Schober Direct Media ag

Die Schober Direct Media ag

und Dienstleistungen der Schober Direct Media AG. Befähigtes Unternehmensporträt der Schober Direct Media AG. Daten des Produktmanagers bei der Schober Information Group (Schweiz) AG.

Die Schober Direct Media AG wieder im Hause

Der Schober Konzern hat bekannt geben, dass er sein eigenes Unternehmens Schober Direct Media (SDM) zurückkaufen konnte. Der Medienkonzern Ringers hält seit 1995 20 Prozentpunkte der Aktien. Seit mehr als 20 Jahren arbeiten beide Firmen zusammen. SDM ist innerhalb der Schober-Gruppe für das Consumer Data Business zuständig. Die Offline-Daten des B2C werden von Schober und RINGE aufbereitet.

Mit dem Rückkauf der Aktien will Schober seine Position als Daten- und Technologielieferant in der Schweiz ausweiten. Die Gesellschaft möchte sich auf die Zusammenführung der beiden Geschäftsfelder B2 und B2 aufzeigen.

Data Trading: auf jeder Stufe erfasst.

Durch die Unterzeichnung der Registrierungskarte erlauben Migros-Kunden der Gesellschaft, "Informationen über ihre Käufe zu erheben und für Werbezwecke auszuwerten", wie in den Allgemeinen Bedingungen festgelegt. Aus diesen Angaben können echte Persönlichkeiten für Stammkunden der Migration entstehen. "Von der Möglichkeit, jeden einzelnen unserer Partner nach seinen individuellen Wünschen zu vermarkten, sind wir noch weit entfernt", sagt Christian Arpagaus von Cumulus Marketing.

Der Migros-Konkurrent Coop offeriert mit der Supercard auch ein Kundentreueprogramm, sammelt aber amtlich keine Angaben zum Kaufverhalten: "Wir erfassen Name, Anschrift, Kaufsumme und gesammelte Punkte", sagt Vorstandssprecher Karl Weisskopf. "Es ist unbegreiflich, warum Coop diese Informationen nicht verwendet", sagt ein Branchenkenner. "Würden wir solche Informationen erfassen, könnten wir den Waldvorrat vor lauter Jahren nicht mehr sehen.

An anderer Stelle werden jedoch Verbraucherdaten erhoben, was genau das erfordert. "So kann zum Beispiel mit Hilfe von Data Mining ermittelt werden, was Klienten, die ein spezielles Angebot gekauft haben, von solchen unterscheidet, die dies nicht tun", schrieben zwei Credit Suisse-Experten in einem Artikel der NZZ. Die so gewonnenen Erkenntnisse können dann z. B. dazu genutzt werden, potentielle Neukunden zielgerichtet zu werben.

Allerdings lernen die Verbraucher nicht, dass personenbezogene Nutzerdaten und Informationen über die Verwendung ihres Accounts durch eine große Datenfirma rotiert werden. Es gibt auch ein Checkheft mit Rabattcoupons im Umfang von mehreren hundert Francs. Wer kann sich gleich ein Skiwochenende (Rabatt 150 Franken), eine Nacht im Murtener Krone Haus (Rabatt 50 Franken) und eine neue "Hi-Fi-Anlage" (Rabatt 115 Franken) leisten?

Wer bei Swissir mit Sprüngli-Schokoladen zum Verkaufspreis von 70 Francs eine "Gold Box" "verdienen" will, muss ein Qualifikant gleich viermal von Zürich nach New York fliegen. Die billigste Linienmaschine von Swiss Air mit Abflug am 22. Nov. kostet CHF 590 - der Schokoladenwert macht also nur drei Prozentpunkte der Gesamtreisekosten von CHF 2360 aus.

Nicht eine " Goldbox ", sondern eine echte Goldmine sind solche Programme zur Kundenbindung für die Anbieter. Bei Marketingprofis lautet die Faustformel, dass es fünf Mal mehr kosten würde, einen neuen Konsumenten zu gewinnen, als einen vorhandenen Konsumenten an der Bar zu haben. Zu wissen, was der Kunde will und was seine Wünsche sind, ist viel mehr als genug verdient.

Die Idee ist, dass diejenigen, die individuell angefragt werden, dazu neigen, einem Betrieb gegenüber loyal zu bleiben. Doch um diese vermeintlich "persönliche" Unterstützung überhaupt erst zu ermöglichen, benötigen Firmen detaillierte Kenntnis der Präferenzen ihrer Kundschaft - und entsprechender Datenbestände -, um diese Daten zu erfassen und zu verwenden. Die Tatsache, dass diese Datenbestände überhaupt eingerichtet und mit aussagekräftigen Content befüllt werden können, liegt vor allem an den Konsumenten selbst.

Sie jagen nach Points, Kilometern und Boni, verstoßen gegen die grundlegendsten Sicherheitsvorschriften und werfen persönliche Informationen herum. Die Verbraucher sind viel zu naiv "Die Verbraucher sind oft sorglos", sagt Bruno Baeriswyl, Datenschützer des Kanton Zürich. "Eric Send von der Foundation for Consumer Protection hat auch erklärt, dass "die Verbraucher nur wenig empfindlich auf den Schutz der Privatsphäre reagieren".

Nur sehr wenige Menschen nutzen die Möglichkeiten, ihre personenbezogenen Nutzungsdaten zu blockieren. "Nur ein winziger Teil unserer Kundinnen und Servicemitarbeiter verbietet die Nutzung ihrer Informationen für Marketingzwecke", sagt Therese Wenger, Pressevertreterin von Mobilfunkanbieter Oranien. In einer aktuellen Befragung der AG für Wemf gaben nur sieben Prozentpunkte der Teilnehmer an, dass sie beim Internetsurfen keinerlei personenbezogene Informationen angegeben haben.

Baeriswyl sieht die größte Gefährdung in der Informationsvernetzung: "Datensammler haben immer noch nur wenige Mosaike von Einzelverbrauchern. "Aber sobald die Zahlen zusammengetragen sind, prognostiziert Baeriswyl, dass der "Glasverbraucher" Realität werden wird. Bereits heute werden die Teilnehmer an den Customer Loyalty Programmen jedoch an manchen Stellen in "gute" und "weniger gute" Teilnehmer unterteilt - mit den damit verbundenen Vorteilen für die "weniger guten".

Wenn ein Flugzeug ausverkauft ist, bleiben normale Passagiere außen vor: Der SDV-Präsident Heinz Rohrer beziffert das Umsatzpotential der Industrie auf "vier bis fünf Mrd. Francs pro Jahr". Schober Direct Media AG in Bachenbülach ZH zum Beispiel offeriert 5,5 Mio. Erwachsene "mit über 100 Eigenschaften pro Person".

5.000 solcher Anschriften inklusive Rufnummern kosteten nur 3100 Francs. Schober-Konkurrent Ausblickle von Embrach ZH zum Beispiel lobt 60.000 Anschriften von Kaufinteressenten für erotische Videos. "â??Die Kundinnen und Kundinnen kauft regelmÃ?Ã?ig per Brief und haben einen hohen Auftragswertâ??, wirbt das Unternehmen mit den entsprechenden Informationen in seinem Rundschreiben. Die 1000 "Babyadressen" kosteten 420 Francs für eine einmalige Nutzung; gegen Mehrpreis werden auch Informationen über die Landessprache (!), die Telefon-Nummer und das genaue Entbindungsdatum angegeben.

Die Tatsache, dass List-Broker immer mehr in die PrivatsphÃ?re der Verbraucher vordringen, hat mit den sich stÃ?ndig Ã?ndernden Lebensbedingungen zu tun: Informationen über den individuellen Lifestyle und das Konsumentenverhalten werden daher für Listenmakler immer bedeutender. In Kooperation mit dem Opinion Research Institute Demoscope wirbt Schober bereits für eine Selektion nach "Psychogrammfeldern". Die Anschriften sind in den Schober-Datenbanken zu find.

Als erstes in der Schweiz hat Schober im Monat Dezember über seine Tochtergesellschaft Lifestyle AG eine Lifestyle-Umfrage durchgeführt. "Laut Heinz Rehmann, Delegierter des Verwaltungsrates der Schober Direct Media AG, wurden mehrere 100'000 Fragebögen als "Testlauf" für planmässige, reguläre Umfragen an schweizerische Haushalte geschickt.

Das so gesammelte Datenmaterial - Rehmann erwartet, dass Zehntausende Menschen die Fragebögen beantworten - wird dann den Unternehmen zur VerfÃ?gung gestellt, die die individuellen Fragestellungen "sponsert" haben. Ob beim Befüllen einer Lifestyle-Umfrage oder beim Einkauf mit einer Verbraucherkarte, die Verbraucher können nicht mehr erkennen, was mit ihren Informationen passiert.

"Sämtliche Datenquellen, aus denen wir unsere Informationen erhalten, sind deutlich sichtbar und legal", sichert Geschäftsführer Marc Wilmes vom Direktmarketingunternehmen Künzler-Bachmann. Diese Informationen stammen hauptsächlich aus offiziellen Veröffentlichungen.

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