Übermittlung von Kundendaten eine Datenfernübertragung nach 3 Abs. 4 Nr. 3 BDSG, die nur in begrenztem Umfang möglich ist.

Für den Fall eines nach Datenschutzgesetz nicht zulässigen Verkaufes von Kundendaten im Zuge eines Firmenverkaufs hat das Bayerische Staatliche Datenschutzamt (BayLDA) kürzlich eine Geldstrafe in zweistelliger Millionenhöhe verhängt. Bei einem Online-Shop kam es zu einer unbefugten Weitergabe von E-Mail-Adressen von Kunden. Die BayLDA kommentiert: "Bei Asset Deals werden persönliche Kundendaten manchmal unter Verletzung der Datenschutzgesetze verkauft.

Zur Erhöhung der Sensitivität von Unternehmungen werden wir auch in anderen dafür vorgesehenen Ausnahmefällen Bußgelder verhängen. "Kundendaten sind oft ein sehr wertvoller Vermögenswert eines Betriebes, da sie für Direktwerbung verwendet werden können. Wenn es sich bei dem Kunden jedoch um eine physische Personen handeln sollte, sind seine Angaben "personenbezogene Daten" im Sinn des Datenschutzgesetzes.

Die Weitergabe personenbezogener Kundendaten an Dritte erfordert prinzipiell die ausdrückliche Genehmigung des Auftraggebers, sofern das Gesetz nichts anderes vorsieht. Es liegt eine rechtliche Genehmigung vor, erstens, wenn die Angaben frei verfügbar sind, zweitens, wenn die Übertragung der Vertragserfüllung gegenüber dem Auftraggeber diente oder drittens, wenn die Übertragung zum Schutz der Rechte des Senders erforderlich ist.

Für den Verkauf von Kundendaten gelten diese jedoch in der Regelfall nicht, so dass prinzipiell die Einwilligung ( "Opt-in") des Auftraggebers in die Weitergabe seiner Kundendaten an den Acquirer einzuholen ist oder ihm in jedem Fall ein Einspruchsrecht (Opt-out) einzuräumen ist, das er dann nicht wahrnimmt. In der Realität ist dies jedoch oft schwierig umzusetzen, zumal die Angaben derjenigen Mandanten, die der Übertragung nicht zugestimmt haben oder die die Übertragung der Angaben nicht wünschen, nicht immer verfügbar sind.

Die Weitergabe der Auflistungsdaten an Dritte zu werblichen Zwecken ist auch ohne die Einwilligung des Auftraggebers möglich (§ 28 Abs. 3 BDSG). Aus diesem Grund beinhalten die Auflistungsdaten nicht die E-Mail-Adresse, die Telefonnumer, die Zahlungsmodalitäten oder andere Angaben, wie z.B. Angaben zu den vom Verbraucher getätigten Einkäufen ("Bestellhistorie"). Hat der Auftraggeber auch E-Mail-Adressen und Rufnummern des Auftraggebers im Rahmen des Datenschutzrechts in vertretbarer Form erfasst, ist jedoch zu beachten, dass eine Werbeadresse per E-Mail oder telefonisch gemäß 7 des Wettbewerbsgesetzes (UWG) ohne vorhergehende schriftliche Einwilligung des Auftraggebers nicht zulässig ist.

In diesem Zusammenhang ist der Umfang der erhobenen Informationen nur eingeschränkt möglich.

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