Newsletter Tracking

Nachverfolgung von Newsletter-Nachrichten

Die Verfolgung von Newslettern ist ein Muss für jede professionelle E-Mail-Kampagne. Das Newsletter-Tracking ermöglicht die Auswertung von E-Mail-Marketing-Kampagnen. Verfolgung im E-Mail-Newsletter und Datenschutzerklärung Im folgenden Beitrag wird erläutert, wie Tracking aus technischer Sicht abläuft und welche gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen sind. In der Vergangenheit bestand der Newsletter nur aus Texten ohne jegliche Aufmachung. Diese sind heute aufwändig gestaltet, beinhalten Fotos, große und kleine Schlagzeilen, Verknüpfungen zu Artikeln und vieles mehr.

Das Erstellen solcher E-Mails ist jetzt ganz unkompliziert, denn Newsletter-Dienstleister stellen einen so genannten "What You See Is What You Get" Editor (WYSIWYG) zur Verfügung, der wie Microsoft Word abläuft.

Wenn Sie nun den Newsletter mit Bild, Link und Textstelle gestalten, Ã?bernimmt der WM-Editor die Generierung der Mails. Allerdings sind die Fotos nicht an die E-Mail gehängt, sondern werden auf einem Server gespeichert und beim Start des Newsletter neu geladen und wiedergegeben. Zählende Pixel sind sehr kleine, oft nur 1×1 Pixel große Bilddaten, die in die Newsletter-E-Mail eingebunden sind und so die Aufzeichnung von Protokolldateien und die Analyse von Protokolldateien ermöglichen.

Wenn der Benutzer nun die jeweils zuvor geöffnete E-Mail öffnet, wird der Pixelcode vom Datenserver des Newsletter-Betreibers heruntergeladen und zugleich einige Angaben über den E-Mail-Empfänger übertragen, z.B.: ob die E-Mail offen war, Uhrzeit des Anrufs, sowie die zugehörige IPAdresse. Es ist auch möglich, die entsprechende Pixelcode-Bilddatei der für den Versandvorgang angegebenen E-Mail-Adresse zuzuordnen, indem die Pixelcode-Bilddatei einzeln erzeugt wird.

Außerdem können Verknüpfungen in der E-Mail Auskunft darüber liefern, welche Artikel interessierter sind - d.h. öfter angeklickt werden als andere. Sowohl diese Verknüpfungen als auch die Web Beacons sind individualisierbar und ermöglichen so Rückschlüsse auf den entsprechenden Newsletter-Empfänger. Nahezu alle auf den Newsletter-Versand spezialisierten Anbieter haben inzwischen die oben beschriebenen Optionen und können neben Pseudonymisierungen, die keine Rückschlüsse auf einzelne Benutzer erlauben, auch ein Personal Tracking anbieten.

Der Versand von E-Mail-Newslettern ist nur mit Zustimmung oder in Ausnahmefällen unter den strengen Bedingungen des § 7 Abs. 3 UWG zulässig. Deshalb muss auch die Erfassung, Bearbeitung und Weitergabe personenbezogener Nutzerdaten mit Hilfe von Web Beacons oder individualisierten Verknüpfungen in E-Mails durch eine Datenschutzerlaubnis abgedeckt sein.

Das TMG schreibt in 15 Abs. 3 TMG explizit die Möglichkeiten der Profilerstellung bei der Nutzung von Decknamen zum Zweck der Bewerbung, der Produktforschung oder zur bedarfsorientierten Ausgestaltung von TMG vor. Dies ist daher möglich, wenn pseudonymisierte Nutzerprofile angelegt werden und der Benutzer im Zuge der Mitteilung nach 13 Abs. 1 TMG über sein Widerspruchsrecht informiert wurde und er es nicht in Anspruch genommen hat.

In der Regel heißt das, dass im Zusammenhang mit der E-Mail-Verfolgung die Nutzdaten nicht zusammen mit der E-Mail-Adresse oder den IP-Adressen, sondern nur zusammen mit einer nach dem Zufallsprinzip generierten Codenummer abgelegt werden dürfen. Diese Codenummer darf nicht mit der E-Mail-Adresse des Benutzers zusammengeführt werden. Außerdem sollten gesendete Newsletter unmittelbar nach dem Versand unwiderruflich vernichtet werden, da sie sonst die Möglichkeit bieten würden, die Codenummer mit der E-Mail-Adresse zu verschmelzen.

Darüber hinaus ist es erforderlich, den Benutzer bei der Registrierung für den Newsletter über die pseudonymisierte Verfolgung zu informieren und ihm die Widerrufsmöglichkeit zu geben. Meiner Meinung nach kann dies im Zuge der Informationspflicht nach 13 Abs. 1 S. 2 TMG innerhalb der Datenschutzhinweise geschehen, wodurch man sich das Wissen über die Datenschutzhinweise bestätigt zu haben.

Vorhandene Newsletter-Abonnenten sollten per E-Mail (ohne integriertes Tracking) über den Sachverhalt der zukünftigen Pseudonymisierung und über die Widerspruchsmöglichkeit auf dem Laufenden gehalten werden. Letztendlich muss auch der Gegensatz zum Tracking realisiert werden. Natürlich ist es jetzt möglich, diesen Benutzer vollständig von E-Mail-Newslettern auszunehmen, aber es ist besser, den Einspruch so zu implementieren, dass Benutzer, die von ihrem Einspruchsrecht Gebrauch gemacht haben, in einen Newsletter-Verteiler aufgenommen werden, der ohne entsprechende Verfolgung verschickt wird.

Will man jedoch die durch den Newsletter erhaltenen Daten und Interessensgebiete des Benutzers direkt dem Benutzer zuordnen können, z.B. um ihn einer Interessengemeinschaft zuzuordnen, ist der Zugriff auf §15 Abs. 3 TMG gesperrt. Dabei sind die Anforderungen des 13 Abs. 1 und 2 TMG zu berücksichtigen und ein personalisiertes Newsletter-Tracking ist nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Benutzers erlaubt. Der Benutzer hat seine Zustimmung bewußt und unmissverständlich gegeben (Transparenz), die Zustimmung wird aufgezeichnet, der Benutzer kann die Zustimmung zu diesem Thema für die Zeit nach der Registrierung wiederrufen.

Dabei ist es von Bedeutung, dass der Benutzer seine Zustimmung auf freiwilliger Basis gibt und über die Verarbeitung der Daten hinreichend aufklärt ist. Darüber hinaus muss der Benutzer bei der Einreichung der Einverständniserklärung eigene Maßnahmen, wie z.B. das Aktivieren eines Kontrollkästchens, ergreifen. Die Bedingungen für die persönliche Nachverfolgung in Newslettern für Bestandskunden werden wahrscheinlich mit den größten Schwierigkeiten umgesetzt.

Das Versenden einer E-Mail, die darüber Auskunft gibt, ist in jedem Fall nicht aussagekräftig. Stattdessen muss der bisherige Teilnehmer über das Tracking und sein Rücktrittsrecht aufgeklärt werden und darüber hinaus durch Anklicken eines Links dem zukünftigen Tracking einwilligen. Wenn er nicht klickt und nicht Widerspruch erhebt, kann keine stillschweigende Einwilligung zur Verfolgung unterstellt werden.

Erfolgt keine Zustimmung, muss das Tracking für den Benutzer unterlassen werden. Bei Inanspruchnahme eines externen Dienstleisters für den Versand oder die Verfolgung von Newslettern ist eine Einigung über die Bestelldatenverarbeitung nach §11 BDSG zu erzielen. Das betrifft sowohl den Falle von Passwörtern als auch den Falle von Personenverfolgung.

Ist kein Vertrag über die Bestelldatenverarbeitung nach 11 BDSG abgeschlossen oder nicht ordnungsgemäß abgeschlossen, wird eine Geldstrafe nach 43 Abs. 1 Nr. 2b BDSG verhängt. Wird die Datenübermittlung in Drittländer ohne entsprechenden Schutz erfolgt, handelt es sich um einen schweren Verstoss, der mit einer Geldstrafe von bis zu 300.000 EUR nach §43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG bestraft werden kann.

Hohe Bußgelder und die Gefährdung durch eine Warnung von Wettbewerbern oder gar der Verbraucherberatungsstelle allein machen es notwendig, sich mit der Gestaltung von E-Mail-Newslettern und der damit einhergehenden Verfolgung auseinanderzusetzen und die Erfüllung der rechtlichen Anforderungen zu gewährleisten.

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