Telefonbuch Telekom

Fernsprechbuch Telekom

Aber die Deutsche Telekom will es nicht mehr. Die Telekom grenzt sich vom Telefonbuch ab - Economy Die Telekom beabsichtigt, das Telefonbuch bis spaetestens 2017 an Regionalverlage zu uebertragen. Sie führte fast 100 Telefonisten unter dem nicht gerade einprägsamen Begriff "Verzeichnis der bei der Telefonsprecheinrichtung Betheiligten" auf. Zu dieser Zeit betrachteten viele Menschen die neue Telekommunikationstechnologie als eine temporäre Modewelle. "134 Jahre später hat sich nicht nur die Telekommunikationsbranche bewiesen, sondern auch das Telefonbuch.

Ja, es gibt immer noch Menschen, die ein Handy benutzen, um Anrufe zu tätigen. Diejenigen, die, bevor sie jemanden rufen, nicht nur ihre Telefonnummer googlen, sondern sie auch in einem Telefonbuch aufschlagen. Natürlich kennt die Telekom, wer welchen Zugang hat. Doch auch für den großen deutschsprachigen Provider ist das Thema Telefonie beinahe zur Kleinigkeit geworden.

Sie sind nun zu dem Schluss gelangt, dass das Telefonbuch sowie die Orts- und Branchenbücher "nicht zu den Themen zählen, auf die wir uns fokussieren wollen", wie es ein Sprecher des Unternehmens ausführt. De Te Medien, deren Vorgängerin 1924 gegrÃ?ndet wurde und heute eine Tochtergesellschaft der Telekom ist, hat bisher rund 100 Partnerverlage gegen Entgelt mit Anschriften und Rufnummern versorgt.

Das regionale und mittelständische Unternehmertum hat dafür Werbung akquiriert - und dann das Telefonbuch ausgedruckt und geliefert. Nicht nur für die Deutsche Telekom war dieses Geschäftsfeld mit den dichten Bänden, von denen einmal im Jahr rund 100 Mio. über die ganze Bundesrepublik verstreut sind, lohnend, sondern auch recht ärgerlich: Die Herausgeber waren der Meinung, dass die Deutsche Telekom viel zu viel Geldbetrag für die Zahlen und Anschriften verlangt.

Die Deutsche Telekom beabsichtigt, ihre Tochtergesellschaft mit rund 150 Beschäftigten bis spaetestens 2017 zu verkaufen. Die Deutsche Telekom räumt rund 80 Publishern ein Vorschussberechtigung ein. Dabei werden die Rufnummern und Anschriften von der Telekom weiter zur Verfuegung gestellt - gegen Entgelt. Als Ende der 80er Jahre, auch zu Beginn der 90er Jahre, die Registrierungspflicht erlosch, wollten immer weniger Menschen ihre Rufnummer preisgeben.

Aber schon um die Jahrhundertwende hat sich das wieder geändert: Die Bundesbürger haben mehr Angst davor, dass Google ihr Zuhause photographiert, als dass lästige Call-Center-Betreiber berichten, wenn sie es sich gerade erst auf dem so genannten "Tatort" bequem gemacht haben. Bei den über 55-Jährigen geht noch immer jeder Dritte oft im Telefonbuch durch und jeder Fünfte bisweilen.

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