Schober Adresskauf

Die Schober-Adresse Kauf

Die Datenbeschaffung Zum Preis von 1,50 EUR zuzüglich USt. Mit 12 Cents darauf, dann gab es auch die Rufnummer von Ute F. Personenbezogene Daten über Privatpersonen sind sehr leicht zu erraten. Sie müssen lediglich einen entsprechenden Fachhändler im Netz wie die Schober Information Group aus Tübingen bei Stuttgart aufsuchen und sich als Kunden anmelden. Alles, was du brauchst, ist eine E-Mail-Adresse.

Bereits heute können Sie rund 50 Mio. private Adressen im Internet durchsuchen, zu denen zehn Mrd. mehr Informationen hinterlegt sind. Gerne übernimmt Schober auch die Sonderinteressen der Lager wie "Mode", "Haushalt" und "Luxusgüter". Das Adresshandelsunternehmen verfügt über die größte Bandbreite an Zielgruppen auf dem Bietermarkt. Etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ordnen und gestalten die Flut von Daten bei Schober.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Traditionsunternehmen einen Jahresumsatz von 140 MIO. Das Datenpaket Nr. 1 (SELEKTION_ 5910632) beinhaltet 94 Personen, meist mit Telefonnummern: Menschen zwischen 30 und 45 Jahren, die in großen Hamburger Altenheimen wohnen und eine große Nachfragemacht haben. Preis: 177,21 EUR. Das Datenpaket Nr. 2 (SELEKTION_ 5910945) stellt 58 Hamburger Anschriften, teilweise mit Mobilfunknummern, zur Verfügung:

Die Einzelzimmer inklusive Telefonnummer für 91,68 EUR. Diese Auflistung kostet nur 95,58 EUR. Inwiefern kann ich meine personenbezogenen Nutzungsdaten schützen? Die Konsumenten können nicht ausschließen, dass ihre Anschrift, ihr Alter oder ihre Kundennummer bekannt werden. Sie können sich dort registrieren, wenn Sie keine Adressmailings wünschen. Allerdings ist ihr flächendeckender stationärer Auftritt in Deutschland nur für die Betriebe selbstständig.

Bewerbungsformular unter Tel.: 07156/95101010 - Sie haben ein Recht auf Auskunft bei Unternehmungen, die offensichtlich Angaben von Ihnen gemacht haben. Überprüfen Sie, was gelagert wird und verbieten Sie die weitere Verwendung. - Sollten Sie ungewollte Werbesendungen empfangen, offenbaren Sie keine Angaben zu Ihrer Person, sondern verbieten Sie die weitere Verwendung der Nummern.

Während der Testgespräche reagierte die Bevölkerung am anderen Ende der Linie wie Ute F., als sie hörte, was über sie gelagert und gekauft wurde: "Ich bin erschrocken. "Einige der Anrufer wurden aus Protest gegen die Verwendung ihrer Informationen fotografiert. "Der Wiederverkauf von Anschriften finde ich tief empörend", sagt Thomas W. "Ich habe erst vor fünf Jahren die Klasselotterie gespielt", ist Rolf B. verärgert.

"Die Datenerheber haben Deutschland im Griff: Firmen wie Schober, die Bertelsmann-Tochter AG Direct, aber auch Brief und Telekom setzen Daten über unser tägliches Handeln in bares Geld um. Der Grundsatz dieses Geschäfts ist einfach: Je besser Sie Ihre Kundschaft kennen, umso mehr Einnahmen können Sie aus ihnen herausholen. Personenbezogene Anzeigen sollen den Kauf von Fahrzeugen, Kleidung, Wein, Rotweinen, Zeitungsabonnements oder Lotterielosen fördern.

Datenerhebern wie Schober und Co. sammeln so viel wie möglich über uns. Du kaufst Anschriften, soziodemographische Informationen, grabst im Netz, organisierst Befragungen, filterst, vergleichst, kombinierst. So haben allein die Unternehmen Rückzahlung, Happy-Digits und Deutschlandcard 90 Mio. Vertragskunden, die ihr Konsum- und Nutzungsverhalten für einen kleinen Rabatt beim Kauf offen legen wollen.

Das Kartenunternehmen nutzt die Informationen unter anderem für Handelsfirmen und Kreditinstitute. Beispielsweise können Kundinnen und Kunden, die bei Dänisches Bettenlager eine Bettwäsche erwerben, vom Payback-Partner Kaufhof sofort mit den aktuellen Bettwäscheunterlagen beliefert werden. Auch rechtlich: Nach dem DSG sind Namen, Anschrift, Geburts- und Berufsjahr sowie ein weiteres Merkmal uneingeschränkt verkäuflich - sofern die Verbraucher nicht ausdrücklich Widerspruch erheben.

Einfaches Datenmaterial ist preiswert zu haben. Die großen Adresse Händler haben 1000 laufende Anschriften für 100 EUR, 1000 geprüfte E-Mail-Adresse für 60 EUR. 1.000 arbeitende Rufnummern für 50 EUR. Vor allem die Information im Netz ist sehr umfangreich: Über 40 Mio. Menschen aus aller Welt benutzen das World Wide Web. Sogar intime Anschriften, die selbst die erfahrensten Adresskaufleute in der Vergangenheit nicht erreichen konnten, sind dort zu finden:

Alexander Dix, Berlin, Kommissar für den Bereich des Datenschutzes und der freien Informationspolitik, warnt: "Datenhändler können sich als Benutzer in soziale Netzwerke eintragen und Dateien auslagern, da keine Verifizierung erfolgt. Wenn Sie z.B. ein paar Pfannkuchen kostenlos erhalten möchten, sollten Sie nicht nur die Anschrift und E-Mail-Adresse, sondern auch das Geburtsdatum und das Geburtsgeschlecht des Kindes, Angaben über andere Nachkommen und die Frage, ob es gerade eine ungewollte oder ungewollte Geburt gibt, angeben.

Weil nur wenige dazu in der Lage sind, sind die Strategen am Ende die echten Gewinner: Sie haben tagesaktuelle Anschriften mit einem Interessensprofil. Dabei handelt es sich um kleine Teildateien, die wie bei virtuellen Kameras aufgezeichnet und kodiert werden, welche Webseiten und Artikel des Unternehmens der Benutzer auswählt. Schritt für Schritt weiss das Unternehmen ganz konkret, welche Offerten den Surfenden besonders interessieren.

Firmen wie Doubleclick aus den USA verwenden zudem sogenannte Chips, um das Surfen eines Benutzers auf mehreren Websites zu protokollieren. Technisch ausgereift werden die Ergebnisse in einem einzelnen Keks gespeichert und an die Werbebranche weitergeleitet. Google verwendet in seiner Website nicht nur so genannte Chips, sondern ordnet sie auch mit richtigen Bezeichnungen zu, wenn der Benutzer ein E-Mail-Konto bei Googlemail anlegt.

Das Unternehmen durchsucht auch den Content von E-Mails, um sinnvolle Unterlagen über seine Kundschaft zu verfassen und ihnen geeignete Werbebotschaften zu schicken. Letztes Jahr kaufte Google das Unternehmen für 3,1 Mrd. USD. Nur, dass es heute nicht der Zustand, sondern die Ökonomie ist, die dem Großen Bruder etwas gibt. 80% aller Informationen werden von der Ökonomie und 20% vom Land aufbewahrt.

"Rund 1300 Adressmakler werden wahrscheinlich in Deutschland tätig sein und diese Tatsachen nutzen, um den elektronischen Menschenhandel zu fördern. Zukünftig dürfen personenbezogene Nutzerdaten nur noch nach vorheriger ausdrÃ??cklicher ErklÃ??rung weitergeben werden. Auch die Bonität der Kundschaft wird regelmässig überprüft. Beispielsweise die Bertelsmann-Tochter Arvato Services, die 67 Mio. Kreditprüfungen pro Jahr für Versandhäuser vornimmt, passt ihre Anschriften laufend an die aktuellen Debitorenlisten der örtlichen Gerichte an, in denen insolventen Menschen mit Name und Geburtstag erfasst werden.

Von 65 Mio. Menschen hat das Wiesbadener Familienunternehmen 433 Mio. Stück Information gesammelt: Grunddaten, Bankverbindung, Kreditkarte, aktuelle Darlehen, Ausfälle. Niemand kann steuern, ob Firmen die Datenschutzgesetze befolgen. In Deutschland wären die Datenschutzverantwortlichen der Bundesländer für die Kontrolle der mit dem Datenhandel tätigen Betriebe verantwortlich.

Am Standort Hamburg übernehmen nur drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Leitung. Befragt man Angestellte großer Datenerfasser nach Kontrollmöglichkeiten, schüttelt man oft den Kopf: "Wir haben sie noch nie gesehen. "Und schlechter: "80 bis 90 Prozentpunkte der Unternehmen bewerten im Netz unzulässige Dinge", sagt ein verantwortlicher Leiter einer Mediengruppe.

Die Inhaberin einer Düsseldorf Marketing-Agentur, die für große Unternehmen tätig ist und deshalb ungenannt bleibt, lacht: "Innerhalb weniger Wochen können Sie selbst empfindliche Informationen sammeln. "In der Industrie bieten windige Händler regelmässig CD's mit Adresslisten an. Das Gespenst ist aus der Flasche", sagt Edda Costello, Expertein der Konsumentenzentrale Hamburg.

"â??Die rechtswidrige Ã?bermittlung von Informationen erfolgt, weil es Kunden gibt, die sie verwenden. "Allein bei der Telekom haben bis zu 25600 Beschäftigte in Call Centern und rund 800 T-Shops Zugriff auf die Leistungsdaten von über 30 Mio. Festnetz- und 38 Mio. Mobilkunden.

Laut Erwin Recktenwald, Sicherheitsbeauftragter der Deutschen Telekom, wird es erfasst und innerbetrieblich kontrolliert, wer wann auf welche Leistungsdaten zugreift. In T-Shops konnten Angestellte keine Benutzerdaten drucken oder abspeichern. Darüber hinaus verhindert eine Blockadefunktion, dass Angestellte bestimmte Angaben machen - zum Beispiel die Anschlussdaten einer Straße. Die auf dem Bild angezeigten Angaben sind jedoch für Betrüger in vielen Faellen ausreichend.

Hier wurden die Informationen dann abgefangen. Aber auch der Datahandel blüht auf alte Weise: Vor drei Jahren erschienen im Adreßmarkt Ansichtskarten im Stapel - Reaktionen auf Verlosungen der Springer-Zeitschriften "Hörzu" und "Funkuhr" sowie anderer Zeitschriften. Die Lieferung erfolgte in Bananenkartons, an die sich ein hamburgischer Adressverkäufer erinnert: "Sie wurde in Bananenkartons geliefert. Eingeweihten zufolge implementieren einige Verlage jedoch mittlerweile nahezu ebenso viel mit den Angaben ihrer Kunden wie mit den Abonnements selbst.

Die neuen Bosse gaben ihm eine angebliche "pig-tearing"-Adressliste, die anscheinend aus einem Wettbewerb kam. Granert hat nie erfahren, was mit den Informationen passiert ist: Als er nach einem Wochende wieder zurÃ??ck zurÃ??ck zur Arbeit kommt, war das Call Center leider voll. Ihre Tocher stellte jedoch eines Tages fest, dass 25 unterschiedliche Glücksspielunternehmen regelmässig Gelder abheben: Lottoplus-Service 29,95 EUR, Wincompact 97,80 EUR, G-Winnjagd 89,97 EUR.

Sie hatte die Extrakte nicht überprüft, und so waren 6264,81 EUR in weniger als zwei Jahren weg. Weil unbefugte Lastschriften nur für sechs Monate storniert werden können, konnte die Tochtergesellschaft nur rund 1000 EUR sparen. Gut fünf Monate zuvor bemerkte er auf seinem Bankauszug einen schiefen Wert von 1451 E. S..

Bereits einmal, zwölf Jahre vorher, nachdem er dem Club angetreten war, war er von Adressverkäufern angesprochen worden: Plötzlich erhielt Bosbach Briefe von Anlegern. Diejenigen, die wissen wollen, wo und wie ihre Angaben aufbewahrt werden, scheitern oft - trotz rechtlicher Ansprüche (siehe Kasten). Anschrift, Namen und Geburtstag wurden abgespeichert, lernte sie und in welcher Fachabteilung sie für welchen Punktwert gekauft hatte.

Die Mitarbeiterin im Kundenzentrum konnte oder wollte dies nicht aufdecken. Übermorgen kann es für den Händler möglich sein, das Kundengesicht, das Wohnhaus und seine Präferenzen im Einzelnen auf dem Bildschirm zu sehen, bevor er telefoniert. "â??Wir mÃ?ssen nicht nur mit dem Energieverbrauch, sondern auch mit unseren Informationen umzugehen.

"Diese Nachricht ist bereits bei Schober in Deutschland eingetroffen. Mit dem Schlüsselwort Datensicherheit sichert der Adressenhändler zu: "Wir verwenden Ihre Angaben ausschliesslich für die Erfüllung Ihrer Anfrage und/oder den geschäftlichen Kontakt mit Ihnen. Eine Weitergabe von Informationen an Dritte erfolgt daher nicht. "Dies betrifft jedoch nur die Angaben unserer eigenen Kundschaft, die bei Schober einkauft.

Aber nicht an die 50 Mio. Menschen in der Schober-Akte.

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