Telefonauskunft

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Die Telefonauskunft war von jeher eine Hilfe bei der Suche nach der Nummer eines Hotels oder Pizzaservice. Deutsche Übersetzung von "Telefonauskunft" | Das offizielle Collins Deutsch-Englisch Wörterbuch online. Telephonische Informationen Unternehmen, die Informationen über Telefonnummern anbieten. Viele übersetzte Beispielsätze mit "Telefonauskunft" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen.

Telefonische Informationen: Ein Arbeitsplatz für HeimarbeiterInnen

Die telefonische Telefonauskunft erscheint als ein weltliches Unternehmen - aber es geht um einen starken und wettbewerbsintensiven Teilmarkt. Jedes Jahr läutet die deutsche Telefonauskunft 500 Mio. Mal die Glocke. Bei neun von zehn Anrufen wird nur nach einer Rufnummer gefragt. Im Durchschnitt haben die Gesprächspartner nach 45 s die gewünschten Informationen. Die Bundesbürger wenden dafür rund 175 Mio. DM pro Jahr auf.

Mehr als zwei Dritteln davon gelangen in die Registrierkassen der Telekom und rund 25 Prozentpunkte auf die zweite Position im Wettbewerb, die Münchner telelegate AG. Einer davon ist die Information AG (Slogan: "Die cheap number der Auskunft"), die ihren ersten großen Auftritt auf der Cebit hat (Halle 25, A55).

Ein guter Dienst ist ein wenig teuer: Bei der Telekom (Nummer: 11833) bezahlt der Anrufende 1,94 Marks für eine 1-minütige Gesprächsverbindung, bei telelegate (11880, "Hier sind Sie geholfen") 1,93 Marks. Mit einem niedrigen Preis von 1,58 DM bewirbt die Billiginformation 11840. Weil, wenn es rascher geht und die Rückmeldung bereits nach 35 Sek. da ist, bezahlt der Anrufende 1,21 Marks an die Telekom, 1,52 Marks an den Telegaten und 1,58 Marks an die Herausforderer in Mainz.

Auch wenn es mehr als 60 Sek. dauern sollte, weil der Anrufende mehrere Rufnummern anfordert, ist die anscheinend preiswerte neue Informationsnummer kostspieliger als telegate: Zwei Min. kosteten dort 2,88 Marks, aber 3,16 Marks bei 11840. Die Deutsche Telekom ist noch stärker: 3,87 Punkte. Im Gegensatz zu telelegate und Telekom setzen sich die Beschäftigten des "Billiganbieters" nicht in Call Centern zusammen, sondern sind Hausangestellte.

Dank Technologie: Die Informationssoftware befindet sich auf den Heim-PCs der 11840 Mitarbeiter, die Telefonteilnehmerdaten werden von der Hauptverwaltung aus über einen ISDN-Anschluss tagesaktuell aufbereitet. Wenn ein Gesprächspartner 11840 anwählt, wird er von der Leitstelle der Informations AG mit einem kostenlosen Informationsanbieter zu Haus in Verbindung gesetzt, der die gesuchte Rufnummer auf seinem PC-Bildschirm sucht.

Möchte der Gesprächspartner nicht sofort eine Verbindung herstellen (Aufpreis: 48 Pfennig), erhält er die gewünschten Informationen über einen Sprachanruf. Ohne solche Geräte funktioniert die Firma Telekom, hier bleiben die Angestellten am Apparat, bis der Anrufende einlegt. An einigen Informationsstellen nutzt die Telekom auch Rechner. Mit dem von der Informationstechnologie AG erstmalig in Deutschland eingeführten Hausbesuchskonzept soll es Haushaltsfrauen, Studierenden, Müttern mit kleinen Kindern und Pensionären ermöglicht werden, für den günstigen Informationsdienst zu sorgen (Stundensatz: 15 bis 20 DM brutto).

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Informationsgespräche unter 11840 in Zukunft nicht von Kinderschreien oder Hundebellen begleitet werden. Die " Cheap Number " soll bis Ende kommenden Jahres über einen Anteil von 12,5 bereitstehen. Laut einem Pressesprecher will die Deutsche Telekom "abwarten", und telegate CEO Klaus Harisch, der in seinem Stammgeschäft bereits mit schwarzen Zahlen arbeitet, zeigt sich auch über den neuen Wettbewerber glücklich: "Wenn sie richtig für das Telefonauskunftsgeschäft drummen, werden alle davon zulegen.

Doch 11840 ist es nicht: "Vielmehr erwarte ich eine skandinavische Telephongesellschaft oder AOL. Aber anders als beim Telegat will er sich keinen teueren Stern leisten: "Wir hätten Verona Feldbusch nur mit Dieter Bohlen besiegen können".

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