Telekom Telefonauskunft Rückwärtssuche

Deutsche Telekom Telefonauskunft Rückwärtssuche

Rasche Beanstandung der Rufnummernumkehrung empfohlen: der neue Auskunftsdienst der Deutschen Telekom. Diesen Service will die Deutsche Telekom ab Anfang September anbieten. Umkehrsuche nach Informationen Durch die Novellierung des Fernmeldegesetzes Ende Juli können Telefonauskunft auch Name, Anschrift und Tätigkeit von Verbrauchern veröffentlichen, wenn nur deren Telefonnummer bekannt ist. Dies setzt voraus, dass der betreffende Gesprächspartner mit seinen Angaben im Telefonverzeichnis oder in einem öffentlich zugänglichen elektronischem Telefonverzeichnis erfasst ist und keinen Einwand gegen diese Angaben erhoben hat.

Diesen Dienst will die Telekom ab Mitte des Jahres bereitstellen. In der Zwischenzeit empfiehlt die Konsumentenzentrale Niedersachsen, gegen die so genannte Umkehrsuche so rasch wie möglich einen schriftlichen oder gefaxten Einspruch einzureichen. Nach Angaben der Verbraucherberatungsstelle öffnet die Umkehrsuche die Möglichkeit, Spionage zu bekämpfen. Sie ist für Werbekunden wie Versandhandel und Versicherungsunternehmen ein optimales Mittel, um zielgerichteter zu werben.

Wozu dient die umgekehrte Suche? Bislang war es nur möglich, die Telefonnummer und ggf. die Adressen von Abonnenten aus dem Auskunftsdienst zu erfahren, wenn Sie sie mit Namen kannten. Mit dem neuen Telekommunikationsgesetz, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, ist in 105 Abs. 3 festgelegt, dass Namen und Anschriften der Teilnehmer nun auch über eine Telefonnummer angefordert werden können.

Zu diesem Zweck darf der betreffende Kundin /Kunde nur mit seinen Angaben in das Telefonverzeichnis aufgenommen werden und der Übermittlung seiner Angaben nicht widersprochen haben. Die Umkehrsuche gilt daher für alle Besitzer von Telefonleitungen, deren Angaben im Telefonverzeichnis und anderen Telefonbüchern, wie z.B. dem Netz oder der CD. Jeder, der sowieso nicht in Telefonbüchern erscheint, wird nicht für die umgekehrte Suche aktiviert.

Nach dem Wechsel muss der Direktdienstanbieter seine Kundinnen und Servicekunden ausdrücklich auf die Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam machen, wenn er eine umgekehrte Suche durchführen möchte. Diese Bezugnahme auf den Auftraggeber sollte so weit wie möglich getrennt sein und muss sich auf jeden Falle durch ihre Außengestaltung klar von Werbe- oder anderen Textkomponenten abgrenzen lassen. Darüber hinaus ist der Auftraggeber darauf hinzuweisen, dass ein Einspruch nicht nur innerhalb einer gewissen Zeit, sondern auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt erhoben werden kann.

Im Falle bestehender Kundenbeziehungen empfehlen die Aufsichtsbehörden, dem Verbraucher Informationen in Form eines Nachtrags oder eines klar hervorgehobenen Aufdrucks für den Versand von Rechnungen zur Verfügung zu stellen. Für den Telefonisten bringt der Dienst einen wesentlichen Vorteil: Mit der Rückwärtssuche kann er feststellen, welcher Gesprächspartner sich hinter der Telefonnummer auf seinem Bildschirm befindet. Ein Aufruf der Verzeichnisabfragen würde also ausreichen, um Abzockereien aufzudecken.

Es wird befürchtet, dass die Adressspionage immer einfacher wird und dass Adresshändler die Informationen weiterverkaufen können. Versandhandelsunternehmen, Versicherungsunternehmen und andere Werbekunden können so ganz rechtlich nach Informationen suchen, um spezifische Zielgruppen zielgerichtet anzusprechen. Dies ist für den Datenschutz ein zusätzlicher Weg in die Zukunft der "transparenten Kunden". Wenn beispielsweise jemand eine Anzeige in einer Tageszeitung mit Bezug auf seine Rufnummer schaltet, kann es sein, dass viele Menschen unbeabsichtigt vor ihrer Haustür auftauchen.

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