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Die Schweizerische Post bietet gefälschte Adressen in noblen Bezirken an. Ein Swiss Post Box ist eine ziemlich praktische Sache. Von den Schweizern hat ein Vierteldollar mehrere Wohnviertel. In der Schweiz ist es "in", mehrere Residenzen zu haben: Ungefähr ein Viertel der Einwohner wohnt an mehr als einer Standort. Dass viele Menschen in der Schweiz an unterschiedlichen Standorten leben, hat die Diskussion über den Bau von Zweitwohnungen bereits vorweggenommen.

Laut einer Untersuchung des Wohnforums der ETH Zürich (ETHZ), der Uni Basel und der FH Luzern leben 28% der Umfrageteilnehmer heute an mehreren Standorten.

Von denjenigen, die an mehreren Standorten wohnen, haben 9% gar vier oder mehr Domains. Beispielsweise kenn ich eine Jugendliche, die für ihre Ausbildung in Basel wohnhaft ist, aber auch regelmäßig mit ihrer Mama, ihrem Papa und ihrem Liebhaber lebt", sagt der Sozialwissenschaftler Cédric Duchêne-Lacroix, Mitautor der Untersuchung. "Dass mehr als ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger der Schweiz mehrere Wohnungen haben, hat verschiedene Gründe.

In den Befragungen konnten mehrere Gründe aufgezeigt werden. Bei den Altersgruppen, die an mehreren Stellen am meisten vertreten sind, handelt es sich um die 15- bis 24-Jährigen. Ledige (36,5%) und Scheidungswillige ( "divorced people") wohnen an mehreren Stellen öfter als Ehepartner (22%). Eine wechselnde Haft bedeutet auch, dass sich die Scheidungskinder an mehreren Wohnsitzen wiederfinden.

Multilokaler Wohnungsbau spiegelt den sozialen Wandels wider. "Die mit der Beschäftigung verbundenen multilokalen Lebensumstände waren früher anders als heute. In den Alpen zum Beispiel gab es ein vielfältiges Leben, das heute beinahe verloren gegangen ist. Ich habe ein Pärchen kennengelernt, das mehrere Residenzen hat. Ihre Frau ist in Zürich ansässig, wo sie ein zweites Zuhause hat, während ihr Mann mit ihrer zweieinhalbjährigen Tochtergesellschaft als Haushaltsmann in Neuchâtel auftritt.

"â??Meine Ehefrau konnte ihren Job in Neuenburg nicht machen und muss deshalb in ZÃ?rich bleibenâ??, sagt Pierre-François Besson. Nebenbei bemerkt, die Gastfamilie meiner Gattin wohnt in Zürich. "Das " Multilokale Leben in der Schweiz " wurde vom SNF gefördert. In den Jahren 2012 bis 2015 haben Wissenschaftler der ETH Zürich (ETH Wohnforum), der UniversitÃ?t Basel (Institut fÃ?r Soziologie) und der HTL-LUWL Luzern (FakultÃ?t fÃ?r Wirtschaft) die Projektstudie durchfÃ??hrt.

Grundlage der Untersuchung ist eine repräsentative Auswahl von 3246 Menschen im Lebensalter zwischen 15 und 74 Jahren. Außerdem muss man im täglichen Leben auf ein paar Kleinigkeiten achten, z.B. um an beiden Stellen immer genügend Kleidung zu haben. "Für die Wissenschaft ist das multi-lokale Leben zu einem "Massenphänomen" geworden. Doch ist es angesichts der dauerhaften Wohnraumknappheit in einigen Gebieten und der extrem niedrigen Liegenschaftspreise in der Schweiz nicht unmoralisch oder gar unsozial, dass ein gutes Drittel der Grundbesitzerschaft mehr als eine Ferienwohnung hat?

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