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Werbemittel

Sämtliche Begriffe aus Werbung und Medien: Was bedeuten CPC, CPM, Werbung oder Werbedruck? Hier finden Sie alle Antworten in unserem Medienglossar. Werbe-, Medien- und Kulturbranche / Siegfried J. Schmidt;.

Die Werbung ist ein wichtiges Instrument bei der Entwicklung des österreichischen Marktes.

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Die Werbebranche ist mit einem Umsatzvolumen von rund 30 Milliarden EUR eine der Säulen der dt. Volkswirtschaft. Die Werbung für Brands und Erzeugnisse in allen Bereichen ist von höchster Wichtigkeit, denn jedes Unternehmertum muss in der Lage sein, die Kunden über die ganz besonderen Merkmale und Vorzüge seiner Erzeugnisse zu unterrichten. Die Werbung unterstützt so den Konkurrenzkampf, erhöht die Innovationskraft der Firmen und unterstützt die Orientierung der Konsumentinnen und Konsumentinnen im Angebot.

Werbemittel - Medien - Unternehmenskultur

Unser Werbungsverständnis ist besser geeignet, den Anfang der Werbung auf das XVII. Jh. zu übertragen. Zusätzlich zu den Zeitungsanzeigen entstanden rasch Sonderwerbezeitungen, in denen Kaufleute ihre Waren gegen Entgelt registrieren konnten. Zur Gewinnsteigerung und zur Entwicklung des Anzeigengeschäfts zu einem monopolistischen Unternehmen verbot Friedrich Wilhelm I. die Werbung in Tagesschau.

Es dauerte bis 1850, als es wieder für die Tagespresse, den Freiverkehr, erschien, bis sich das vielschichtige Werbungssystem, wie wir es heute kennen, ausprägte. Die Werbung änderte sich in der zweiten Jahreshälfte des neunzehnten Jahrhundert in Zahl und Gehalt. Während die ersten Anzeigen nach der Einführung des Werbesystems nur Produktreferenzen waren, wurde der Sound ab 1870 immer sensationeller.

Die Werbung wurde in den Folgejahren zum ersten Mal auf gewisse gesellschaftliche Gruppen ausgerichtet. Die Hochkonjunktur in der Werbewirtschaft hat dazu geführt, dass der publizistische Teil in den Zeitschriften, zum Beispiel in aktuellen Berichten oder News, immer kleiner wurde und der Ort statt dessen für Werbung diente. Um 1900 waren viele Tagesschriften zu Werbezeitungen anverfallen.

Mit dieser psychisch anspruchsvolleren Werbeform war es nicht mehr notwendig, das Erzeugnis ungeschickt zu beworben, sondern es in einen gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen, der angeblich im Produktkauf zu finden ist. Werbung fing an, bewußt mit den Vorstellungen der Menschen zu mischen. "Sag meiner Mutti nicht, dass ich in der Werbung tätig bin - sie denkt, dass ich ein Pianist im Bordell bin.

Die Werbung konnte in Gestalt eines Ausbildungsberufes erlernt werden und wurde ab 1915 an der Universität zu Köln durchleuchtet. In der Werbung wurden nicht nur wissenschaftliche Ergebnisse genutzt, sondern zunehmend auch die eigene Kultur. In modifizierter Fassung wurden Fotos von namhaften Künstlern als Modell verwendet. Es wurden auch Interpreten beauftragt, die für die Werbung Texten geschrieben oder gemalt haben.

Die Werbung wurde, wie andere Medien auch, unter der Regierung der Nazis ideell durchgesetzt. Aus dieser Zeit waren die Anzeigen einfach, anscheinend auf Verbraucherinformation ausgerichtet und ohne jeglichen künstlerischen Bedarf. Spaetestens nach Kriegsausbruch ist die Unterscheidung zwischen Werbung und Werbung voellig verschwunden: "Geld horten", so hiess es in einer spaeteren Werbung fuer die Sparkassen, sei etwas fuer Vaterlandsverraeter und man duerfe nicht mehr fuer das eigene Heim, sondern nur noch "fuer den Sieg" aufsparen.

Nach dem Wirtschaftsboom der 50er und 60er Jahre erlebt auch die Werbung einen neuen - wenn auch nicht schöpferischen - Aufschwung. Diese Werbung wirkt aus heutiger Perspektive naive und vor allem misogyn. Bis dahin hatten sie um einen Platz im öffentlichen Fernseher konkurrieren müssen, aber jetzt konnten sie frei wählen, wo sie ihre Werbung platzieren wollten.

Laut dem Verband der Digitalen Industrie Deutschlands legten im Jahr 2012 fast 30 Mrd. EUR in die Werbung, davon rund 11,5 Mrd. EUR für TV-Werbung und 650 Mio. EUR für Online-Werbung, auf die ein. Im Jahr 2012 wendeten die Betriebe in diesem Gebiet rund 100 Mio. E auf.

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