Steuerung Definition

Kontrolldefinition

Ein Steuerungssystem beeinflusst ein System oder einen Prozess gezielt. mw-headline" id="History_of_Controls">Geschichte der_Controls[Bearbeitung | < Quelltext bearbeiten] Regelungstechnik beinhaltet die Konzeption und Implementierung von Steuerungssystemen, d.h. die gezielte Beeinflussung auf das Verhalten von technischen Systemen (Geräte, Vorrichtungen, GerÃ?te, Anlagen, Betriebsmittel, Anlagen auf biologischem Wege).

Die Regler sind in zwei Arten von Regelungen unterteilt: Zweikanalige, analoge y digital. Bei Binärreglern sind die Ein- und Ausgangsvariablen der Regelgeräte im Binärbetrieb. Das zu steuernde System (Steuerweg) wird durch die Binärausgangsgrößen der Steuerung mit Hilfe der Stellglieder beeinflusst.

Als binäre Eingangsvariablen der Steuerung dienen menschliche Betriebssignale und Rückmeldungen von Sensorik im Steuerweg, z.B. die Schaltstellung (ein/aus), die Ventilposition (offen/geschlossen) oder der Bewegungszustand bzgl. des Antriebs (rotierend/stehend). Die relevanten Größen der Regelgrößen werden bei Folgesteuerungen über Sensorik an den Input der Steuerung zurückgemeldet. Die Eingangs- und Ausgangsvariablen des Reglers sind bei Analogreglern analoge Signale; diese Regler haben keine Rückführung.

Ein Beispiel für ein analoges Steuerungssystem ist die kontinuierliche Änderung einer Hebelposition beim Wenden einer Nockenscheibe, auf der der Anker aufliegt. Analogregelgeräte können als Regelgeräte durch Differenzialgleichungen bezeichnet werden. Um der Vielschichtigkeit heutiger Steuerungssysteme gerecht zu werden, stehen für deren Gestaltung besondere Methodenhilfen in Gestalt von verschiedenen theoretischen Modellen und entsprechenden computergestützten Werkzeugen zur Verfügung.

In seiner Arbeit "Automata" bezeichnet der Grieche Heron von Alexandria (ca. 20-62 n. Chr.) eine Torsteuerung, bei der sich die Bügeltür beim Anzünden eines Brandes öffnen lässt (kontinuierliche Steuerung), sowie Automatiktheater, die unterschiedliche durch Abwickelseile gesteuerte Bewegungsabläufe ausfÃ? Im Jahr 1954 wird die erste nummerische Steuerung mit Elektronenröhren hergestellt.

Im Jahr 1958 wurde das Elektronikmodulsystem SIMATIC von Siemens für Binärsteuerungen auf den Markt gebracht, das aus einzelnen Komponenten wie Leuchtdioden, Tranistoren und Widerständen bestand. Die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) wird 1969 von Richard E. Morley bei der US-Firma Modicon (Typ Modicon 084) entwickelt. 70er Jahre: Die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ersetzt einzeln entwickelte Elektronik-, Pneumatik- und Relaissteuerungen.

Welche Bedeutung die Leittechnik für die industrielle Umsetzung hat, zeigt auch das zukünftige Projekt Industry 4. 0 der Bundesrepublik Deutschland, das zwischen vier Phasen der Industrialisierung unterscheidet: Ab 1784 mit dem Gebrauch von Maschinenwebstühlen, die vor allem durch Holzlochkartensteuerungen und später durch Kontrollen mit rotierenden Klebebändern zu Webereien weiter entwickelt wurden.

Begonnen 1969 mit den ersten programmierbaren Logiksteuerungen des US-Unternehmens Modicon (Typ Modicon 084, Erfinder: Richard E. Morley), die einen Meilenstein in der industriellen Elektronik und Informationstechnologie zur Massenkontrolle und Produktionsautomatisierung markierten. Ab 2012 mit der Enwicklung und dem Betrieb von so genannten Cyber-Physikalischen Systemen (CPS) mit weltweiter Netzwerkanbindung zur weltweit optimalen Steuerung der weltweit produzierenden, internationalen Organisation (Internet of Things).

Bis heute ist die Regelungstechnikstheorie hinter der regelungstechnischen zurück geblieben, was sich unter anderem in der unzureichenden Standardisierung oder Definition relevanter Fachbegriffe wiederfindet. Seit vielen Jahren unterscheidet die Normierung nach ISO zwischen Closed Loop Control und Open Chain Control. Weil es in der elektronischen Regeltechnik auch geschlosse Teilkreise gibt, wurde die Steuerung 1994 in der heute geltenden dritten Auflage der Deutschen Norm 19226 (Regelungstechnik, seit 2002 unveränderlich durch die Deutsche Norm 60050-351 ersetzt) umdefiniert: "Charakteristisch für die Steuerung ist der geöffnete Wirkbahn oder ein geschloßener Wirkbahn, bei dem die von Eingangsvariablen beeinflußten Ausgangsvariablen nicht kontinuierlich und nicht wieder über die gleichen Eingangsvariablen auf sich selbst wirken".

Entscheidend ist die Nebensätze.... die von Eingangsvariablen beeinflußten Ausgangsvariablen beeinflussen sich nicht kontinuierlich und nicht wieder über die gleichen Eingangsvariablen. Der Vergleich von offenem oder geschlossenem Wirkungspfad (Steuerung) mit geschlossenem Regelkreis (Regelung) hat mehr zur Unsicherheit als zur Klarstellung geführt. Bereits in der Regelungsnorm DIN 19237 wurden die unterschiedlichen Formen der Programmimplementierung mit Hilfe von anschlussprogrammierten und speicherprogrammierbaren Verknüpfungen nachgestellt.

Der Standard DIN 19239: "Messen, Steuern, Regeln in der Steuerungstechnik - Speicherprogrammierbare Steuerung - Programmierung" wurde von der Dt. Fachkommission für Elektro-, Elektronik- u. Informationstechnik erarbeitet. Die erste Fassung wurde 1981 publiziert und 1983 durch eine veröffentlichte Fassung abgelöst. In der DIN 19239 wurden drei Programmierungssprachen für Controller definiert: Mit der daraus resultierenden internationalen Standard IEC 61131-3 (auch bekannt als IEC 1131 oder 61131) wurde die einzigste weltweite Standard für die Programmiersprache für speicherprogrammierbare Steuerung festgelegt.

Nach DIN 19226, 3rd edition 1994, Teil 1 oder DIN IEC 60050, Teil 351, ist die Binärsteuerung ein Prozess in einem aus einer Steuervorrichtung und einem Steuerpfad bestehenden Gesamtsystem, bei dem eine oder mehrere Prozessvariablen im Steuerpfad, die als Steuerungsvariablen bezeichnet werden, von binären Ausgangsvariablen der Steuervorrichtung (auch als Steuersignale bezeichnet) nach einem vorbestimmten Regelalgorithmus (Steuerprogramm) beeinflußt werden.

Bei den Eingangs- und Ausgangsvariablen handelt es sich um Binsignale. Für Binäreingangssignale ist zu differenzieren zwischen Steuersignalen, die über Steuervorrichtungen wie z. B. Taster oder Drucktaster zugeführt werden, und Binärmesssignalen, die von Sensorik (z. B. Endschalter oder Lichtschranken) erkannt werden. Binärsteuersignale werden aus den Binäreingangssignalen der Steuervorrichtung gemäß dem Regelalgorithmus durch eine sinnvolle Kombination als Ausgabesignale erzeugt, die über Stellglieder (auch als Stellglieder bezeichnete Stellglieder, z.B. Relaisschalter, Schaltschütz, Magnetventil oder Motor) auf das Steuerobjekt wirken und dadurch die Steuervariablen (Ausgänge des Technologieprozesses ) ändern.

Bei den Regelgrößen kann es sich entweder um wert-diskrete Variablen (z.B. Ein- und Ausschaltsignale für die Lichtanlage über einen Wechsel- oder Kreuzschalter) oder um Analog-, d.h. wert- und zeitstetige Variablen (z.B. Temp., Druck, Niveau, Verschiebung, Drehwinkel, Geschwindigkeit) handeln. Die Signalflüsse in Steuerungen können zwei verschiedene grundlegende Strukturen aufweisen: offener Regelkreis, in dem die Sensorik ihre Information (Messsignale) aus der Umwelt, nicht aber aus dem technischen Verfahren (Steuerweg) bezieht, geschlossene Regelkreise, in denen die Sensorik ihre Information (Rückmeldungen: Binärsignale) aus dem technischen Verfahren (Ablaufsteuerung) bezieht.

Die Mehrzahl aller Steuerungstypen in der Praxis sind Sequenzsteuerungen. Es gibt neben "Logik- und Ablaufsteuerungen" auch Regelungen, bei denen keine Gebersignale (d.h. keine Rückmeldungen) enthalten sind und die nur einen Fahrplan (Zeitprogramm) oder Routenplan (Routenprogramm) über ihre AusgÃ? Als Open Controls (Programmsteuerungen) machen diese Termin- und Tourenplansteuerungen einen verhältnismäßig kleinen Teil aller Steuerarten aus.

Wellenreuther/Zastrow (1995)[8] und Bergmänner (1999)[9] definieren Logiksteuerungen etwas genauer als die Norm 19226, indem sie zwischen Logiksteuerungen mit und ohne Lagerverhalten unterscheiden. Die Firma hat einen neuartigen Ansatz für die Auswirkungen sequentieller Kontrollen auf der Grundlage einer umfangreichen Struktur- und Verhaltensanalyse von Kontrolllinien aufbereitet.

10 Durch die Einführung des Begriffes "ereignisdiskreter Prozess" für den Betrieb in sequentiellen Kontrollen wird der bisher verwendete Terminus "diskontinuierlicher Prozess" verdeutlicht. Dabei wird davon ausgegangen, dass es sich bei den Regelgrößen für Folgesteuerungen vorwiegend um Analoggrößen handelt, z.B. Druck, Temperatur, Füllstand, Abstand, Drehwinkel, Geschwindigkeit. Wesentlich an diesem Ansatz ist, dass bei der Ausführung eines event-diskreten Vorgangs die von der Steuerung ausgegebene binäre Steuersignale auf die analoger Regelgröße im Sinn von Schrittfunktionen einwirken und sich dabei deren Funktionsgrößen im Sinn von Schrittfunktionen entsprechend dem entsprechenden zeitlichen Verhalten verändern.

Bei den Steuervariablen müssen korrespondierende Schwellenwerte angegeben werden. Wenn eine Stellgröße einen dafür bestimmten Schwellenwert überschreitet, wird das Binärsteuersignal, das die Änderung der Stellgröße bewirkt hat, von der Regeleinrichtung auf Null gestellt. Entsprechend dem in der Steuervorrichtung realisierten Regelalgorithmus wird dann das nachfolgende Steuersignal abgegeben und damit der Diskretereignisprozess fortgeführt.

Die Erreichung eines Schwellenwertes einer Stellgröße wird als "Ereignis" bezeichne. Daher der Begriff "Discrete Event Process". Bei Eintritt eines Events wird in einem event-diskreten Prozess per Definition eine Betriebsänderung inszeniert. Dazu werden die Events durch sogenannte Eventsignale an das Steuergerät zurückgemeldet. Eventsignale sind Binärmesssignale, Binärbetriebssignale und Binärausgangssignale von Zeitelementen.

Kontrollen von Prozessen mit diskreten Ereignissen, die wie folgt beschrieben sind (Zander): Ein Ablaufsteuergerät ist ein Arbeitsgang, bei dem durch ein gemäß dem realisierten Regelalgorithmus in der Steuervorrichtung ankommendes Ereignis-Signal ein Binärstellsignal und damit eine Schrittfunktion auf eine Analogsteuergröße angewendet wird, so dass diese Steuervariable eine Schrittfunktion durchführt und somit ein Arbeitsgang durchgeführt wird, bis ein auf sie zugehöriges Ereignis-Signal wieder anrückt. Dies hat ein Ende der aktuellen Schrittfunktion zur Folge die zur Ansteuerung von weiteren Schrittfunktionen der Steuervorrichtung und der Steuervorrichtung und so weiter anführt.

Sequenzsteuerungen sind gekennzeichnet durch aufeinanderfolgende geschlosse Teilkreisläufe ( "Feedback") und vorwiegend axiale Regelgrößen. Steuerung der Waschmaschine: In einer automatischen Waschmaschine startet und stoppt ein Steuerungssystem den Wasserzulauf, die Zugabe von Reinigungsmitteln, die Erwärmung und den Elektromotor zum Bewegen der Walze durch die Aufbereitung von Wasserstands-, Temperatur- und Zeitinformationen in Kombination mit einem ausgewählten Steuerungsprogramm zur Herstellung sauberer und gesponnener oder getrockneter Waschsalon.

Logiksteuerungen ändern im Gegensatz zu Folgesteuerungen nicht überwiegend die Werte analoger Stellgrößen, sondern nur die Werte diskreter (z.B. binärer) Stellgrößen als Ausgaben des Steuerwegs. Zu diesem Zweck werden im Steuergerät durch Verknüpfen der Binäreingangssignale Binärsignale generiert, die das Umschalten der Stellgrößen auslösen. Bei einer ausgeführten Schaltvorgang gibt es keine Rücksendung von den Ausgangssignalen des Steuerweges zu den Eingangssignalen der Steuervorrichtung für Logiksteuerungen.

Ausgehend davon werden "Logiksteuerungen" wie nachfolgend beschrieben bezeichnet (Zander): Eine Logiksteuerung ist ein Prozess, bei dem bei einer Wertänderung von Binär-Betriebs- und/oder -meßsignalen durch Logikverknüpfung, eventuell einschließlich interner Zustände, gemäß einem Steuerprogramm eine Wertänderung von Binär-Steuersignalen auftritt, wobei am Ende des Steuerweges eine oder mehrere zwei- oder mehrwertige Regelvariablen so beeinflußt werden, daß diese den vom Regelalgorithmus für sie vorgegebenen Wertigkeitsgrad einnehmen.

Die Eigenschaften der Logiksteuerung sind eine offene Wirkungsfolge und ein- oder mehrwertige Steuerungsgrößen. Binärkontrollen und -vorschriften sind vor allem in folgenden Punkten unterschiedlich: Zielsetzung (Aufgaben): Kontrollen verursachen gewisse Prozesse in den Kontrollobjekten (kontrollierte Prozesse), Regulierungen hingegen gewährleisten eine Prozessstabilisierung bei Vorhandensein von Störvariablen. Datenverarbeitung: In Steuerungssystemen werden vorwiegend Logikkombinationen von Binärsignalen vorgenommen (AND, OR, NOT, Countdown, Speicherung, Zeitfunktionen); in Steuerungssystemen werden vorwiegend Rechenfunktionen zwischen Analoggrößen vorgenommen (Differenzbildung, Multiplikation, Integraation, Differenzierung).

Daher können für die Bezeichnung und Kalkulation von Kontrollen Differenzgleichungen herangezogen werden, während für die Bezeichnung und Kalkulation von Kontrollen die Mittel der Binärmathematik herangezogen werden müssen. Zahl der Ein- und Ausgänge: Industriesteuerungen haben eine große Zahl von Ein- und Ausgaben (typischerweise 10 bis 100 und mehr). Multivariable Regler, die mehrere Eingaben (Regelgrößen) und mehrere Ausgaben (Stellgrößen) haben, sind im Prinzip weniger verbreitet, wenn auch nicht so viele wie Regler.

Der Ausdruck "Kontrolle" wird in der englischen Literatur sowohl für Regulierung als auch für Kontrolle unterschiedslos gebraucht. Oft wird dieser Ausdruck auch nur als "Kontrolle" bezeichnet. Als englisches Äquivalent für "Programmable Logic Controller (PLC)" gilt "Programmable Logic Controller (PLC)", das viel genauer ist als die dt. SPS, da die Logikverknüpfung in der Steuerung als essentielles Element betont wird, während die Programmspeicherung nicht hervorgehoben wird.

Durch diese neuesten Ausführungen wird ein seit Jahrzehnten bestehendes Versagen, die Natur der Regelungstechnik für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aufgeholt. Der Unterschied zwischen Kontrolle und Regulierung in Bezug auf Ziele, spezifische Informationsverarbeitung und die Zahl der Ein- und Ausgaben wird immer klarer. Es wirkt vor allem dem Anschein entgegen, dass das Merkmal eines Steuerungssystems die geöffnete Messkette im Verhältnis zum Regelungskreis ist.

Möglich wurde der fundamentale Wissenszuwachs durch den verstärkten Einsatz von SPS-Technologien als Grundlage für die Closed-Loop-Prozesssteuerung und durch den Fortschritt der Theorie, Methode und computergestützten Werkzeuge zur Steuerung von diskreten Ereignisprozessen. Das verbindungs-programmierte Steuergerät (VPS) wird auch kurz als verbindungs-programmierte Steuerung bezeichnet. Hinweis: Der Ausdruck Kontrolle ist in Wirklichkeit ein Prozess und kein Produkt.

Die Steuervorrichtung hingegen ist die Steuervorrichtung, die ebenfalls auf Steuerung gekürzt wird, so dass Verwirrung entstehen kann. Technische Ausstattungsvarianten von anschlussprogrammierten Steuergeräten sind z.B.: Mechanik steuerung: z.B. Stiftrollen eines Drehorgels, Nockenscheibe, Elektrik steuerung: z.B. Schaltkontakte und Relays, Pneumatik- oder Hydrauliksteuerung, Elektronik steuerung: z.B. Logiktor, programmierbare Logikschaltung.

Kompaktsteuerung für Kleinsteuerungssysteme (Firma Die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) wird auch kurz als speicherprogrammierbare Steuerung bezeichnet. Die Vielzahl der speicherprogrammierbaren Steuerungen wird als SPS bezeichnet. Grundsätzlich ist die SPS ein Mikrokontroller mit korrespondierenden Speicherplätzen für Steuerprogramm und Regelparameter sowie korrespondierenden Ein-gängen für Sensoreingänge und Ausgaben für Stellgliedsignale, erweitert durch Bedienoberflächen für die Mensch-Maschine und Interfaces für die industrielle Produktionskommunikation zur Programmerstellung und Netzwerkbildung.

Modular-SPS der Mittel- und Hochleistungsklasse (Firma SPS ist heute die am häufigsten eingesetzte Art der Steuerung. Grundsätzlich kann sie auch als Steuerung eingesetzt werden, da die arithmetische Logikeinheit (ALU) des eingebauten Mikrorechners sowohl die logische Steuerungsaufgabe als auch die arithmetische Steuerungsaufgabe während der Datenverarbeitung erfüllen kann. Mit der SPS-Technik wurde ein wesentlicher Beitrag geleistet, um die Unterscheidung zwischen Steuerung und Regulierung zum einen konzeptionell zu verdeutlichen und zum anderen in Bezug auf die Ausstattung zu erörtern.

Diese Entwicklung hat sich letztendlich auf die Philosphie und die Methodologie der Designprozesse für Kontrollen und Vorschriften ausgewirkt. Ziel beim Design von Steuerungssystemen ist es, eine formelle Repräsentation der erforderlichen Verfahrensabläufe für eine informelle Regelaufgabe zu entwickeln, die es erlaubt, eine geeignete Regelvorrichtung zu schaffen, so dass der angestrebte diskrete Ereignisprozess im Steuerweg durch die von ihm abgegebenen Steuersignale und die von ihm erhaltenen Meßsignale verläuft.

Im Falle einer anschlussprogrammierten Steuervorrichtung besteht die formelle Repräsentation aus Konstruktionszeichnungen oder Stromlaufplänen, die festlegen, wie die Komponenten zur Verbindung der Binärsignale miteinander verbunden werden sollen. Im Falle von SPS-Steuerungen geht es dabei um die Entwicklung von Programmierungen, über die alle Logikverknüpfungen per Software implementiert werden. Das Steuerungskonzept kann entweder in intuitiver, empirischer oder systematischer Weise durchführbar sein.

Systematisches Design bezieht sich auch auf die Erzeugung eines Regelalgorithmus. Mit den Beschreibungswerkzeugen der Schaltalgebra, der Automatentheorie und der Petri-Netztheorie können zunächst die Regelalgorithmen beim Design von Kontrollen grob durchgelesen werden. Das Zuordnen der Binärausgangssignale B zu den Binäreingangssignalen X kann durch eine Wahrheits-Tabelle wiedergegeben werden. Der Wert der Binärsignale wird durch die Stellen 0 und 1 angezeigt.

Solche Wahrheits-Tabellen können für den Kontrollentwurf angenommen werden. Durch eine mögliche Simplifizierung mit den Spielregeln der Schaltalgebra oder mit dem Karten-Veitch-Diagramm kann das Resultat unmittelbar für die Umsetzung der Steuergeräte verwendet werden. Das folgende Beispiel soll einen genaueren Blick auf den Steuerungsaufbau geben: Die Leitungen 7 und 8 enthalten das Memory-Verhalten der Steuerung: Die Kontrollleuchte bleibt im (alten) Status (A1 = E3), wenn beide Tasten den Status 0 haben.

Dies ist eine sequenzielle Beziehungssteuerung (siehe Definition). Folgende Beschreibungen sind für die Ablaufsteuerung von diskreten Ereignisprozessen besonders geeignet: Zur Programmerstellung von SPS-Steuerungen wurden aus den vorstehenden Beschreibungen 5 spezielle technische Sprachen hergeleitet, denen Kompiler zugeordnet sind, mit denen der Ausgangstext in die SPS-Maschinensprache übertragen wird. SPS werden heute in Millionenstückzahlen gefertigt und dienen sowohl der Ablaufsteuerung als auch der Steuerung und Messwertverarbeitung.

Das sequentielle Funktionsschema wurde aus dem Petrinetzwerk gewonnen, das vom Steuerungssystem interpretiert wurde. Dabei werden neben SPS-Steuerung auch Industrie-PCs (IPCs) eingesetzt, die mit übergeordneten Programmierungssprachen aufbereitet werden. Dies ist auch bei modernsten PLCs möglich, so dass sich auch hier immer häufiger höherwertige Programmierungssprachen als techn. Sprachen für die Leittechnik durchsetzen. Als Steuerungsgerät eignet sich nur Hard- und Softwaresysteme, die auch im schlimmsten Falle synchron zum Prozessverlauf funktionieren können und als Echtzeitfähigkeit beschrieben werden.

Computer, die kontrollieren, dürfen nie zu sehr belastet werden, denn sonst könnten sie nicht mit dem Prozessfluss mithalten und würden dadurch ihre Real-Time-Fähigkeit einbüßen. Obwohl bei der Auslegung von Steuerungssystemen die mathematischen Modellierungen der Steuerung berücksichtigt werden, werden in der Regel nur mentale Modellierungen der Steuerung für die Auslegung von Binärsteuerungen herangezogen.

Bereits in den 90er Jahren wurden erste Ansatzpunkte für den Modell-basierten Aufbau von Steuerungssystemen erarbeitet, die von der Annahme ausgingen, dass die Steuerwege in einfache Steuerwege unterteilt wurden. Die daraus resultierenden Teilmodelle müssen dann zu einem umfassenden Modell des Steuerwegs verwendet werden. Im Rahmen einer Buchveröffentlichung wurde diese Methodik zu einem Prozessmodell-basierten Design durch Verfahren zur Verfahrensanalyse und Modellierung von diskreten Ereignisprozessen ergänzt.

13 Diesem liegt eine allgemeine Struktur- und Verhaltensanalyse von Kontrolllinien auf der Grundlage des neuen Ansatzes für sequentielle Kontrollen (siehe oben) zugrunde, die zu einem tieferen Verständnis der Effektfolgen führt. Das Ergebnis der Regelalgorithmen sind vom Steuerungssystem interpretierte Petrinetze, die zur Implementierung unmittelbar in ein sequentielles Funktionsschema für SPSen umwandeln.

Anhand von praktischen Beispielen wird das Verfahren veranschaulicht, darunter der Aufbau einer "intelligenten" Aufzugsteuerung für zehn Stockwerke. Besonders vorteilhaft ist das Verfahren für den verfahrenstechnischen Aufbau der Steuerung für Anwender (Verfahrenstechniker, Produktionsingenieure, etc.), die es Gewöhnlich mitdenken. Das bedeutet, dass sie die in der Kontrollaufgabe vorgegebenen Prozesse nicht direkt in Regelalgorithmen umsetzen müssen, was gerade für Neueinsteiger zu gewissen Problemen führt.

Das ursprünglich für die Erzeugung des Regelalgorithmus erstellte Vorgehensmodell kann darüber hinaus auch für die Simulierung einer projektierten Steuerung oder für die Funktionsdiagnose verwendet werden. Zugleich stellt diese neuartige Designstrategie für Steuerungssysteme erstmalig eine Methodenvereinheitlichung des Gestaltungsansatzes in der Steuerungs- und Steuerungstechnik dar, ohne die Besonderheiten der Sonderkonstruktionsmethoden und -werkzeuge beider Bereiche in Zweifel zu ziehen.

Steuerungs- und Meldeübertragung im Lebendigen und in der Maschin. Verlagstechnik, Berlin 1971 H. Gottschalk: Anschlussprogrammierte und programmierbare Logiksteuerungen. Verlagstechnik, Berlin 1984, P. Neumann und andere: R. Oldenbourg Publishing, München/ Wien 2012, ISBN 978-3-486-71266-7 J. Müller, B.-M. Pfeiffer, R. Wieser: Rules with SIMATIC. Praktisches Buch für Steuerungen mit SIMATIC S7 und SIMATIC PCS 6. Ausgabe I.

Steuersysteme - Steuersysteme - Steuersysteme - Hybridsysteme.

Springervieweg, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-8348-2597-1. H.-J. Zander: Steuerung von diskreten Ereignisprozessen. Neue Verfahren zur Verfahrensbeschreibung und zum Design von Regelalgorithmen. Springervieweg Verlagsanstalt, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01381-3. ? ab H.-J. Zander: Steuerung von diskreten Ereignisprozessen. Neue Verfahren zur Verfahrensbeschreibung und zum Design von Regelalgorithmen. Springervieweg Verlagshaus, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01381-3. ? G. Wellenreuther, D. Zastrow: Steuerungstechnik mit SPS.

Vietnam Verlagsanstalt, Wiesbaden 1995. ? H.-J. Zander: Steuerungs- und Regelungstechnik. Bürkert Steuer- und Regeltechnik, Imgelfingen 1996, ISBN 3-00-000666-4. J. Lunze: Automatik. R. Oldenbourg Publishing, München/ Wien 2012, ISBN 978-3-486-71266-7, S. 442. R. Langmann (Hrsg.): Kartenbuch der Automatisier. Herausgegeben ed by Carl Hanser Verlags, Leipzig/München 2004, pp. 172-176. L. Litz: Grundlagen der Automatik.

Steuerungen - Steuerungen - Steuerungen - Hybridsysteme. Der Oldenbourg Verlagshaus, München/ Wien 2013, ISBN 978-3-486-70888-2, S. 179. T. Heimbold: Einstieg in die Automation. Herausgegeben by Carl Hanser Verlags, Leipzig/ Munich 2015, ISBN 978-3-446-42675-7, p. 27-30. ? G. Wellenreuther, D. Zastrow: Steuerungstechnik mit SPS. Sichtverlag, Wiesbaden 1995. J. Bergmann: Lehr- und übungsbuch Automatisierungs- und Prozesslitec.

Nachschlagewerk im Carl Hanser Verlagshaus, Leipzig/ München 1999. ? H.-J. Zander: Steuerung von diskreten Ereignisprozessen. Neue Verfahren zur Verfahrensbeschreibung und zum Design von Regelalgorithmen. Springervieweg Verlags, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01381-3, S. 38-43 und S. 185-192. H.-J. Zander: Gestaltung von Sequenzsteuerungen für diskrete Ereignisprozesse auf der Grundlage von geeigneten Steuerwegemodellen.

S. 53, H. 3, 2005, p. 140-149. ? H.-J. Zander: A method for process model-based design of control algorithms for parallel discrete-event processes. Vol. 55, H. 11, 2007, S. 580-593. ? H.-J. Zander: Steuerung von diskreten Ereignisprozessen. Neue Verfahren zur Verfahrensbeschreibung und zum Design von Regelalgorithmen. Der Springer View weg Verlagshaus, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01381-3, S. 177-278.

Auch interessant

Mehr zum Thema