Nutzerdaten Kaufen

Benutzerdaten kaufen

Bei vielen Daten müssen Unternehmen nicht einmal Platten kaufen. Erhebung, Handel und Nutzung von Verbraucherdaten Weltweit erfassen und werten Firmen kontinuierlich personenbezogene Nutzerdaten aus und benutzen sie zur Analyse, Beleuchtung und Stempelung digitaler Briefmarken. Jeder, der glaubt, "nichts zu verbergen" zu haben, weiß nicht, wie wichtig die Information ist, die aus dem Datenmaterial destilliert werden kann: Firmen setzen sie in hohem Maße ein, um Charakterzüge, Leistung, Intellekt, Geisteszustand, Bildungsstand, Krankheitswahrscheinlichkeit, psychopathische Prädisposition, Bonität und viele andere Merkmale von Menschen abzuleiten - oft ohne ihr Wissen.

Das Datenaufkommen, das der Einzelne hinterlässt, nimmt rapide zu. 90 Prozentpunkte aller durch die Internetnutzung generierten Informationen sind in den vergangenen zwei Jahren erstellt worden. Aktuell erfassen Unternehmen und Regierungsstellen wie die US-Navy alles Mögliche. Aber eines ist sicher: Was wir im vergangenen Jahr gemacht haben, war noch nie so transparent.

Unter Big Datas versteht man nicht nur die Erfassung und Auswertung vieler Informationen, sondern auch die Zusammenführung verschiedener Informationsquellen. Wenn ein so genannter Datenwissenschaftler seine eigenen Angaben mit externen Angaben zusammenführt, redet er von einer "Anreicherung" - die Verschmelzung bringt einen Informationsgewinn: Fügt er z.B. die Postanschrift oder gar Charakterzüge zur E-Mail-Adresse einer Testperson hinzu, so macht er die Angaben für die Nutzung aufwertung.

Daher scheint es nur logisch, dass alle unsere personenbezogenen Angaben Gegenstand eines lebendigen Schachspiels waren. Aber es wird von großen, global tätigen Unternehmen wie Akxiom, Diatalogix, Rapleaf, Core Logic und PeekYou dominiert. Als einer der Branchengrößen generiert das Unternehmen jährlich mehr als 1 Mrd. US-Dollar pro Jahr und betreut über 16.000 Datensätze für seine mehr als 7.000 Abonnenten.

Im Durchschnitt verzeichnet Akxiom in seinen Datenbeständen 1500 einzelne Datenelemente pro Haus. Danach differenziert das Unternehmen zwischen Rauchern und Nichtannehmern oder nach Präferenzen in den Sparten der Bereiche des Sports, der Erholung, der Technologie, der Kommunikation und des Fremdenverkehrs. Akxiom ermöglicht es anderen Datenerhebern, ihre bestehenden Datenprofile mit Daten aus den eigenen Datenbeständen von Akxiom zu ergänzen. In der Anzeigenverwaltung von Facebooks findet sich nun der Hinweis: "Acxiom Microtype enthält die umfangreichsten Zielgruppenangaben und erfüllt die Anforderungen des BDSG.

Bei allen Angaben handelt es sich um statistisch fundierte Schätzungen, die nach der Empfindlichkeit auf Haus-, Mikrozellen- (5 Haushalte) oder Straßenebene zusammengefasst werden. "Woher kamen diese Angaben? Hier heißt das Schlagwort ebenfalls "Datenfusion": So arbeitet z. B. Accxiom seit mehreren Jahren mit ImmobilienScout24 zusammen. Das dort gesammelte Wissen über gemietete und veräußerte Appartements und Immobilien landet daher in den Datenbeständen von Axiom.

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