Personendaten Verkaufen

Verkaufen Sie personenbezogene Daten

Dieser Start versprechen Ihnen viel Aufwand für Ihre Kunden. "â??Das groÃ?e Ãrgerproblem ist, dass viele Dinge passieren, ohne dass die Menschen von der Bewertung erfahren, und die Daten sind nicht immer korrektâ?

?, erklÃ?rt Molly Schwartz, Spezialistin fÃ?r den Bereich Datenbankmanagement bei der Open Knowledge Foundation. Vor allem bei der Verknüpfung verschiedener Datenbestände traten oft Probleme auf, weshalb Schwartz im DataWallet Konzept viele Vorzüge für potentielle Käufer sieht: "Die Information ist zuverlässiger und viel zeitnäher.

"DataWallet Mitbegründer der Firma Kerafin Löwe Engel in Berlin. Die Höhe der Einnahmen, die DataWallet-Nutzer mit ihren Social Media-Profilen erzielen können, ist abhängig von der eigenen Öffnung, aber auch von der Datennachfrage. "Wird eine Auswertung mit einem gewissen Anforderungsprofil abgerufen, bezahlen wir zehn Dollar", sagt Engel, "im Rahmen einer Gesamtanalyse gibt es eine zeitanteilige Zahlung.

"Unternehmen würden niemals Name oder andere Angaben erhalten, die eine Rückverfolgbarkeit ermöglichen, meint die 24-Jährige, auch wenn die anonymen Profilen Aufschluss über Merkmale wie Gender, Lebensalter und Interesse geben. Auch wenn sie keine Angaben machen. "Datenschutz ist unsere oberste Maxime", sagt Engel und verspricht: "Wir werden den größten Teil unserer Analyse-Technologie über das Internet veröffentlichen, damit jeder sieht, wie sie aussieht.

DataWallet erhofft sich von solchen Erkenntnissen, dass Unternehmen gewillt sein werden, 1100 Euro und mehr pro Kalendermonat zu zahlt. "â??Die von uns zur VerfÃ?gung gestellten Auswertungen beruhen zu hundert Prozentpunkten auf Tatsachen, auf die niemand sonst zurÃ? "â??Wir sind bereits mit rund zwanzig Unternehmen zusammen, darunter auch mit Fortune-500-Unternehmen. "â??Die Datenbasis wird bisher mit Registrierungen von fÃ?r ca. 20000 Benutzern gespeist, tÃ?glich kommen neue hinzu - so viele, dass das kleine Unternehmen mit der Nachfragesituation Ã?berhaupt nicht Schritt halten kann.

"Im Moment sind es 83 Wochen", sagt Engel, versprach aber, dass dies bald "drastisch sinken wird, weil wir auf die Straße gehen". Sie haben mehr als 300.000 Euro an Seed-Kapital aufgebracht, darunter den bekannten Silicon Valley Investor Tim Draper. Die Geschäftsidee ist in erster Linie auf Millenniums in den USA fokussiert, aber auch international tätige User können sich anmelden und Geld verdienen, erklÃ??rt der Kölner Engel, der zwischen Berlin und San Francisco pendelt.

"Molly Schwartz von der Open Knowledge Foundation betrachtet das Vorhaben als ein weiteres Signal, dass Internetzugänge immer mehr darauf aus sind, ihr soziales Selbst besser zu erlernen. "Das DataWallet hat zweifellos den Mut dazu gefunden, aber das Unternehmen ist nur ein Teil eines großen Ganzen", sagt der Datenforscher und bezieht sich auf Maßnahmen wie die Initiative MetaCast von South African Meeco Labs, die auch Unternehmen einen gezielten Einblick in ihre eigenen Online-Aktivitäten geben soll.

"Anstatt dass andere Menschen über uns personenbezogene Angaben erheben und verkaufen, bieten wir die Angaben nun selbst an", sagt Schwartz. "Darüber hinaus gibt es die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, die die Unternehmer verpflichtet, die Vertraulichkeit der Internetnutzer mehr als bisher zu achten. "Dies müssen Unternehmer in Betracht ziehen, ob sie es wollen oder nicht", sagt Schwartz.

"Alternativ zu Providern wie DataWallet und Meeco wird in Skandinavien an einem neuen Produkt namens MyData gearbeitet, das als Open-Source-Projekt konzipiert ist. In jedem Fall wird es Jahre dauern, bis die Internet-Nutzer selbst feststellen können, wohin ihre Informationen gelangen - davon ist auch der serafinische Löwe Engel Ã?berzeugt. "Der DataWallet wird den Data Broker-Markt nicht über Nacht zerstören", gibt er zu.

Vielleicht könnte sein Unternehmen aber auch dazu beizutragen, dass Geldströme umgeleitet werden - weg von den Kollektoren, die hauptsächlich im Geheimen tätig sind, hin zu den Menschen, die im Mittelpunkt der gesuchten Information sind. Engel ist der Meinung, dass selbst das Preis-Leistungs-Verhältnis, das sein Unternehmen seinen Anwendern bietet, "eigentlich eine Nebensache" ist.

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