Selbstständig Sozialversicherung

Eigenständige Sozialversicherung

Die Selbständigen haben jedoch die Möglichkeit, freiwillig in unverbindliche Sozialversicherungen einzuzahlen. Professionell selbständig: Sozialversicherungsbeiträge bezahlen? Muß ich als Freiberufler einen Sozialversicherungsbeitrag aufbringen? Selbstständige müssen prinzipiell keine Sozialleistungen bezahlen und sind z.B.

für die Deckung von Berufs- und Krankheitsrisiken sowie der Altersvorsorge für sich und ihre Angehörigen aufkommen. Unter den Selbstständigen gibt es aber auch gewisse Beschäftigungsgruppen, die der Versicherer im Rahmen der obligatorischen Altersvorsorge gesetzlich vorgeschrieben hat.

D. h. für diese Selbstständigen existiert die Versicherungsverpflichtung prinzipiell in der Rentenversicherungsgesetzgebung. Sie sollten jedoch immer überprüfen, ob Sie zu den Selbstständigen zählen, die dauerhaft und im Grunde nur für einen Arbeitgeber arbeiten, da diese Selbstständigen (unabhängige Berufsgruppen) auch der Pflichtversicherung in der obligatorischen Pensionskasse unterliegen.

Der Selbständige ist im Grunde genommen von einem Hauptverpflichteten abhängt, wenn er aus den zu bewertenden Aktivitäten zumindest fünf Sechstel seines Gesamtbetriebsertrags erbringt. Es hängt nicht von der Zeitbelastung durch unterschiedliche Clients ab. Sofern der Betriebsertrag so auf mehrere Kunden verteilt ist, dass nicht mehr als fünf Sechstel von einem Kunden stammen, entfällt die Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung.

Auch für Selbstständige mit einem Kunden gilt die Versicherungsverpflichtung nicht, wenn die selbstständige Erwerbstätigkeit als gering einzustufen ist, d.h. wenn der Steuermonatsgewinn nicht mehr als 450 EUR ausmacht oder wenn - wie bereits erwähnt - im Zuge der Selbstständigkeit zumindest ein Mitarbeiter mit einem Monatsgehalt über 450 EUR angestellt ist.

Liegt aufgrund dieser Verpflichtung eine Versicherungsverpflichtung vor, kann für einen Zeitraum von drei Jahren eine Freistellung für Gründer eines neuen Unternehmens beantrag. (Ein verspäteter Antrag bewirkt eine Kürzung der Freistellungsfrist). Am Ende der drei Jahre tritt die Versicherungsverpflichtung in Kraft, es sei denn, wie bereits erwähnt, wird entweder ein für die Versicherung verantwortlicher Mitarbeiter eingestellt oder das Betriebsergebnis wird so auf die einzelnen Vertragsparteien verteilt, dass nicht mehr als fünf Sechstel von einem Vertragsstaat kommen.

Doch auch wenn keine rechtliche Beitragspflicht vorliegt, raten wir Ihnen nachdrücklich, sich, nicht zuletzt wegen Ihrer bereits erlangten Berechtigungen, über die weiteren Einsatzmöglichkeiten, aber auch über die Folgen fehlender Beiträge in der nächsten Informations- und Beratungseinrichtung der Dt. Pensionsversicherung zu unterrichten. Zudem bietet die Informations- und Beratungseinrichtung die Moeglichkeit, Ihre Vorsorgesituation grundsaetzlich im Zuge einer separaten Terminvereinbarung zu untersuchen und sich anbieterneutral und produktseitig ueber die staatlichen Finanzierungsmöglichkeiten zu unterrichten.

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