Private Mailadresse

Persönliche E-Mail-Adresse

Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "privater E-Mail-Adresse" - Deutsch-Englisches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von deutschen Übersetzungen. Nachrichten auf dem privaten Handy Dabei wurden professionelle E-Mails aus dem Firmen-E-Mail-Postfach an einen persönlichen weitergeleitet. Sie hatten auch ihre E-Mails aus den streng geschützten E-Mail-Postfächern der Bundesregierung in ein persönliches Briefkastensystem umgelenkt. Schließlich nicht an eine E-Mail-Adresse bei einem Provider wie Google oder 1und1. Welche Sicherheit bieten vertrauenswürdige Daten in einem persönlichen E-Mail-Posteingang?

Dennoch ist deutlich, wo das Problemfeld liegt: Vertrauenswürdige E-Mails und Inhalte, möglicherweise auch empfindliche persönliche Angaben, hinterlassen eine wohl gut abgesicherte ITLandschaft. Wem stehen diese Angaben und Angaben dann zur Verfügung, wenn sie in einem persönlichen E-Mail-Konto verschwinden? Vor der LAG waren ein in Berlin ansässiges Unternehmen zur Fertigung von Rückkühlsystemen und ein seit dem 01.07.2006 als "Senior Expert Sales & Engineering" tätiger Arbeitnehmer streitig (Urteil vom 16.05.2017; Az.: 7 SA 38/1).

Sein Anstellungsvertrag sah vor, dass auf private elektronische Datenträger gespeicherte Angaben und Auskünfte auf Wunsch unverzüglich, längstens jedoch bei Auflösung des Anstellungsverhältnisses, zu vernichten sind. Die Mitarbeiterin war mit ihrer Beschäftigung nicht zufrieden. Inzwischen war der Auftraggeber misstrauisch geworden. Das Ergebnis: Am 25. April 2016 schickte er abends an seine private E-Mail-Adresse eine Vielzahl von E-Mails von seinem Arbeitsort.

Die Beteiligten konnten sich nicht auf die exakte Zahl der vor Gericht versandten Sendungen einigen. Inhalt waren ein von einem Kollege geführtes Bauvorhaben und Berechnungsgrundlagen für dieses Bauvorhaben, die technischen Angaben und Kalkulationsparameter sowie Entwürfe von Verträgen und Wartungsverträgen. In einem darauffolgenden Interview beschuldigte der Auftraggeber den Arbeitnehmer, die geheimen Informationen über seinen neuen Auftraggeber bei sich tragen zu wollen.

Der änderungswillige Arbeitnehmer gab in einer anschließenden mündlichen Verhandlung zu, dass er seit Jahren E-Mails an seine private E-Mail-Adresse schickt, um von zu Haus aus zu telefonieren, ohne je Einspruch erhoben zu bekommen. Er hatte nicht die Absicht, die Angaben zu einem neuen Auftraggeber mitzunehmen. Darüber hinaus ist die Übermittlung von offiziellen Informationen an seinen Privatcomputer in seinem Anstellungsvertrag erlaubt.

Die Mitarbeiterin beschwerte sich - und ging verloren. Die LAG hat die Weitergabe von E-Mail -Nachrichten an das Privatkonto als schwerwiegende berufliche Pflichtverletzung eingestuft, die eine außerordentliche Beendigung rechtfertigt. Weil der Beschwerdeführer mit einem eigenen Notebook ausgestattet war, war eine Übertragung auf ein Privatgerät nicht erforderlich. Vielen Mitarbeitern fällt es nicht schwer, Firmen-Mails weiterzuleiten, um sie zu Haus zu verarbeiten.

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